Millwood räumt nach Niederlage in München seinen Platz – ESV macht Spitzenreiter das Leben schwer

Überraschender Trainerrücktritt

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Darryl Millwood, hier mit seinem Top-Scorer Raphael Sedlmayr, erklärte nach dem Spiel in München seinen Rücktritt als Trainer der Weilheimer Korbjäger .

Weilheim - Einen überraschenden Abschied gab es für die Weilheimer Basketballer bei ihrem Gastspiel bei den München Baskets.

Beim Tabellenfünften stand Coach Darryl Millwood zum letzten Mal in dieser Saison an der Seitenlinie. Der Australier erklärte danach seinen Rücktritt. „Ich will aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten“, meinte Millwood, der die Kreisstädter in den letzten drei Jahren von der Bezirksoberliga bis in die zweite Regionalliga führte. „Wir waren durchaus erfolgreich“, bilanzierte der scheidenden Coach. Die 76:90 (45:40) Niederlage in München, bei der sein Team lange Zeit führte, hatte mit der Entscheidung nichts zu tun. „Wir haben extrem hart verteidigt, das kostete Kraft und das machte sich nach der Pause in der Offensive durch nachlassende Konzentration bemerkbar“, urteilte Millwood, der die Weilheimer nicht führungslos hinterlässt. Co-Trainer Benedikt Schiebilski, der vor der Saison zum TSV stieß, übernimmt die Mannschaft.

Zum Abschied von Millwood legten die Kreisstädter ein starkes erstes Viertel hin. Angeführt von Alex Thumser und Andreas Brem lagen die Gäste nach zehn Minuten mit 26:17 in Front. Bis zur Pause verteidigten die TSV-Korbjäger ihre Führung, die allerdings auf fünf Zähler zusammenschmolz. Aus der Kabine kamen die Münchner dann wie verwandelt auf das Spielfeld zurück. Sie trafen nach Belieben, während bei den Weilheimern der Korb zunehmend vernagelt erschien. Die Konsequenz daraus war ein 57:72-Rückstand (30.) des TSV, dem die kleine Gästetruppe, die nur drei Auswechselspieler hatten, im Schlussviertel letztlich vergeblich hinterher rannte. Die erste Bewährungsprobe für Schiebilski als neuer Headcoach ist nun am heutigen Samstag um 19 Uhr in der Jahnhalle das Heimspiel gegen den Vierten TSV Wolnzach, gegen die es im ersten Vergleich eine 81:89 Niederlage gab.

Murnau

Knapp 95 Punkte sammelte der TSV Unterhaching vor dem Vergleich mit dem ESV Staffelsee im Schnitt. Damit führt die Mannschaft der Münchner Vorstadt die Bayernliga souverän an. Die Murnauer schafften es, das Offensivfeuerwerk der Hachinger auszubremsen. Zu einer Überraschung reichte es bei der 55:69 (26:30) Niederlage beim Spitzenreiter aber nicht ganz, da der ersatzgeschwächten Mannschaft von Trainer Goran Culum am Ende die Puste und die Treffsicherheit ausging. „Mit ein paar Spielern mehr hätten wir gewinnen können“, meinte ESV-Teamsprecher Stephan Adelberger, nachdem die Gäste nur zu Neunt, darunter zwei Mann aus der zweiten Garnitur, angereist waren. Die von Culum ausgegebene Taktik, das Tempo gegen den Favoriten niedrig zu halten, ging zunächst auf. Die Murnauer ließen sich viel Zeit und verhinderten die brandgefährlichen Angriffe der Hachinger. Bis zum letzten Viertel, das mit einem 42:42 begann, gestalteten die Gäste die Partie völlig ausgeglichen. Im Schlussdurchgang mussten die Murnauer dem hohen Aufwand und dem dezimierten Kader Tribut zollen. Die Hachinger Abwehr, die Beste der Liga, war kaum noch zu knacken. Den ESV Herren gelangen so nur noch 13 Punkte. Das war zu wenig, um die Hausherren auszubremsen, die sich noch deutlich durchsetzten. „Es war aber ein harter Kampf“, bekannten die Unterhachinger hinterher. Die Murnauer erwartet am heutigen Samstag um 19.30 Uhr in der Gymnasium-Halle den Tabellendritten HSB Landsberg. 

Von Roland Halmel

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