1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Weilheim-Schongau

Ein Peißenberger bei den Olympischen Spielen in Peking

Erstellt:

Von: Roland Halmel

Kommentare

Dominik Bittner
Dominik Bittner ist bei den Olympischen Spielen in Peking mit dabei. © DEB

Peißenberg – Im letzten Jahr Weltmeisterschaft, in diesem Jahr Olympia. Bei Eishockey-Profi Dominik Bittner läuft es.

Erst in der vergangenen Woche gab Bundestrainer Toni Söderholm seinen 25-köpfigen Kader bekannt. Zu dem Team aus drei Torhütern, acht Verteidigern und 14 Stürmern gehört auch der 29-jährige Peißenberger, der sich danach vor Glückwünschen kaum retten konnte. „Es ist sehr viel los“, meinte Bittner, nachdem sein Handy nach der Nominierung nicht mehr still stand.

„Es freut mich brutal. Olympia war ein Ziel, auf das ich seit Jahren hingearbeitet habe“, sagt der Verteidiger der Wolfsburg Grizzlies. Wobei ein Start unter den fünf olympischen Ringen schon lange Zeit in Bittners Kopf herumgeisterte. „Das war für mich eigentlich schon immer ein Ansporn, es irgendwann mal zu Olympia zu schaffen“, ging für Bittner jetzt ein Traum in Erfüllung. Die aktuellen Umstände mit den pandemiebedingten Einschränkungen hätte er sich zwar gerne erspart. „Ich nehme sie aber in Kauf“, macht der Peißenberger deutlich, dass ihn die eventuell nötige Isolation, das ständige Testen oder auch die Ansteckungsgefahr vor Ort zu keiner Zeit davon abgehalten hätte, nicht nach China mitzureisen. „Für mich war immer klar, wenn ich diese Möglichkeit bekomme, werde ich das auch voll durchziehen“, erklärt Bittner mit voller Überzeugung.

Am Montag ging es für ihn nach den letzten DEL-Spielen mit den Wolfsburgern zur Nationalmannschaft, die am Mittwoch den Flieger in Richtung Peking bestiegen hat. „Wir haben uns da als Mannschaft einiges vorgenommen“, wollen Bittner und die DEB-Auswahl bei der Medaillenvergabe ein Wort mitreden. „Schließlich haben wir bei den letzten Turnieren gezeigt, was wir drauf haben. Wir haben eine gute WM und Deutschland-Cup gespielt“, erinnert der Peißenberger an die zuletzt starken Leistungen der Deutschen Mannschaft, die bei den letzten Olympischen Spielen in Pyeongchang den großen Gold-Coup knapp verpassten, aber dennoch mit einer hervorragenden Silbermedaille im Gepäck die Heimreise antreten konnten. „Damals waren wie jetzt auch keine NHL-Spieler dabei“, sieht Bittner das DEB-Team auf Augenhöhe mit der internationalen Konkurrenz. „Wir gehen mit viel Selbstbewusstsein in das Turnier“, unterstreicht der Peißenberger die Ambitionen.

Gleichzeitig hofft er, dass in China alles reibungslos abläuft. „Und wir wollen auch etwas vom olympischen Gefühl spüren, auch wenn es vor Ort keine Fans geben wird“, sagt Bittner, der sich besonders darauf freut, mit den deutschen Sportlern mitzufiebern. „Es geht um das Team Deutschland und da wollen wir uns alle gegenseitig unterstützen“, so Bittner abschließend.

Bilder, Videos und aktuelle Ereignisse aus Ihrer Heimat: Besuchen Sie den Kreisboten Weilheim-Schongau auch auf Facebook.

Auch interessant

Kommentare