»Brutal geile Zeit«

Debüt, erstes Tor im Nationaldress, Platz vier: Dominik Bittners WM-Bilanz

Dominik Bittner WM Eishockey Tor
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An den zweiten Pfosten gestohlen und Goalie Cal Petersen aus kurzer Distanz überwunden: Dominik Bittners (rechts) erster Treffer im Trikot der Nationalmannschaft.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Peißenberg – Nach dem starken Auftritt der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Riga zieht Dominik Bittner ein positives Fazit. Zur Medaille reichte es für die DEB-Auswahl zwar nicht, der Peißenberger, der beim DEL-Club Wolfsburg unter Vertrag steht, und seine Teamkollegen erreichten am Ende den vierten Platz. 

Im Spiel um Rang drei kam der 28-jährige Verteidiger zu seinem zweiten WM-Einsatz, den er mit einem persönlichen Erfolgserlebnis krönte: Bittner erzielte bei der 1:6-Niederlage gegen die USA im Schlussdrittel den deutschen Ehrentreffer, gleichzeitig sein erstes Tor im Nationaldress.

»Enormer Erfolg«

„Es ist brutal schade, dass wir ohne Medaille blieben, aber das Abschneiden war trotzdem ein enormer Erfolg“, fasste Bittner nach den WM-Wochen in Lettland zusammen. Er zeigte sich von seinen Teamkollegen und dem Trainerteam total begeistert. „Das war eine brutal geile Zeit. Die Mannschaft war einfach unglaublich. Der Zusammenhalt war einzigartig, so etwas habe ich noch nie erlebt.“

Der Jubel danach nach Bittners Tor. In die Reichweite einer Medaille brachte dieses zwischenzeitliche 1:5 im Bronzespiel gegen die USA die Deutschen aber nicht mehr.

Lob gab es auch von seinem Chef, Wolfsburg Manager Charly Fliegauf. „Dominik war wie bei uns ein wertvoller Mannschaftsspieler. Bei seinem Tor hat er die Spielsituation klasse gelesen“, urteilte der Peitinger, der schon seit vielen Jahren in Wolfsburg lebt.

Kurze Enttäuschung

Unmittelbar nach dem Spiel gegen die USA zeigte sich Bittner allerdings noch sehr enttäuscht. „Wir sind gut rausgekommen, hatten vier Minuten Überzahl. Leider haben wir da nicht getroffen. Mit dem Ablauf der Überzahl haben wir das 0:1 bekommen, das hat uns mental ein bisschen gebrochen, nachdem es gegen Finnland ein überragendes Spiel von uns gewesen war und wir nicht belohnt wurden“, erklärte Bittner mit Blick auf die mehr als unglückliche 1:2-Niederlage im Halbfinale gegen die Skandinavier.

„Danach waren wir nicht mehr wir selbst und haben nicht unser bestes Eishockey gespielt,“ zeigte er sich nach der deutlichen Pleite gegen die USA kritisch. „Unterm Strich haben wir aber gezeigt, was wir können, dass wir eventuell auch zu mehr fähig sind.“ Er sei unglaublich stolz, ein Teil davon gewesen zu sein, blickte Bittner dennoch zufrieden auf seine erste WM zurück.

Zeit zur Erholung

Nach den anstrengenden letzten Wochen wird der 28-Jährige jetzt erst einmal eine Pause einlegen. „Ich werde drei Wochen nicht trainieren und die Wehwechen auskurieren.“

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