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Viel Krampf, keine Punkte für den EC Peiting

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Von: Roland Halmel

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Gohlke EC Peiting Eishockey Oberliga
Lukas Gohlke und der EC Peiting mühten sich gegen Höchstadt meist vergeblich. Der ECP rutscht in der Quotiententabelle auf einen Rang jenseits der sicheren Playoffplätze ab. © Halmel

Peiting – Gegen zwei weiter hinter liegende Teams kräftig punkten, um Platz sechs abzusichern. Das war der Plan beim EC Peiting am vergangenen Wochenende. Der ging jedoch nicht auf: Beim EV Füssen blamierte sich der ECP mit einer 1:8-Pleite und gegen den direkten Verfolger, den Höchstadter EC, folgte eine 1:4-Heimniederlage. 

„Der Höchstadter Sieg war verdient“, urteilte ECP-Coach Anton Saal nach der Pleite im Sechs-Punkte Duell gegen den direkten Konkurrenten Höchstadt, der dadurch in der Quotiententabelle vorbeizog. „Das war nicht das Eishockey, das wir können. Wir haben vor allem nicht in die Zweikämpfe gefunden und wir waren zu verkrampft.“ Als ausschlaggebend erwiesen sich vor allem die Über- und Unterzahlformationen.

Sein Team versuchte zu Beginn Druck zu machen, um die in Füssen erlittene Scharte auszuwetzen. Allerdings fehlte es an der Effektivität. Mit Glück und Geschick hielt Höchstadts Goalie Benjamin Dirksen sein Tor sauber. Abgeklärter zeigten sich die Gäste, die kurz vor Ablauf ihrer ersten Überzahl durch Dimitri Litesov (11.) das 0:1 markierten.

Der ECP suchte nach einer schnellen Antwort und erarbeitete einige Möglichkeiten, doch Ty Morris, Marco Habermann, Simon Maier und Lukas Motloch scheiterten an Dirksen. Kurz vor Drittelende hatten die Peitinger Glück, dass eine Großchance der Gäste am Pfosten landete.

Aus der Kabine kam der ECP mit viel Schwung. Tor wollte aber weiterhin keines fallen. Stattdessen nutzten die Höchstadter ein weiteres Powerplay kurz vor dem letzten Wechsel durch Michail Guft-Sokolov (40.) zum 0:2.

Im Schlussdurchgang verflachte die Partie zusehends. Gute Torgelegenheiten blieben Mangelware, die Gäste erwiesen sich in Überzahl aber weiterhin als brutal effektiv. Mit dem dritten Powerplaytor des Abends erhöhte Anton Seewald (48.) auf 0:3. Im Anschluss ließ der ECP sogar eine doppelte Überzahl ungenutzt. Dafür gelang bei einem Mann weniger Andreas Feuer­ecker (56.) nach einem Solo das 1:3. Mehr sollte den Peitingern aber nicht mehr glücken. Der HEC stellte in der Schlussminute mit einem Tor von Jannik Herm in den verwaisten Kasten wieder den alten Abstand her.

Zu viele Ungenauigkeiten

Zwei Tage zuvor war schon die Partie gegen Füssen komplett daneben gegangen. „Wir waren nicht bereit und haben alles über uns ergehen lassen“, ging Saal mit seiner Truppe hart ins Gericht. Gleich die erste Überzahl verwertete Max Dropmann (3.). Justus Meyl (8.) staubte zum 2:0 ab, ehe Tobias Baader (14.) bei Vier-gegen-Vier auf 3:0 erhöhte. Den Peitinger Möglichkeiten fehlte es an Genauigkeit, um EVF-Keeper Benedikt Hötzinger zu überwinden.

Zu Beginn des Mittelabschnitts traten die Gäste deutlich aggressiver auf. Nardo Nagtzaam (22.) scheiterte am Pfosten, wenig später fälschte Morris (25.) einen Motloch-Schuss in Überzahl zum 3:1 ab. Marc Sill (26.) ließ Füssen aber wieder davon ziehen und nachdem die Peitinger zwei Überzahlsituationen vergaben, erhöhte Ondrej Zelenka (32.) auf 5:1.

Spätestens nach dem sechsten Tor der Hausherren durch den ehemaligen Peitinger Pius Seitz (52. ) war die Partie gelaufen. Der Torhunger der Füssener war aber noch nicht gestillt. Besl (54.) und Sill (60.) bescherten den Peitingern mit ihren beiden Treffern in der Schlussphase die höchste Saisonniederlage. „Jetzt heißt es Mund abputzen und weitermachen“, gab sich Saal kämpferisch.

Am heutigen Dienstag steht für sein Team die Nachholpartie zuhause gegen die Starbulls Rosenheim auf dem Programm. Ob es am Freitag mit dem Gastspiel bei den Passau Black Hawks weitergeht ist fraglich. Bei den Niederbayern hat das Corona-Virus zugeschlagen, so dass eine Spielabsage droht.

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