Sieg und gute Nachrichten:

EAS-Spieler Milan Kopecky auf dem Weg der Besserung

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Jonas Lautenbacher, den EAS-Trainer Andreas Leschinger jetzt in der Abwehr spielen lässt, und seine Mammuts kämpften Peißenberg mit 3:0 nieder. Teamkollege Milan Kopecky ist auf dem Weg der Besserung.

Schongau/Peißenberg – Die beste Nachricht der Bayernliga kommt von abseits des Eises: Milan Kopecky hat die Intensivstation verlassen und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Und auch seine Mannschaft, die EA Schongau, sendet positive Signale: Einer 2:4-Niederlage am Freitag folgte ein 3:0-Sieg über die Eishackler aus Peißenberg. Diese wiederum zeigten damit auch zum Start in die zweite Hälfte der Abstiegsrunde ihre zwei Gesichter. Denn der fürchterlichen Leistung im Derby war ein starkes Heimspiel vorausgegangen, in dem man sich mit einem 3:0 über Tabellenführer Geretsried belohnte.

Enttäuschung auf der einen, große Erleichterung auf der anderen Seite. So stellte sich die Gemütslage nach dem Derby am Sonntag dar, bei dem die Peißenberger jegliche Einstellung vermissen ließen, sodass sie Gastgeber Schongau mit 0:3 unterlagen. „Wir haben von der ersten Minute keinen Fuß auf das Eis bekommen. Wenn man so spielt, kann man nicht gewinnen“, zeigte sich Eishackler-Coach Simon Mooslechner nach der indiskutablen Leistung seines Teams schwer enttäuscht. Erleichtert war dagegen EAS-Trainer Andy Leschinger. „Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft, dass sie sich dieses Erfolgserlebnis erkämpfte, nach all dem, was in den letzten Wochen war“.

Peißenberg, das wie die Hausherren mit vier Reihen startete, begann druckvoll. Max Malzatzki (6.) verpasste frei vor dem Tor die Führung. Wenig später nutzte Willi Knebel (8.) eine doppelte Überzahl, um die bisher punktlose EAS in Front zu schießen. Während die zuletzt schwer gebeutelten Mammuts Auftrieb bekamen, verloren die Eishackler zunehmend den Faden.

Zu Beginn des Mittelabschnitts gelang Jeffrey Szwez (21.) das 2:0. Brandon Morleys (24.) Chance blieb danach für längere Zeit die einzige Antwort der Eishackler in einer immer zerfahreneren Partie, in der sich die Strafzeiten häuften. Erneut bei zwei Mann mehr auf dem Eis erhöhte Tobias Turner (30.) auf 3:0. Die Eishackler, die sich immer wieder in Einzelaktionen verrannten, brachten ihrerseits selbst in doppelter Überzahl nichts zustande.

Erst in den letzten Minuten stemmten sie sich gegen die Pleite. Bei Möglichkeiten von Valentin Hörndl (46.), Malzatzki (50.) und Morley (52.) war EAS-Keeper Daniel Blankenburg aber auf dem Posten. Er durfte sich am Ende über einen Shut­out, ein Zu-Null, freuen.

Kopecky geht es besser

Mit der Meldung, dass sich der Gesundheitszustand Milan Kopeckys „deutlich“ verbessert habe, hatte die EAS schon tags zuvor für Erleichterung gesorgt.Der 38-Jährige war zwei Wochen zuvor während eines Spiels zusammengebrochen, musste wiederbelebt und ins künstliche Koma versetzt werden. Mittlerweile hat Kopecky die Intensivstation verlassen. „Es geht ihm den Umständen entsprechend gut“, vermeldete sein Verein, der zuvor in Absprache mit Kopeckys Familie keine Informationen zu dessen Zustand mehr hatte verlauten lassen.

Im Vergleich zur 0:13-Niederlage in Königsbrunn wieder deutlich gefestigt zeigten sich seine Mitspieler schon am Freitag in Pfaffenhofen. Neuzugang Ronald Dvonc (10.) mit seinem EAS-Premierentreffer und Jonas Lautenbacher (45.) glichen jeweils den Rückstand aus, den Dominik Thebing bereits nach 15 Sekunden beziehungsweise Friedrich Kolesnikov im Powerplay (37.) besorgt hatten.

So stand bis in die Schlussphase hinein ein 2:2 auf der Anzeigentafel, ehe Pfaffenhofens Überflieger Nick Endress spielentscheidend traf (52.) und dann auch noch ins leere Tor vollstreckte (60.)

In Unterzahl zum Sieg

Die Eishackler ihrerseits hatten am Freitag mit dem Heim­erfolg gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Geretsried eine erfolgreiche Rückkehr aus der Spielpause hingelegt. „Das war ein Erfolg der ganzen Mannschaft“, urteilte Mooslechner, dessen Team schwungvoll loslegte.

Nach einigen guten Chancen brachte die neuformierte Reihe mit Valentin Hörndl, Florian Höfler und Tobias Estermaier Peißenberg in Führung. Estermaier(14.) erzielte das 1:0 (14.). Vor der Pause leisteten sich die Hausherren dann aber einige Nachlässigkeiten, die Torhüter Korbinian Sertl ausbügeln musste.

Er und Geretsrieds Schlussmann David Albanese konnten sich auch im zweiten Abschnitt immer wieder auszeichnen. Die besten Möglichkeiten bei den Eishacklern, die diesmal nur mit drei Reihen spielten, vergaben Lukas Novacek (29.) und Estermaier (32.) in Überzahl.

Der nächste Treffer fiel jedoch in Unterzahl, als Hörndl (33.) einen Konter zum 2:0 verwertete. Im Schlussdurchgang drängten die Gäste auf den Anschluss, die Peißenberger standen aber weiterhin stabil. Die Entscheidung kam dann kurz vor Schluss: Wieder war es ein Shorthander und wieder war es Hörndl (55.), der für das 3:0 sorgte.

Am Freitag (20 Uhr) geht es für die Peißenberger mit dem Gastspiel beim EC Pfaffenhofen weiter, der jetzt neuer Tabellenführer ist. Die EAS empfängt den ESC Dorfen (20 Uhr).

hal/ras

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