Derbyniederlage gegen Peißenberg

Schongau scheitert an Sertl

EA Schongau Peißenberg Miners Eishockey Bayernliga
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Um jeden Puck wurde im Derby hart gefightet. Anders als auf diesem Bild stand vor allem gegen Ende aber das Peißenberger Tor beinahe unter Dauerbeschuss.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Schongau/Peißenberg – Stattliche Kulisse, tolle Stimmung und großer Kampf: Das Duell Schongau gegen Peißenberg hatte den Titel „Derby“ verdient. Jubeln durften am Ende die Miners, die mit 2:1 die Punkte vom Lech mitnahmen. 

Chancen seien mehr als genug da gewesen, ein Tor reiche aber eben nur selten zum Erfolg, ärgerte sich EAS-Coach Rainer Höfler hinterher über eine „unnötige Niederlage“. „Der Sieg war eine Mannschaftsleistung, alle haben gekämpft. Allen voran unser Kapitän, der fast die ganze Woche über erkältet war, und sich trotzdem aufopferte“, fand Trainerkollege Christian Kratzmeir, dessen Miners ohne die erkrankten Tomas Rousek, Tobias Maier und Steven Wagner antraten. Wobei der Matchwinner Torhüter Korbinian Sertl war, der 43 Schüsse abwehrte.

Bei den Gästen lief zunächst nur wenig zusammen. Schongau bestimmte klar das Geschehen. Auf der Anzeigentafel stand nach dem ersten Drittel aber lediglich ein 1:0 durch einen 5:3-Überzahltreffer von Marius Klein (6.).

Im zweiten Durchgang nahm die Partie deutlich Fahrt auf, wobei die taktische Disziplin verloren ging. „Das war wilder Westen“, nannte Höfler das ungestüme Anrennen beider Teams. „Für die Zuschauer schön anzuschauen, für die Trainer nicht“, waren sich die beiden Coaches einig. Wobei Kratzmeirs Laune sich besserte, da sein Team nach einem Patzer von EAS-Goalie Daniel Blankenburg, der ansonsten eine tadellose Leistung zeigte, durch Tobias Estermaier (23.) ausglich.

Danach ging es vor über 500 Fans hin und her, bis Niko Fissekis mit einer energischen Einzel­aktion auf 1:2 (35.) stellte. Unmittelbar nach dem Ende seiner Strafzeit verpasste Dominik Ebentheuer (39.) sogar das dritte Gästetor, als er bei seinem Solo an Blankenburg scheiterte.

Im Schlussdurchgang erhöhte die EAS den Druck. Die beste Ausgleichschance vergab Gastspieler Jason Lavallee (49.) frei vor Sertl. In der Schlussphase kassierten die Gäste reihenweise Strafen. Peißenberg kämpfte in Unterzahl um jeden Puck, Schongau schoss aus allen Lagen. Doch Sertl war einfach nicht zu bezwingen.

Schwerer Start in Ulm

Wurden die Miners nicht nur mit der vollen Punktzahl, sondern auch mit einem spielfreien Sonntag belohnt, so traten die Mammuts bei den VfE Devils Ulm/Neu-Ulm an. Zunächst steckte ihnen das Freitagsspiel noch in den Knochen. Ulm drückte, wollte seinen Aufschwung fortsetzen. Zwar ging Schongau durch einen Schuss Daniel Holzmanns von der blauen Linie in Front (6.), kurz darauf glich Dominik Synek allerdings aus (7.). In der 18. Minute dann die Führung der Gastgeber durch Steffen Kirsch. Wichtig in dieser Phase: Florian Seelmanns promptes 2:2 (19.). Mit diesem Zwischenstand zur Pause war Schongau gut bedient.

Bei einem Vier-gegen-vier legte Synek (25.) wieder vor und wieder nur 15 Sekunden später traf die EAS, diesmal durch Simon Maucher. Dieser war es dann auch, der die Mammuts wieder in Führung brachte. Noch in Unterzahl – Holzmann saß für fünf Minuten auf der Strafbank – schloss er einen Konter erfolgreich ab (30.).

Im Schlussdrittel präsentierte sich die EAS als deutlich abgeklärteres Team. Roman Tomanek auf Zuspiel Lavallees (43.) nutzte nun auch mal eine Überzahl und nachdem dasselbe Duo auf 3:6 (46.) stellte, brachen die jungen Devils ein. Als EAS-Verteidiger Mathias Schuster auf die Strafbank musste, trafen in dieser Unterzahl sowohl Jonas Lautenbacher (51.) als auch Lavallee (52.) zum 3:8-Endstand.

Am Freitag sind die drittplatzierten Mammuts beim Fünften ESC Kempten gefordert. Die Peißenberger, aktuell auf Rang vier, gastieren beim Neunten EHC Königsbrunn.

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