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Hallen sollen geschlossen bleiben

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Die Lechsporthalle in Schongau ist derzeit – wie in vielen Orten im Landkreis – für den Sport geschlossen. © Halmel

Landkreis – Viele Hallensportler scharrten in den letzten Tagen schon mit den Hufen, da sie hofften nach den vom bayerischen Innen- und dem Gesundheitsministerium angekündigten Lockerungen zum 8. Juni wieder ihren Sport ausüben zu können. Das wird in einigen Orten im Landkreis jedoch nichts werden. Die landkreiseigenen und auch die meisten anderen Hallen sollen bis Ende August geschlossen bleiben.

Das wurde bei einer Runde im Landratsamt mit den Bürgermeistern der fünf größten Landkreisgemeinden (Weilheim, Penzberg, Schongau, Peißenberg und Peiting) abgesprochen. Hintergrund ist laut Landkreiskämmerer Norbert Merk unter anderem, dass viele Hallen noch bis zu den Ferien von den Schulen anderweitig genutzt werden. Danach stehen die Generalreinigung und Revisionsarbeiten an, die auch einige Zeit in Anspruch nehmen werden.

„Alles in allem wären die Hallen bis September also nur für zwei oder drei Wochen für Sportler nutzbar“, erklärte Merk. Zudem müssten für die Hallennutzung Hygienekonzepte erarbeitet werden, deren Umsetzung nicht immer einfach ist. Beim TSV Weilheim wird die Vorgabe zähneknirschend akzeptiert. „Die Hallenschließung macht uns zwar nicht glücklich, aber es ist auch schwierig, dafür zu garantieren, dass die umfassenden Regeln von allen eingehalten werden. Wir haben für alle Abteilungen deshalb Möglichkeiten für Training im Freien geschaffen“, erklärte TSV-Präsident Dieter Pausch.

In Peiting wird ebenfalls verstärkt draußen trainiert. Notfalls können die TSV-Abteilungen auch in die Eishalle. Vorerst bleiben die anderen Sporthallen in Peiting geschlossen. „Es wird aber noch einmal ein Gespräch mit dem Bürgermeister geben“, meinte TSV-Vorstand Günther Neureuther.

Viel Gesprächsbedarf sieht auch Stefan Rießenberger, der Chef des TSV Peißenberg. Der will die Schließung nicht einfach akzeptieren. „Wir sind den Mitgliedern gegenüber verpflichtet, Möglichkeiten zum Sport zu bieten“, sagt der TSV-Präsident. Die Peißenberger erstellten ein umfangreiches Hygienekonzept, das sie dem Gesundheits­amt vorlegen wollen. Bürgermeister Frank Zellner unterstützt das Anliegen des TSV. Für die gemeindeeigene Halle in St. Johann und in Wörth signalisierte er die Bereitschaft eine Nutzung zu ermöglichen. „Im Rahmen des Zulässigen“, so Zellner.

Ähnliches ist auch in Schongau angedacht. „Wir bemühen uns die städtischen Sporthallen schnellstmöglich zu öffnen“, sagt Rathauschef Falk Sluyterman. „Für uns ist es unwahrscheinlich wichtig, dass wieder trainiert werden darf. Mir stehen die Abteilungen auf den Füßen“, sieht Ralf Konstantin, der Vorsitzende des TSV Schongau dringenden Handlungsbedarf. In Schongau wird in den vereinseigenen Hallen, dem Eisstadion und dem Fitnessraum, schon wieder trainiert. Vielleicht demnächst, wie schon in einigen kleineren Orten wie beispielsweise in Iffeldorf, dann auch wieder in den anderen Hallen.

Roland Halmel

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