Der Playoff-Wahnsinn geht weiter: Peiting wirft Hannover raus – 1 850 Zuschauer bei 3:2-Heimsieg

ECP im Halbfinale

+
Bei der Ehrenrunde holten sich die Peitinger ihren verdienten Applaus von den Fans ab.

Peiting – Der Playoff-Wahnsinn beim EC Peiting geht weiter. Zum ersten Mal seit sieben Jahren erreichte der ECP das Halbfinale. Möglich machte dies ein 3:2-Sieg in der Serie gegen die Hannover Indians.

Im vierten Spiel gegen die Niedersachsen setzten sich die Mannen von Trainer John Sicinski vor heimischer Kulisse mit 3:2 durch. Zusammen mit dem Sieg in gleicher Höhe zwei Tage zuvor in Hannover und mit dem 4:1-Heimerfolg am Gründonnerstag reichte das dem ECP zum Weiterkommen. Am Freitag wartet nun die Reise zu den Tilburg Trappers oder dem EV Regensburg auf die Peitinger. Am Sonntag um 18 Uhr folgt dann beim ECP das erste Heimspiel in der Halbfinalserie.

„Ich bin wahnsinnig stolz auf die Truppe. Sie haben bis zum Schluss alles gegeben“, strahlte Sicinski nach dem 3:2-Sieg im vierten Duell gegen die Indians. Gleichzeitig lobte er aber auch die Niedersachsen. „Sie haben ein Top-Team. Sie haben uns alles abverlangt“, ergänzte Sicinski. Vor der Rekordkulisse von fast 1 850 Zuschauern gab seine Mannschaft von Beginn an Vollgas. Hannover kam dagegen kaum zu Chancen. Mit einem platzierten Schuss erzielte Brad Miller (12.) auch die verdiente Führung der Hausherren. Kurz vor der ersten Pause musste der ECP aber den Ausgleich wegstecken, da Brad McGowan in Überzahl zum 1:1 (18.) abstaubte. Von dem Tor ließen sich die Peitinger aber nicht aus der Ruhe bringen. Im Mittelabschnitt dominierten sie klar das Geschehen. Nur schafften sie es nicht, aus einer Vielzahl von Möglichkeiten ein Tor zu machen. Das hätte sich fast gerächt, da die Gäste durch Andre Gerartz (37.) und McGowan (38.) kurz vor der zweiten Pause zu zwei Großchancen kamen.

Erst im Schlussdrittel platzte der Knoten bei den Hausherren. Florian Stauder (44.) hämmerte die Scheibe zum 2:1 genau in den Winkel. Gleich danach traf Lukas Gohlke zum 3:1 (45.). Oliver Duris (50.) brachte die Indians danach wieder heran. Im Anschluss waren die Peitinger am vierten Treffer aber näher, als die Gäste am Ausgleich. Letztlich brachte der ECP aber den Ein-Tor-Vorsprung ins Ziel, um danach ausgelassen den Halb- finaleinzug zu bejubeln.

Dazu bedurfte es aber eines Auswärtssiegs und den holten sich die Peitinger am Ostersamstag. Ausschlaggebend dafür war die Anreise der Oberbayern bereits am Freitag. „Das war sehr professionell“, lobte Sicinski die ECP-Verantwortlichen, die dies mittels Sponsoren möglich machten. Dadurch gingen die Peitinger wesentlich ausgeruhter in die Partie als zuvor beim ersten Auswärtsspiel in Hannover, das entsprechend mit 1:4 verloren ging.

Beim zweiten Duell an der Leine sorgte der ECP gleich für viel Druck. Der machte sich aber erst kurz vor Ende des ersten Durchgangs durch das 1:0 von Ben Warda (20.) bezahlt. Zu Beginn des zweiten Drittels brannten die Gäste dann ein Feuerwerk ab. Miller (21.) und Anton Saal (22.) brauchten nur zwei Minuten, um auf 3:0 zu erhöhen. Danach lag mehrfach die Möglichkeit zum vierten Tor in der Luft. Es wollte aber nicht fallen. Stattdessen kamen die Gastgeber durch McGowan (35.) wieder heran. „Da waren wir aber auch selbst schuld, denn wir sind etwas vom Gas gegangen“, monierte Sicinski, nachdem Frederik Gradl (45.) auch noch den Anschlusstreffer erzielte und das Spiel so wieder richtig spannend machte. Danach drängten die Norddeutschen auf den Ausgleich. Der ECP verteidigte die kleine Führung aber bis zum Schluss.

Die erste Heimpartie blieb lange Zeit hart umkämpft. Im ersten Drittel, das letztlich torlos blieb, ließen die Peitinger drei Überzahlspiele ohne Erfolg verstreichen. Im Mittelabschnitt häuften sich die Chancen auf beiden Seiten. Erst kurz vor der zweiten Pause nutzten die Gäste ein Powerplay zum 0:1 durch Oliver Duris (38.). Kurz danach kassierte Florian Stauder eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Die fünfminütige Unterzahl überstand der ECP jedoch unbeschadet und das gab den Hausherren Auftrieb. Miller (46.) markierte in Überzahl das 1:1. Ein Doppelschlag von Ty Morris (53.) Und Anton Radu (53.) brachte die Peitinger danach auf die Siegerstraße. Anton Saal (59.) macht den Sieg mit seinem Empy-Net-Treffer dann endgültig perfekt.

von Roland Halmel

Auch interessant

Meistgelesen

Abteilung zum "Sportler des Jahres" gekürt
Abteilung zum "Sportler des Jahres" gekürt
Ein Großteil bleibt
Ein Großteil bleibt
Saisonabschluss ohne Druck
Saisonabschluss ohne Druck

Kommentare