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EC Peiting: Nagtzaam bleibt, Hlozek geht, Habermann kommt

Nagtzaam EC Peiting Eishockey Oberliga
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Nardo Nagtzaam bleibt in Peiting. Er könnte künftig ein Sturmduo mit dem zweiten Kontingentspieler Eetu-Ville Arkiomaa bilden. Außerdem verpflichtete der ECP Rückkehrer Marco Habermann für die Offensive.
  • vonRasso Schorer
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  • Roland Halmel
    Roland Halmel
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Peiting – Unter Coach Anton Saal sollen künftig zwei ausländische Angreifer für mehr Offensivpower sorgen. Eine Position besetzte der EC Peiting bereits mit Neuzugang Eetu-Ville Arkiomaa. Bei der zweiten gibt es keine Veränderung: Nardo Nagtzaam verlängerte seinen Vertrag. Während Ex-Trainer Sebastian Buchwieser fortan in Weiden tätig ist, wählt ein Angreifer den entgegengesetzten Weg: Marco Habermann kehrt zurück zum ECP.

„Nardo ist ja ein bisschen ein Wandervogel, aber ihm gefällt es bei uns“, freut sich ECP-Teammanager Gordon Borberg über die Zusage des Holländers Nagtzaam, der am morgigen Sonntag seinen 31. Geburtstag feiert. Auch Saal zeigte sich über die Unterschrift des technisch versierten und schnellen Stürmers, der in bisher 67 Spielen für die Peitinger 41 Tore und 77 Assists erzielte, sehr zufrieden. „Nardo gehört zu den stärksten Ausländern in der Liga.“

Nagtzaam erfülle auch seine defensiven Aufgaben und schaue nicht so sehr auf die eigenen Punkte, lobt Saal. Zudem sei er in der Kabine ein Vorbild. „Er ist Sportler durch und durch“, meint Borberg. Entsprechend fit werde der Angreifer, der sich über den Sommer in seiner Heimat aufhält, im August zur Mannschaft stoßen.

Nagtzaam und Arkiomaa könne er sich gut in einer gemeinsamen Reihe vorstellen, so Saal. „Dann haben wir vermutlich eine der Top-Angriffsreihen der Liga“, freut sich Borberg auf dieses Duo. Denn den nötigen Killerinstinkt haben die Verantwortlichen als einen der gelegentlichen Schwachpunkte der vergangenen Saison ausgemacht.

In der Offensive nicht mehr einplanen können sie indes Martin Hlozek. Der 20-Jährige, der im letzten Jahr von der Red Bull Academy in Salzburg nach Peiting kam, sucht eine neue Herausforderung. Welchem Verein er, der in seiner ersten Saison im Seniorenbereich 31 Scorerpunkte in 29 Spielen verbuchte und dafür die Auszeichnung „Rookie des Jahres“ erhielt, anschließt, ist noch offen.

Buchwieser nach Weiden

Bereits seit geraumer Zeit stand fest, dass die Peitinger auch vom langjährigen Coach Sebastian Buchwieser Abschied nehmen müssen. Jetzt ist klar, bei welchen Verein der 41-Jährige zukünftig hinter der Bande steht. Buchwieser wechselt zu den Blue Devils Weiden, wo mit Louis Latta und Nick Latta, dessen Transfer aus der DEL am Mittwoch bekannt wurde, sowie dem sportlichen Leiter Ken Latta bereits drei ehemalige ECP-Akteure im Einsatz sind.

„Ich wollte zu einem Verein, wo ich etwas bewegen kann“, begründet der 42-jährige Buchwieser seinen Wechsel. „Weiden ist nun in einem Umbruch und ich denke, dass ich hier an der richtigen Stelle bin.“ Das Ziel seien klar die Playoffs. Das Stadion in Weiden kennt der Lehrer, der sich für das Engagement bei den Oberpfälzern eine berufliche Auszeit nimmt, aus vielen Gastspielen der Peitinger.

Dort stürmte in der Vergangenheit auch Marco Habermann im Trikot der Blue Devils, fortan streift er wieder jenes des ECP über. „Der Habi ist Peitinger, hat hier den Nachwuchs durchlebt“, freut sich Borberg auf den Rückkehrer. „Ein geradliniger und mannschaftsdienlicher Spieler, ein Arbeiter, der auch eine gewisse Körperlichkeit in unser Spiel bringen kann.“

„Kaufbeuren, Düsseldorf, Heilbronn, Kassel, Weiden, ­Duisburg, Halle, Regensburg“, zählt der heute 30-Jährige einige seiner Stationen auf. „Ich bin viel herumgekommen.“ Jetzt geht es zurück zu den Wurzeln. In Peiting habe er sämtliche Nachwuchsstationen durchlaufen, von den Bambini bis zu den Junioren, und mit 17 Jahren sein Oberliga-Debüt gegeben, erinnert sich Habermann, der zuletzt auf neun Tore und fünf Vorlagen in 32 Oberligaspielen kam. „Ich freue mich richtig auf die neue Aufgabe und kann es kaum erwarten, dass es wieder losgeht!“

Oberliga-Schlusspunkt

Derweil befindet sich die laufende Oberligasaison in ihren letzten Zügen: Im Finale zwischen Südmeister Selb und Nord-Vertreter Hannover Scorpions steht es nach der Partie am Dienstag 1:2. Am morgigen Freitag folgt der vierte Vergleich. Drei Siege sind zum Titelgewinn notwendig, zu einem Show-Down käme es am Sonntag in Hannover.

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