Dennoch weiter handlungsfähig:

Oberster Vorstandsposten des EC Peiting bleibt vakant

Thomas Zeck EC Peiting
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Thomas Zecks Posten bleibt vorerst vakant, der EC Peiting sucht weiter.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Peiting – Vor knapp drei Monaten gab Thomas Zeck seinen Abschied als Vorstand des EC Peiting bekannt. Die Hoffnung in dieser Zeit einen Nachfolger für den 40-Jährigen zu finden, erfüllte sich nicht. Bei der Hauptversammlung des Eishockey-Oberligisten blieb der Posten vakant.

„Wir sind als Verein dennoch handlungsfähig und natürlich weiterhin auf der Suche. Naturgemäß stehen die Leute dafür nicht Schlange“, erklärte der zweite Vorsitzende Gerhard Weyrich bei der Zusammenkunft, die an ungewöhnlicher Stelle stattfand. Nicht in der Stadiongaststätte wie in der Vergangenheit sondern auf der Betonpiste im Eisstadion versammelten sich rund 25 Mitglieder mit viel Abstand.

„Nach zwei Jahren ist das eine besondere Hauptversammlung. So hatten wir es noch nie und ich hoffe, dass es in der Form auch das letzte Mal ist“, meinte Weyrich zur Begrüßung. Der anschließende Rückblick auf die abgelaufene Spielzeit fiel Geschäftsführer Peter Gast alles andere als leicht. „Wir mussten in der Pandemie eine Saison planen, das war eine Herausforderung.“ Trotzdem erreichte der ECP das Ziel finanziell weitgehend unbeschadet. „Weil die Corona-Hilfen pünktlich kamen, weil die Einschaltquoten bei Sprade-TV wahnsinnig hoch waren und weil uns die Sponsoren weiterhin unterstützten“, nannte Gast die entscheidenden Faktoren.

Bei seinem Blick voraus stand die neue Saison im Fokus, bei der er hofft, die Spiele wieder vor Publikum bestreiten zu können. „Teamsport Deutschland ist diesbezüglich in Verhandlung mit der Regierung. Wir sind da auf einem guten Weg“, ist Gast zuversichtlich, mindestens mit einem Drittel der möglichen Vollauslastung der Eishalle – bei 2.500 Maximum wären es gut 800 Zuschauer – starten zu können. „Damit könnten wir leben“, erklärte der Geschäftsführer, der zudem einige organisatorische Neuerungen vermeldete.

Die Drittelpause wird zukünftig in allen Ligen einheitlich 18 Minuten betragen. In der Oberliga ist darüber hinaus geplant, mit einem Vierer-Schiedsrichterteam die Partien zu leiten. „Gegen letzteres habe ich Protest eingelegt“, verkündete der ECP-Geschäftsführer, da es dann Probleme mit der für vier Personen zu kleinen Schiedsrichterkabine geben werde. Für die Saison 2022/23 kündigte er die Einführung eines Videobeweises bei Toren an, was die Vereine für die zusätzliche Kameraausstattung einiges Geld kosten wird. „Wir sind die Oberliga und nicht die DEL“, zeigte sich Gast davon nur wenig angetan.

Auf die neue Saison, mit Blick auf die erste Mannschaft, ging auch Gordon Borberg ein. „Wir haben den Kader bewusst kleiner gehalten, um Plätze für die Perspektivspieler freizuhalten“, erklärte der Teammanager, der zudem vermeldete, dass am 30. August das Eistraining in Peiting beginnt.

Der anschließende Kassenbericht von Schatzmeister Werner Wiedemann-Mozart erstreckte sich über die zwei vergangenen Jahre. In der Saison 2019/20 blieb bei Einnahmen von 630.000 und Ausgaben von 632.000 ein kleines Minus von 1.800 Euro. Die Corona-Saison 20/21 endete mit Ein- und Ausgaben von 551.000 Euro und einem Plus von rund 600 Euro. „Wir haben nicht mehr ausgegeben als wir eingenommen haben“, nannte Wiedemann-Mozart dabei die Hauptprämisse, die beim ECP mit seinen aktuell 270 Mitgliedern schon seit Jahrzehnten als ehernes Gesetz gilt.

Im Anschluss erklärte der scheidende Vorstand seine Beweggründe für den Abschied. „Auf Dauer war es mit den drei Posten beim ECP und meinem Beruf einfach zu viel,“ sagte Zeck, der den Verein aber nach wie vor unterstützen wird.

Bürgermeister Peter Ostenrieder skizzierte den Ablauf der kostspieligen Sanierung des Eisstadions, die sich über vier Jahre erstrecken wird, da immer nur außerhalb der Eishockeysaison gebaut werden kann. Im nächsten Jahr ist zunächst das Dach dran. 2023 werden die Eispiste und die Banden neu gemacht. Ein Jahr drauf folgen die Kabinen, ehe 2024 zum Abschluss die Gebäudehülle saniert wird. „Danach haben wir eines der modernsten Stadien der Region“, urteilte Ostenrieder über das Sechs-Millionen-Projekt, bei dem zwei Millionen aus Fördergeldern kommen.

Bei den Wahlen, die TSV-Präsident Günther Neureuther leitete, gab es erwartungsgemäß keinen Kandidaten für den Vorstandsposten. Die beiden Stellvertreter Weyrich (bis 2022) und Stefan Stets (bis 2023), der zudem den Schriftführerposten übernimmt, wurden im Amt bestätigt. Auch auf den anderen Posten, die für ein oder zwei Jahre vergeben wurden, gab es keine Änderungen. Zur Führungsmannschaft gehören weiterhin Wiedemann-Mozart (Schatzmeister), Harald Wörnzhofer (Kassier), Gast (Geschäftsführer) sowie die Beisitzer Markus Schelle, Andreas Hebelt, Simon Fritzenschaft, Rainer Hirschvogel, Borberg sowie Michaela und Thomas Krabbat. Die Kasse prüft unverändert Norbert Hauber.

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