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ECP-Rückkehrer wird zum Matchwinner

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Von: Roland Halmel

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Simon Maier EC Peiting Eishockey Oberliga
Rückkehrer Simon Maier traf in den beiden Spielen am Wochenende gleich dreifach. © Halmel

Peiting – Mit einigen Umstellungen kehrte der EC Peiting nach der dreiwöchigen Corona-Auszeit in den Oberliga-Spielbetrieb zurück. Da einige Spieler fehlten, setzte Coach Anton Saal auf den Nachwuchs, einen Neuzugang und mit Simon Maier auf einen Rückkehrer. Letzterer avancierte beim 5:4-Heimerfolg nach Verlängerung gegen die Passau Black Hawks gleich zum Matchwinner: Maier traf zweimal und sorgte mit seinem Tor in der Overtime für den wichtigen Zusatzpunkt. Zwei Tage zuvor unterlagen die Peitinger beim ECDC Memmingen mit 2:4. 

„Simon hat den Torriecher. Mit seiner Erfahrung ist er sehr wichtig für uns“, lobte Saal seinen Routinier nach dem hart erkämpften Sieg gegen Passau, bei dem die Peitinger dreimal einen Rückstand aufholen mussten. „Der Kampfgeist war da, aber es fehlt einfach die Konstanz“, meinte Saal zu den schwankenden Leistungen in seinem Team, das aber auch ohne die verletzten oder noch nicht fitten Thomas Heger, Florian Stauder, Daniel Reichert und Marco Habermann auskommen musste. Zudem wurde der angeschlagene Torhüter Florian Hechenrieder geschont.

Die Peitinger erwischten gegen die ebenfalls lange Zeit pausierenden Passauer dennoch einen guten Start. Auf Zuspiel von Nardo Nagtzaam erzielte Dominic Krabbat (3.) das 1:0. Danach plätscherte die Partie allerdings mit eher wenigen Höhepunkten vor sich hin, bis Jonas Franz (8.) per Bauern­trick das 1:1 markierte. Bis zur Drittelpause verzeichneten beide Teams fortan einige gute Chancen, Ty Morris traf unter anderem den Pfosten. Tore fielen aber keine mehr.

Im zweiten Durchgang wurde das Spiel zunehmend zerfahrener. „Das war kein gutes Eishockey“, grummelte Saal, nachdem sein Team durch Daniel Maul (24.) in Rückstand geriet und beim ECP im Anschluss bei einer fünfminütigen Überzahl nichts zusammenlief. 18 Sekunden vor Ablauf der Strafe gelang Lukas Gohlke (35.) aber immerhin der schmeichelhafte Ausgleich.

Die Hoffnung auf eine Wende zum Besseren erfüllte sich danach für Saal nicht. Sein Team geriet im Schlussdurchgang durch Santeri Ovaska (42.) und Passaus Neuzugang Zack Dybowski (53.) zweimal in Rückstand. Maier (48.) und Heffernan (55.), der im Liegen traf, glichen aber aus. In der Verlängerung war es dann erneut Maier, der nach einem Pfostenschuss von Andreas Feuerecker zum 5:4 -Siegtreffer (62.) versenkte.

ECDC einen Schritt voraus

In Memmingen begannen die Peitinger forsch. Heffernan verpasste die Führung knapp. Besser machte es Jaroslav Hafenrichter (6.), der das 1:0 für die Hausherren markierte, die danach immer besser ins Spiel kamen. Der ECP überstand einige brenzlige Situationen, darunter einen Lattentreffer von Donat Peter, unbeschadet. In den letzten Minuten vor der ersten Sirene gelang dann die Befreiung: Auf Zuspiel Nagtzaams glich Maier aus (19.).

Im Mitteldrittel verzeichneten die Memminger die besseren Möglichkeiten, Hechenrieder hielt seinen Kasten aber sauber. Heffernan (27.), Gohlke (37.) und Maxi Söll (38.) vergaben auf der Gegenseite Möglichkeiten.

Zu Beginn des Schlussdrittels ließ Tim Mühlegger knapp (43.) eine weitere gute Gelegenheit der Peitinger aus. Stattdessen nutzten die Hausherren das zweite Überzahlspiel durch Matej Pekr (48.) zum 2:1. Der ECP verpasste danach zweimal den Ausgleich. Das rächte sich, als Peter (55.) erneut im Powerplay das 3:1 erzielte.

Nur 28 Sekunden später landete ein Schlenzer von Söll zum zweiten Peitinger Tor in den Maschen. Zur Wende reichte es aber nicht, weil Pekr (59.) umgehend den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellte und damit auch für die Entscheidung sorgte. „Wir haben die Zweikämpfe gut angenommen, aber wir waren nicht clever genug“, urteilte Saal nach der Niederlage.

Nach der Partie am heutigen Dienstag gegen Deggendorf hätte es am Freitag (20 Uhr) für den ECP beim EV Regensburg weitergehen sollen. Am Dienstagmittag kam aber die Absage, der ECP ist auf Gegnersuche.

Oberligisten legen nach

Derweil rüstet die Konkurrenz auf: Denn nicht nur der ECP war am Transfermarkt mit den Verpflichtungen von Lukas Motloch und Shane Heffernan (wir berichteten) aktiv. Auch die anderen Oberligisten füllten vor dem Ende der Transferperiode am 31. Januar ihre Kader. Der EV Lindau holte den seit Anfang Januar vertragsfreien Nolan Redler. Der 25-jährige US-Amerikaner stürmte zuletzt für Neuwied in der Regionalliga West. Mit dem Finnen Jere Laaksonen und dem Österreicher Martin Mairitsch wird er sich nun einen Kampf um die beiden Kontingentplätze im Team liefern. Auch die Passau Black Hawks gehen in den Endspurt der Hauptrunde mit drei Ausländern: Sie verpflichteten Dybowski, den der ECP ja schon kennenlernen durfte, und reagierten damit auf die Verletzung von Jeff Smith. Der 25-jährige Verteidiger spielte zuletzt für die Wilfrid Laurier University. Die dritte Ausländerposition bei den Passauern besetzt weiterhin der Däne Anders Poulsen.

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