Keine Pre-Playoffs, anderer Gegner:

EC Peiting startet heute gegen Rosenheim in die Playoffs

Winkler EC Peiting Eishockey Oberliga
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Das letzte Heimspiel gegen Rosenheim ist über ein Jahr her. Damals gewannen Alexander Winkler und Co 4:1. Am Freitag empfängt der ECP die Starbulls zum zweiten Spiel der Serie.

Peiting – Flexibilität ist in den letzten Tagen in der Oberliga Süd gefragt gewesen. Nach dem Corona-bedingten Aus der Blue Devils Weiden noch vor den Pre-Playoffs, was dem EC Peiting den kampflosen Einzug in die Playoffs bescherte, stellten sich dessen Verantwortliche auf die Selber Wölfe als Gegner ein. Denn als Tabellensiebter hätte das Team aus der Marktgemeinde auf den Zweiten treffen sollten. Nachdem wenige Stunden später auch beim Deggendorfer SC das Virus festgestellt wurde, löste sich diese Planung aber in Luft auf. 

In Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf verwies der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) auf die Nachrücker-Regelung, sodass sowohl Memmingen als auch Lindau durch die Hintertür in die Playoffs rutschten. Die Peitinger kletterten somit zudem in der Tabelle eine Position nach oben, was ihnen nun Rosenheim als Viertelfinal-Gegner beschert.

Nach dem Serienauftakt am heutigen Dienstag bei den Starbulls (19.30 Uhr) steht am Freitag (19.30 Uhr) das zweite Playoff-Duell beider Teams in Peiting auf dem Programm.

Am Sonntag (17 Uhr) könnte die Serie dann in Rosenheim bereits zu Ende gehen, sofern eines der beiden Teams dann schon drei Siege auf dem Konto hat. Sollte dies nicht der Fall sein, geht die Best-Of-Five Serie am Dienstag (19.30 Uhr) in Peiting und eventuell auch noch am Gründonnerstag bei den Starbulls weiter.

Die Hauptrunden-Bilanz in dieser Saison zwischen dem ECP und dem vom ehemaligen Peitinger Coach John Sicinski trainierten Rosenheimern ist ausgeglichen. In den zwei Vergleichen, die beide in Rosenheim stattfanden, holte jedes Team je einen Sieg.

Klarer Außenseiter

Die Starbulls, die zuletzt einige angeschlagene Spieler schonten, können fast in Bestbesetzung in das Viertelfinale gehen. Auch beim ECP kehren einige verletzte Akteure zurück. Trotzdem sind die Peitinger klarer Außenseiter, nicht zuletzt weil sie durch die eigene dritte Corona-Zwangspause sowie die flachgefallenen Pre-Playoffs gegen Weiden seit einem Monat kein Spiel mehr bestritten.

Denn durch die beiden Corona-bedingten Ausscheiden der Weidener und Deggendorf wurde der schon in der Hauptrunde arg lückenhafte Spielplan der Oberliga Süd noch weiter durcheinandergewirbelt. Für beide Mannschaften ist ihre Saison nun vorzeitig vorbei.

Nachdem zum Playoff-Start die erweiterte Teststrategie des Deutschen Eishockey-Bundes und der Oberliga-Clubs angewendet wird, hatten sich auch die Blue Devils Weiden als auch der Deggendorfer SC einer Reihentestung unterziehen müssen. Daraus erwuchs ein turbulenter Freitag: Nachdem am Vormittag das Weidener Ergebnis bekannt wurde, erfolgte am Nachmittag die Nachricht aus Deggendorf. Bei beiden wurden Spieler positiv auf das Corona-Virus getestet.

Frei-Testen ausgeschlossen

Da die Gesundheitsämter sofort eine 14-tägige Quarantäne für die kompletten Mannschaften anordneten und ein sogenanntes Frei-Testen in der nächsten Woche ausschlossen, war die Weidener und Deggendorfer Saison bereits vor dem Start der Playoffs beendet.

„Wir haben uns zu jeder Zeit streng an die Hygienevorschriften und das vom Gesundheitsamt abgesegnete Hygienekonzept gehalten“, erklärte danach DSC-Geschäftsführer Artur Frank, dessen Club am Vormittag noch die Vertragsverlängerung mit dem Trainergespann Chris Heid und Robert Suchomski verkündet hatte. Weil in der Deggendorfer Mannschaft die britische Mutation festgestellt worden war, griffen verschärfte Maßnahmen. „Auch wenn das sehr schmerzlich ist“, so Frank, gelte es, die Entscheidung der Behörden zu akzeptieren.

„Es ist sehr bedauerlich, dass bei den Eingangstestungen zu den Play-offs bei zwei Teams Fälle aufgetreten sind und damit zwei Teilnehmer ausscheiden müssen“, meinte danach DEB-Vizepräsident Marc Hindelang. Andererseits zeige dies auch, dass das Vorgehen „richtig, sinnvoll und absolut notwendig“ sei, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten und den Wettbewerb vor Kettenreaktionen zu schützen. „Wir hoffen, dass es bei diesen Ergebnissen bleibt, wir keine weiteren Fälle ab dem Viertelfinale verzeichnen müssen und die Entscheidungen sportlich auf dem Eis herbeigeführt werden können.“

Alle Playoff-Spiele zwischen dem EC Peiting und den Starbulls Rosenheim werden wie gewohnt auf Sprade TV übertragen. Mehr zum ECP und den Playoffs finden Sie auf den Sonderseiten 12 und 13 unserer morgigen Mittwochsausgabe.

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