Doch Hallensport möglich

Sportstätten in Peißenberg, Peiting und Schongau öffnen in dieser Woche

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Die Dreifach-Halle in Peiting und auch der benachbarte Fitness-Raum des TSV (rechts) dürfen ab dieser Woche wieder genutzt werden.

Landkreis – Lange Gesichter gab es vor Wochenfrist bei den Hallensportlern im Landkreis, da ihre Sportstätten trotz der möglichen Öffnung bis auf weiteres geschlossen bleiben sollten. Das Engagement der Vereine in den letzten Tagen sorgte jedoch für ein Umdenken bei den Verantwortlichen. Zahlreiche Hallen im Landkreis öffnen in dieser Woche ihre Tore.

In Peißenberg, wo sich TSV-Vorstand Stefan Rießenberger vehement dafür stark machte, stehen alle Hallen (Glückauf, St. Johann und Wörth sowie das Eisstadion) wieder zur Verfügung. „Das ist ein Meilenstein in der Krise“, freute sich Rießenberger stellvertretend für alle 2.400 TSV-Sportler. „Dabei ist die Verantwortung aller Verantwortlichen nicht zu unterschätzen“, hebt er das Engagement der Beteiligten hervor. Gleichzeitig lobte er die Zusammenarbeit zwischen TSV, der Verwaltung der Marktgemeinde und den Landkreis-Behörden. „Das ist super gelaufen“, so Rießenberger.

Auch in den Nachbargemeinden tat sich etwas in Sachen Hallenöffnung. In Peiting werden die Dreifachturnhalle und die kleine Halle in Birkland geöffnet. In Schongau kann in der Lechsporthalle wieder trainiert werden. „Für die Sportler ist das richtig gut, dass wieder ein Trainingsbetrieb stattfinden kann“, freute sich Peitings Sportchef Günter Neureuther.

Die Entscheidung hat man sich im Peitinger Rathaus alles andere als leicht gemacht. „Wir müssen ja auch dafür geradestehen“, erklärte Bürgermeister Peter Ostenrieder, der daran erinnerte, dass alle TSV-Sportler in der Pflicht stehen, das Hygienekonzept einzuhalten. Die Voraussetzungen zu schaffen, war in Birkland gar nicht so einfach: Um dort die Lüftung zu gewährleisten, half die Feuerwehr mit, indem sie einen Lüfter installierte.

In Schongau darf in dieser Woche auch wieder in der Lechsporthalle gesportelt werden. Die anderen Hallen bleiben noch zu. Aus diesem Grund plant der TSV Schongau einige Standortwechsel seiner Abteilungen. Angedacht ist beispielsweise der Umzug der Badminton-Sparte aus der Berufsschulhalle und der Tischtennisspieler aus der Grundschulhalle in die Lechsporthalle.

Corona-Lockerungen: Schritt für Schritt

Aus den Lockerungen der Bayerischen Staatsregierung für den Sport seit dem 22. Juni hat der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) Maßnahmen abgeleitet. So sollen etwa BLSV-Sportcamps bis zum Beginn der Sommerferien wieder geöffnet werden. „Die neuen Lockerungen sind für uns ein weiterer entscheidender Schritt“, sagt BLSV-Präsident Jörg Ammon. „Wenn wir alle im Sport die Vorgaben verantwortungsvoll und gesundheitsbewusst einhalten, bin ich fest davon überzeugt, dass wir die nächsten Schritte angehen können.“ Nachdem nun Stufe zwei des Konzepts umgesetzt worden sei, sei das nächste Ziel, in einer weiteren Stufe den Wettkampfbetrieb für kontaktlos betriebene Sportarten im Indoorbereich wiederaufzunehmen. „Danach stehen dann noch Lockerungen für Kontaktsportarten an“, kündigt Ammon an. „Aufgrund des Infektionsgeschehens haben sich die Lockerungsschritte im 14-tägigen Rhythmus bewährt und sollten für die beiden verbleibenden Stufen beibehalten werden.“ Dann wären Ende Juli Kontaktsportarten und ein Wettkampfbetrieb möglich.

hal

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