Kassier-Posten vakant

Der EA Schongau droht schon wieder die Auflösung

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EAS-Vorstandschaft ohne Kassier: (v. li.) Toni Linder (2. Abteilungsleiter), Bernd Knittel (1.Abteilungsleiter), Marion Köhler (Schriftführerin), Roland Berktold (Marketing), Udo Mewes (Technischer Leiter), Gerhard Siegl (Jugendleiter) und Uwe Hofmann (Öffentlichkeitsarbeit).

Schongau – Im Vorjahr fand sich lange Zeit kein Abteilungsleiter. In diesem Jahr ist der Kassierposten bei der EA Schongau vakant. Bei der Hauptversammlung im Restaurant der Möbel Centrale konnte der Posten nicht besetzt werden. Ohne Finanzchef ist die Abteilung aber nicht handlungsfähig. In vier bis sechs Wochen muss jetzt eine weitere Zusammenkunft stattfinden, bei der ein neuer Kassier gefunden werden soll, ansonsten droht im schlimmsten Fall die Auflösung.

„Viele wollen in Schongau hochklassiges Eishockey sehen, dann muss man halt auch mal für so etwas aufstehen“, erklärte TSV-Vorstand Ralph Konstantin, nachdem kein Kandidat als Nachfolger für Manuela Jäkel gefunden werden konnte. Diese hatte nach einem Jahr im Amt den Job als Kassier aus persönlichen Gründen niedergelegt.

Dabei ist die finanzielle Lage beim Bayernliga-Absteiger gar nicht schlecht. In der abgelaufenen Saison hielten sich die Einnahmen und Ausgaben mit jeweils rund 150 000 Euro die Waage. „Wir haben mit den finanziellen Mitteln gut gearbeitet und auch für die kommende Saison schaut es gut aus“, betonte EAS-Chef Bernd Knittel beim Kassenbericht. In der Stadionverwaltung wurde sogar mit 1500 Euro ein kleines Plus erwirtschaftet, erläuterte Oliver Karbach. 

„Wir decken aber nur die laufenden Kosten und können nichts investieren“, sieht Karbach im Stadion aber großen Nachholbedarf. Zudem verwies er auf die Verbindlichkeiten bei den Banken und dem TSV von zusammen rund 160 000 Euro, die auch noch zu bedienen sind. Wie seine Vorredner beklagte auch Karbach mangelnde Unterstützung. „Ich suche Kassiere für den Publikumslauf und wenn ich da keine finde, mache ich ihn zu“, drohte er.

Auch Knittel warb um mehr helfende Hände. „Wir müssen die Arbeiten auf mehr Leute verteilen“, forderte der EAS-Boss, der zudem mit einigen Zahlen nicht zufrieden war. Steigende Kosten in verschiedenen Bereichen und stagnierende bis leicht rückläufige Mitgliederzahlen (von 294 im Vorjahr auf 291) sowie ein alles andere als zufriedenstellender Zuschauerschnitt (von 231 in der Landesliga stieg er in der Bayernliga nur auf 255) bescherten ihm Sorgenfalten.

Er hatte aber auch ein paar positive Meldungen parat. In diesem Jahr wird ein Schneewächter auf dem Dach des Eisstadions installiert, um vor zu hoher Schneelast zu warnen. Auch die Aussichten, dass der 2018 auslaufende Erbpachtvertrag für das Eisstadion mit der Stadt verlängert wird, stehen gut. „Die Stadt hat den TSV beim Stadion auch nie im Regen stehen lassen“, sicherte Bürgermeister Falk Sluyterman Unterstützung zu.

Beim Nachwuchs ist die EAS bis auf das Knabenteam, für das es nicht genügend Spieler gibt, gut aufgestellt, berichtete Jugendleiter Gerhard Siegl. Er kündigte zudem an, die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen zu intensivieren. Auf diesem Weg soll mittelfristig auch ein Frauenteam aufgestellt werden. Nicht mehr geben wird es dagegen die U23-Truppe. Sie wird mit der 1b-Mannschaft zusammengelegt.

Langjährige Mitglieder geehrt

Viel Lob gab es dann bei der Ehrung langjähriger Mitglieder. Den Vogel schoss dabei Helmut Schopf ab, der der EAS seit 60 Jahren die Treue hält. „Das sprengt alles. Helmut ist ein echtes Vorbild“, meinte Knittel zum ehemaligen Spieler, Materialwart und Zambonifahrer, der sich über Jahrzehnte für die Eislaufabteilung engagierte.

Bei den Wahlen, bei denen neben dem Kassier, für den sich kein Kandidat fand, nur zwei weitere Posten zu besetzen waren, wurden Marion Köhler (Schriftführerin) und Udo Mewes (technischer Leiter) im Amt bestätigt.

Roland Halmel

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