Nur ein Spiel am Wochenende, nur ein Zähler

EC Peiting unterliegt Lindau im Penaltyschießen

Habermann EC Peiting Eishockey Oberliga
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Marco Habermann bleibt beim ECP. Der Stürmer verlängerte seinen Vertrag für die kommende Saison.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Peiting – Spiele des EC Peiting gegen den EV Lindau bleiben in dieser Saison Nervenproben. Auch im vierten Aufeinandertreffen ging es eng zu. Mit 5:6 nach Penaltyschießen setzten sich die Islanders durch.

„Lindau ist immer eine harte Nuss“, meinte Anton Saal. „Die Moral war gut. Wir sind immer wieder zurückgekommen“, ergänzte der ECP-Trainer, dessen Truppe dreimal hinten lag. Das erste Mal bereits nach drei Minuten: In Überzahl verwertete Corvin Wucher eine Scheibe, die unglücklich für ECP-Goalie Andreas Magg von der Bande prallte. Die Antwort folgte aber rasch, von der Blauen traf Alexander Winkler (5.). Im Anschluss vergaben die Peitinger eine doppelte Überzahl. Ty Morris, Andi Feuerecker und Simon Maier scheiterten an Schlussmann Mathias Nemec oder verfehlten knapp.

Nach einer Chance von Andreas Farny für die Islanders hatte der ECP auf der anderen Seite Pech, als der Puck auf der Linie des Gästetors liegen blieb. Ein Konter war es dann, den Julian Tischendorf (10.) zum 1:2 vollendete. Noch vor der ersten Pause glich Florian Stauder (17.), der zweimal nachsetzte, aber wieder aus.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs scheiterten Simon Maier, Nardo Nagtzaam und Dominic Krabbat, der sein 600. Oberligaspiel bestritt. Besser machte es Farny (23.), als er den EVL erneut in Führung schoss und wenig später bestrafte Lindaus Topscorer Martin Mairitsch (23.) einen kapitalen Fehler mit dem 2:4. Die Peitinger zeigten sich davon aber nicht beeindruckt. Krabbat (30.) und Morris (33.) zogen nach.

Zu Beginn des Schlussabschnitts vergab Maier zweimal die ECP-Führung. Diese besorgte stattdessen Stauder (42.) per Flachschuss. Danach erarbeiteten sich beide Teams Möglichkeiten. Erfolgreich war davon keine, bis sich Magg doch noch geschlagen geben musste, als Mairitsch (58.) mit dem 5:5 die Verlängerung er­zwang. Dort dominierten die Peitinger, ohne dies in den Sieg umzumünzen. Im Penaltyschießen reichten Treffer Stauders und Nagtzaams nicht, da Lindau dreimal versenkte.

Durch den einen Punkt wuchs dennoch der Vorsprung auf Verfolger Höchstadt, der durch eine 3:5-Heimniederlage gegen Füssen Federn ließ. Am Sonntag war die Saal-Truppe spiel­frei, da Gegner Deggendorf wegen Corona passen musste. Am heutigen Dienstag geht es gleich beim SC Riessersee weiter, am Freitag (19.30 Uhr) kommt der Rivale aus Garmisch-Partenkirchen zum Rückspiel.

Abstieg ausgesetzt

Der Abstieg aus den Oberligen Nord und Süd wird wie schon im Vorjahr ausgesetzt. Das entschied der Deutsche Eishockey-Bund nach Rücksprache mit den beteiligten Clubs und Landesverbänden. Die wichtigsten Gründe dafür sind die bereits jetzt wettbewerbsverzerrten Tabellenbilder und die Gefahren einer weiteren Verschlechterung der ökonomischen Situation mancher Clubs. „Die beiden professionellen Oberligen sind die Grenze zum Amateurbereich. Da greifen andere Mechanismen als zwischen DEL und DEL2. Wir müssen hier sehr behutsam agieren und tragen mit dieser Entscheidung den schwierigen pandemiebedingten Verhältnissen Rechnung“, erklärte DEB-Vizepräsident Marc Hindelang. Die angesetzten Abstiegsrunden entfallen. Der Aufstieg in die DEL2 und in die Oberligen ist dennoch möglich und wird über den festgelegten Playoff-Modus ausgespielt.

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