Torgefahr und Urgesteine

EC Peiting verpflichtet Finnen und bindet langjährige Säulen

Weyrich Arkiomaa EC Peiting Eishockey Oberliga Riessersee
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Ab jetzt Teamkollegen: Eetu-Ville Arkiomaa kommt, Fabian Weyrich bleibt.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Peiting – Die nächsten Personal­entscheidungen beim EC Peiting sind gefallen. Zwei Säulen bleiben dem Oberligisten erhalten, ein Neuzugang lässt aufhorchen: Mit Eetu-Ville Arkiomaa lotste der ECP den zweitbesten Torschützen des SC Riessersee an die Peitnach.  

„Wenn man die Möglichkeit bekommt, so einen Spieler zu verpflichten, muss man zuschlagen“, sagt Anton Saal. Der neue Peitinger Coach war es, der früh davon Wind bekam, dass der 27-jährige Arkiomaa beim SC Riessersee keinen Vertrag mehr bekommen sollte. „Wir haben dann schnell Kontakt aufgenommen und haben uns auch schnell geeinigt“, freut sich Saal, dass der torgefährliche Finne, der in zwei Spielzeiten in Garmisch-Partenkirchen in 81 Oberligaspielen 48 Treffer und 81 Vorlagen sammelte, unterschrieb.

„Ich freue mich total auf diese neue Aufgabe und kann es kaum erwarten, meine neuen Teamkameraden endlich richtig kennen zu lernen“, meint Arkiomaa. „Er ist ein Torjäger und wir sind von seinen Qualitäten überzeugt“, urteilt Saal über den 1,84 Meter großen und 90 Kilo schweren Rechtsschützen.

»Granate, netter Hund«

Bei Erkundigungen, die er einholte, sah sich Saal in seinem Interesse bestätigt: „Ich habe mit vielen Spielern gesprochen, die sagen alle, dass Eetu-Ville eine Granate auf dem Eis und ein netter Hund in der Kabine ist.“ Damit passe er genau ins Anforderungsprofil der Peitinger, die in den letzten Jahren bei der Vergabe ihrer begrenzten Ausländerstellen meist auf die nordamerikanische oder die osteuropäische Karte setzten.

Nur die älteren Fans werden sich an die letzten Finnen im Peitinger Trikot erinnern: Es waren Janne Kaiponen, Sami Lehtonen und Reijo Mikkolainen in der Saison 96/97, damals noch in der 1. Liga.

Für ihn spiele die Nationalität eines Spielers keine Rolle, erklärt Saal. Das gelte auch für den EC Peiting, der zuletzt mit Nardo Nagtzaam einen Holländer verpflichtete, was einige zunächst auch wunderte. „Mir geht es darum, dass der Spieler zu uns passt und uns weiterhilft, bei Eetu-Ville bin ich davon überzeugt.“

Mit der Verpflichtung von Arkiomaa leiten die Peitinger aber auch einen Systemwechsel bei den Kontingentstellen ein, die in der Vergangenheit stets von einem Angreifer und einen Abwehrspieler besetzt waren. „Wir wollen in der kommenden Saison auf zwei ausländische Stürmer setzen, weil wir zuletzt Probleme beim Toreschießen hatten“, berichtet Saal, ohne aber beim zweiten Angreifer konkret zu werden. Durch diese Umstellung mussten sich die Peitinger allerdings von ihrem bisherigen Kontingentspieler in der Abwehr, dem Tschechen Martin Mazanec, trennen.

Zwei langjährige Säulen

Ein anderer Verteidiger bleibt dagegen erhalten: Fabian Weyrich verlängerte seinen Vertrag gleich um zwei Jahre. Mit inzwischen 667 Pflichtspiele für den ECP hat der 31-Jährige das Prädikat „Urgestein“ in Peiting mehr als verdient. Der Dauerbrenner in der Abwehr, der bis auf ein paar Jahre im Nachwuchs des SC Riessersee ausschließlich für seinen Heimatverein aufs Eis ging, machte sein ersten Oberligaspiel für den ECP bereits in der Saison 2006/07. „Fabian hat für unseren Verein wirklich schon alles gesehen und erlebt. Als er verletzt ausfiel, wurde es so richtig offenkundig, wie viel Ruhe er in unser Defensivspiel bringt“, lobt ECP-Sprecher Simon Fritzenschaft den Routinier, der in der kommenden Saison die 700-Spiele Marke angreift.

Jede Menge Erfahrung und darüber hinaus einige Torgefahr bringt auch Simon Maier mit. „Er ist ein Knipser“, lobt sein langjähriger Mitspieler und angehender Trainer Saal: 216 Punkte, davon 105 Treffer, stehen seit 2015 in 226 Spielen im Peitinger Trikot für den Bayersoier mit dem harten Direktschuss zu Buche. 2006 machte er bereits 47 Spiele und 27 Punkte für den ECP. Außerdem spielte er zuvor unter anderem für den SC Riessersee, Schwenningen und Deggendorf. „Eine entscheidende Personalie“, freut sich Saal über die Zusage Maiers, der an beiden Enden des Eises seinen Wert beweist.

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