Auf dem Beifahrersitz auf Sicht fahren

EC Peiting erneut in Corona-Zwangspause

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Abermals in ihrem Tatendrang gebremst sind Andreas Feuerecker und sein Team.

Peiting – Bereits im November musste der EC Peiting eine fast dreiwöchige Pause einlegen, weil mehrere Spieler den Corona-Virus erwischten. Ende des Jahres war es erneut soweit. Nach dem Heimspiel gegen Lindau am zweiten Weihnachtsfeiertag zeigte ein Schnelltest ein unerfreuliches Resultat, das auch von einem PCR-Test bestätigt wurde. Insgesamt liegt bei drei Spielern ein positives Ergebnis vor.

Alle geplanten Partien des ECP rund um den Jahreswechsel wurden gestrichen und gleichzeitig auch alle anderen Spieler getestet. „Die Schnelltests waren negativ, auf die Ergebnisse von ein paar PCR-Tests warten wir noch“, berichtete danach Teammanager Gordon Borberg . Diese liegen mittlerweile vor: Drei Spieler sind positiv.

„Angenehm ist die Situation nicht, aber wir müssen sie akzeptieren“, meinte Thomas Zeck zu dem neuerlichen Stillstand. „Wir fahren auf Sicht, aber wir sitzen nur auf dem Beifahrer- und nicht dem Fahrersitz“, ergänzte der ECP-Vorstand mit Blick auf die Corona-Zeit, in der langfristige Planungen nicht möglich und stattdessen kurzfristige Entscheidungen gefragt sind.

Zuletzt wurden die beiden Partien gegen Weiden gestrichen. Am kommenden Sonntag ist der ECP spielfrei. Ob am Dienstag, 12. Januar, beim HC Landsberg gespielt werden kann, ist noch offen.

Solche Dienstagsspiele warten auf die Peitinger in den kommenden Wochen noch einige, denn mit erst 13 gespielten Partien hinkt das Team von Coach Sebastian Buchwieser genauso wie Regensburg und Deggendorf der Ligakonkurrenz deutlich hinterher. Diese kommt bereits auf bis zu 21 oder 22 Spiele – zumindest teilweise. Zuletzt musste auch der SC Riessersee seine Partien absagen. „Wenn alle Fakten vorliegen, werden wir mit dem DEB und den Vereinen wegen der neuen Termine sprechen“, ist sich Borberg der zahlreichen englischen Wochen, die auf den ECP zukommen werden, bewusst. „Klar ist, dass die Belastung zunehmen wird.“ Gleichzeitig gibt sich der Teammanager zuversichtlich, dass die Mannschaft damit zurecht kommt. „Es heißt dann halt ‚Spiel statt Training‘ und das machen alle lieber, wobei natürlich der zusätzliche Reisestress nicht zu verachten ist.“

Fachleute für Nachwuchs

Doch der ECP vermeldet auch erfreuliche Neuigkeiten: Mit Klaus Müller und Manuel Weninger bringen sich in der kommenden Saison zwei neue Trainer im Nachwuchs ein. „Ein Hammer“, freute sich Nachwuchskoordinator Markus Gleich über die beiden Verstärkungen, die zuletzt beim TSV Peißenberg im Nachwuchs aktiv waren.

Beide sind keine Unbekannten. Müller war bis 2011 für den ECP im Einsatz und kam dabei auf rund 400 Oberligaeinsätze. Weninger, der wie Müller noch beim SC Forst in der Landesliga spielt, trug das ECP-Trikot bis 2008.

„Wir sind absolut von der Qualität überzeugt, die sie mitbringen“, sagt Gleich über die beiden Neuzugänge im Trainerteam. „Beiden geben wir damit auch die Chance, sich persönlich als Trainer weiterzuentwickeln.“ Der ECP wolle die besten Fachleute der Region versammeln. Müller soll Cheftrainer der U13 werden und Weninger die U11 übernehmen.

hal

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