»Normalität kehrt zurück«

Deutliche Lockerungen für Amateursportler

Fiona Frank Turnen Hallensport
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Hallensportler, wie hier die Turner, können jetzt wieder richtig loslegen.
  • Roland Halmel
    vonRoland Halmel
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Landkreis – Die 7-Tages-Inzidenzen sanken zuletzt in allen Landkreisen deutlich. In ganz Oberbayern lag keiner mehr über 50. Deshalb wurden die Forderungen nach Öffnungen immer lauter. In der vergangene Woche beschloss die bayerische Staatsregierung diese weitreichende Lockerungen der Corona-Maßnahmen, die auch den Amateursport betreffen. 

Ab dieser Woche gibt es keine Beschränkungen der Gruppengrößen bei gemeinsamem Sport mehr. Damit ist auch der reguläre Spielbetrieb in Mannschaftssportarten wieder erlaubt. Einzige Einschränkung: Bei einer örtlichen Inzidenz von über 50 müssen sich alle Beteiligten vorher testen lassen. Liegt der Wert unter 50, entfällt diese Pflicht. „Die Normalität kehrt zurück“, erklärte dazu Ministerpräsident Markus Söder. „Corona ist nicht vorbei, aber die Lage entspannt sich deutlich.“

Auch im Bereich der Zuschauer gibt es weitere Lockerungen. So dürfen sich auf Sportplätzen nun bis zu 500 Zuschauer aufhalten – vorausgesetzt, es liegt ein entsprechendes Hygienekonzept vor. Der Bayerische Fußball-Verband rät den Sportanlagenbetreibern dazu, diese Begrenzung mit der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde im Vorfeld entsprechend abzustimmen. In der Zuschauerfrage bedarf es bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 eines Testnachweises. „Wir orientieren uns beim Sport an den Regelungen für die Kultur“, sagte Söder. Für den Sportunterricht in Schulen hat das Kabinett die Abschaffung der Maskenpflicht beschlossen. Neu ist zudem, dass ein morgendlicher Test in der Schule auch für den Sportbetrieb am selben Tag gültig ist.

Auch Vereinsversammlungen sind seit Montag wieder möglich. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 draußen mit bis zu 50, drinnen mit bis zu 25 Teilnehmern; bei einer Inzidenz unter 50 draußen mit bis zu 100, drinnen mit bis zu 50 Personen (zuzüglich Geimpfte und Genesene nach Vorgabe des Bundesrechts). Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 brauchen Nicht-Geimpfte oder -Genesene einen negativen Test.

Die größten bayerischen Sportverbände reagierten erleichtert. „Nach zuletzt nur zaghaften und mit hohen Hürden sowie reichlich Frustpotenzial verbundenen Öffnungen sind die jetzt verkündeten Lockerungen ein großer Schritt zurück zu mehr Normalität“, meinte Jürgen Igelspacher, der Geschäftsführer des Bayerischen Fußballverbandes. Ähnlich äußerte sich der Präsident des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) Jörg Ammon. „Durch die Lockerungen könnten Sportlerinnen und Sportler zum nahezu uneingeschränkten Sportbetrieb zurückkehren“.

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