Wieder vier Zähler aus zwei Partien

EC Peiting: Sieg über Lindau, Niederlage nach Penaltyschießen gegen Deggendorf

Feuerecker Hechenrieder EC Peiting Eishockey Oberliga
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Nicht nur defensiv war Kapitän Andreas Feuerecker (links) in Lindau gefordert. Er brachte seinen EC Peiting dort auch mit 1:0 in Führung.

Peiting – Vier aus sechs, diese Punktebilanz wird beim EC Peiting langsam Standard. Wie schon eine Woche zuvor gab es durch das 4:2 beim EV Lindau einen Dreier und danach einen weiteren Zähler durch ein Unentschieden in regulärer Spielzeit beim Deggendorfer SC. Für mehr reichte es dort aber nicht, denn die Mannschaft von Trainer Sebastian Buchwieser kehrte mit einer 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen aus Niederbayern zurück.

„Dennoch bin ich nicht unzufrieden“, urteilte Buchwieser danach, wobei sein Team fast die gute Serie der letzten Jahre mit drei Auswärtssiegen in Deggendorf fortgesetzt hätte. Eine Zwei-Tore-Führung im letzten Durchgang brachte der ersatzgeschwächte ECP aber nicht ins Ziel.

Die Gäste starteten sehr engagiert, gerieten aber in Rückstand: Nachdem er eine Chance von Tadas Kumeliauskas abwehrte, musste sich ECP-Goalie Florian Hechenrieder kurz danach Andrew Schembri (5.) geschlagen geben.

In der Folge gestalteten die Peitinger die Partie offen. Große Chancen gab es aber für kein Team. Das änderte sich im zweiten Durchgang, in dem der ECP immer stärker wurde. Aziz Ehliz (22.) ließ einen Alleingang noch ungenutzt, auf Zuspiel von Ty Morris erzielte Thomas Heger (35.) dann aber den verdienten Ausgleich.

Fast mit der zweiten Pausensirene hatte Manuel Bartsch Pech: Sein Schuss landete am Außenpfosten. Etwas besser zielte zu Beginn des Schlussdurchgangs Simon Maier (41.). Nur eine Minute später ließ Max Hüsken (42.) in Überzahl sein erstes Saisontor zum 3:1 folgen.

Der DSC zeigte sich geschockt, erst in den letzten Minuten bedrängten die Hausherren das ECP-Tor. Dass die Gäste dann auch noch zwei Strafzeiten kassierten, erwies sich als fatal. Thomas Greilinger (51.) und Andreas Gawlik (56.) nutzten das Powerplay eiskalt, um noch auszugleichen.

Nach der torlosen Verlängerung musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Beim ECP traf dabei nur Nardo Nagtzaam; für Deggendorf verwandelten dagegen Chase Schaber und Kumeliauskas, so dass der Zusatzpunkt in Niederbayern blieb.

Gutes Spiel in Lindau

In Lindau waren beide Teams zunächst bemüht, keine Fehler zu machen. Erst Mitte des ersten Durchgangs nahm die Partie langsam an Fahrt auf. Beide guten Torleute, Hechenrieder und Islander Lucas Di Berado, ließen sich bei einigen Möglichkeiten jedoch nicht überwinden.

Den Mittelabschnitt begann der ECP in Unterzahl, was Lindau beinahe bestrafte. Hechenrieder parierte die Großchance von Brayden Low (23.).

Danach drehten die Gäste auf. Im Fallen bugsierte Andreas Feuerecker (27.) die Scheibe zum 1:0 ins Tor. Die Freude darüber währte aber nicht lange, da Andreas Farny (29.) einen Distanzschuss zum 1:1 abfälschte. In Überzahl brachte erneut Farny (41.) die Hausherren zu Beginn des Schlussdurchgangs in Führung.

Die Antwort des ECP folgte jedoch auf dem Fuß, da Nagtzaam (44.) nach einer Scheibeneroberung zum 2:2 traf. Nach einer überstandenen Unterzahl durften die Gäste schließlich den Siegtreffer bejubeln, als Nagtzaam (58.) erneut traf.

Die Lindauer nahmen daraufhin ihren Goalie vom Eis. Das brachte aber nichts ein, stattdessen sorgte Ehliz (59.) mit seinem Empty-net-goal für die Entscheidung. „Das war ein gutes Spiel von beiden Teams“, bilanzierte Buchwieser, dessen Truppe am gestrigen Dienstag bei den Starbulls Rosenheim im Einsatz war (nach Redaktionsschluss).

Am Freitag (20 Uhr) folgt für die Peitinger beim HC Landsberg das vierte Auswärtsspiel in Folge.

DEL2: Kein Interesse

Der EC Peiting hat wie schon in den letzten Jahren kein Interesse an der DEL2. Anders sieht das beim Deggendorfer SC, den Eisbären Regensburg, den Starbulls Rosenheim, dem SC Riessersee und dem VER Selb aus. Sie nehmen am Lizenzprüfungsverfahren der DEL2 teil. Aus der Oberliga Nord bringen sich dem Vernehmen nach die Saale Bulls Halle, die Hannover Indians, die Hannover Scorpions sowie der Herner EV in Stellung. Absteiger aus der Oberliga wird es in dieser Saison zwar nicht geben, der Aufstieg in die DEL2 ist jedoch möglich (wir berichteten). Neun Clubs aus dem Norden und Süden trauen sich den Sprung nach oben offenbar zu.

Roland Halmel

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