Spezielle WM-Premiere

Dominik Bittner startet bei der Weltmeisterschaft in Riga

Dominik Bittner im Fernseh-Interview im Trainingslager in Nürnberg.
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Dominik Bittner im Fernseh-Interview im Trainingslager in Nürnberg.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Peißenberg – Neun Spiele im Trikot der deutschen Nationalmannschaft bestritt Dominik Bittner bereits. Die nächsten werden für den Peißenberger aber etwas Besonderes sein.

Am morgigen Freitag feierte er mit der DEB-Auswahl im lettischen Riga seine WM-Premiere. „In meinem sportlichen Werdegang gab es ja einige Steine, die ich überwinden musste, die WM-Teilnahme ist jetzt die Belohnung für die harte Arbeit“, freut sich der 28-jährige Verteidiger auf die große Herausforderung, die sich etwas anders gestaltet als die Weltmeisterschaften davor.

Das begann schon bei der Vorbereitung darauf. Nach dem Eintreffen bei der Nationalmannschaft im Trainingslager in Nürnberg in der vergangenen Woche bildete Bittner mit seinem Wolfsburger Teamkollegen Yanik Möser – der es dann aber nicht in den WM-Kader schaffte – und den fünf Spielern vom DEL-Finalgegner Berlin eine siebenköpfige Trainingsgruppe. Sie trainierten unabhängig von den zwanzig anderen Auswahlspielern, die jeweils in Zehnergruppen aktiv waren. Im Anschluss ging es dann per Charterflug von Nürnberg nach Riga. „Vom Flieger stiegen wir direkt in den Bus und dann fuhren wir mit Polizeieskorte ins Hotel“, berichtet Bittner von den speziellen Umständen in diesem Jahr, die Corona geschuldet waren. Im Hotel musste sich die Mannschaft für drei Tage im eigenen Zimmer in Isolation begeben. „Das war aber alles gut organisiert, wir verbrachten die Zeit sehr gut“, erzählt der Peißenberger.

Online-Meetings mit der Mannschaft und dem Trainerstab, um sich besser kennenzulernen oder Online-Trainings mit dem Fitnesscoach standen unter anderem auf dem Programm. Am Dienstag durfte das DEB-Team dann erstmals gemeinsam auf dem Eis trainieren. „Wir befinden uns aber während der ganzen WM-Zeit in der ‚Bubble‘ und pendeln nur zwischen der Halle und dem Hotel.“ Bittner darf, wie seine Teamkollegen, danach das Zimmer aber nicht das Hotel verlassen. Land und Leute kennenlernen, wie bei Weltmeisterschaften normalerweise üblich, ist damit nicht möglich. „Die Einschränkungen sind aber ein kleiner Preis für die WM-Teilnahme“, meint Bittner dazu gelassen.

Am morgigen Freitag geht es für ihn und die Deutsche Auswahl mit dem Spiel gegen Italien los. Keine 24 Stunden später wartet bereits Norwegen als nächster Gegner (Samstag, 22. Mai, 11.15 Uhr). Die enge Taktung der WM-Partien ist für Eishockeyspieler aber nichts Außergewöhnliches. Bittner ist indessen guter Dinge mit seinen Teamkollegen eine erfolgreiche WM bestreiten zu können. „Wir haben eine richtig gute Truppe“, ist er überzeugt. Wobei auch die Konkurrenz namhaft besetzt ist. „Auch andere Mannschaften sind gut aufgestellt, deshalb wird es bestimmt ein interessantes Turnier.“ Der Peißenberger ist gespannt, was ihn bei der WM noch alles erwartet.

DEB-Spiele in der Übersicht (alle live auf SPORT 1) 

Freitag, 21. Mai (15.15 Uhr): Deutschland ‒ Italien

Samstag, 22. Mai (11.15 Uhr): Norwegen – Deutschland

Montag, 24. Mai (19.15 Uhr): Deutschland – Kanada

Mittwoch, 26. Mai (15.15 Uhr): Kasachstan – Deutschland

Samstag, 29. Mai (19.15 Uhr): Deutschland – Finnland

Montag, 31. Mai (15.15 Uhr): USA – Deutschland

Dienstag, 1. Juni (19.15 Uhr): Deutschland – Lettland

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