Fliegende Fäuste in der Lechsporthalle

Zwei Titel und großes Lob für Schongaus Boxer

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Samuel Nieberle (2. v. links) mit seinen Trainern Martin Bauer (links) und Murat Döldös (rechts) sowie Ringrichter Heini Born.

Schongau – Feuertaufe bestanden: Die erst 2016 gegründete Box-Abteilung des TSV Schongau hat erfolgreich die oberbayerischen Meisterschaften in der Lechsporthalle ausgerichtet. Zwei Schongauer sicherten sich einen Titel.

Das Programm war straff: Zwei Tage lang bevölkerten Athleten aus 19 Vereinen die Halle, insgesamt 52 Kämpfe fanden statt. „Es lief alles reibungslos“, bilanzierte TSV-Boxchef Murat Döldös, der auch mit dem sportlichen Abschneiden seiner Schützlinge sehr zufrieden sein konnte.

Samuel Nieberle gewann bei der U17 im Halbmittelgewicht bis 66 Kilo genauso den Titel, wie Charlotte Hoffmann bei den Damen im Bantamgewicht bis 54 Kilo. Der dritte Schongauer, der das Finale erreichte, Angelo Duka, musste am zweiten Tag krankheitsbedingt passen. Sein Duell gegen den Lokalrivalen Domiel Schleich (TSV Peißenberg) wird demnächst in Fürstenfeldbruck nachgeholt.

Auch an der Zuschauerresonanz gab es für den Ausrichter wenig zu meckern. Trotz schönstem Frühlingswetter kamen an den beiden Tagen fast 300 Boxfans in die Halle. Und die machten vor allem bei den Auftritten der Lokalmatadore richtig Rabatz. Lautstark angefeuert besiegte Nieberle Tomislav Sisko (BC Piccolo Fürstenfeldbruck) nach einstimmiger Meinung der Punktrichter. „Samuel war ein wenig nervös, ist aber immer nach vorne marschiert und hat sehr viel Siegeswillen gezeigt“, urteilte Döldös.

Eine starke Vorstellung lieferte auch Hoffmann gegen ihre deutlich größere Gegnerin Johanna John (ebenfalls Fürstenfeldbruck) ab. „Vor heimischer Kulisse zu kämpfen ist ein cooles Feeling“, erklärte sie nach ihrem Sieg, bei dem sie einige Wirkungstreffer setzte und den Schlägen ihres Gegenübers immer wieder geschickt auswich.

Neben den heimischen Akteuren bekamen die Zuschauer bei weiteren Kämpfen hochklassigen Boxsport geboten. Herausragend war das Weltergewichtsduell zwischen Afrikameister Muzamiru Kakande (Fast2Kampf München) und Magomed Schachidov (TSV 1860 München), der in der Vergangenheit schon für den TSV Peißenberg in den Ring stieg und der deutschen Nationalmannschaft für Olympia 2020 angehört. Schachidov machte kurzen Prozess und siegte bereits nach der ersten Runde nach Abbruch.

Hinterher gab es viel Lob für den Ausrichter: „Damit haben sich die TSV-Boxer auch für höherklassige Meisterschaften empfohlen“, urteilte Heinz-Günter Deuster, Chef des bayerischen Boxer und DBV-Vize.

hal

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