Teilnehmerfeld weiter unklar

EC Peiting künftig mit Oberliga-Auswärtsfahrten nach Österreich?

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Auf wen treffen Martin Mazanec und der EC Peiting in der kommenden Saison der Oberliga-Süd? Sogar ein österreichisches Team hat sich ins Gespräch gebracht.

Peiting – Die Insolvenz ist eröffnet und damit ist der ERC Sonthofen für die Oberliga Süd Geschichte. Die Allgäuer wollen in der Bayernliga antreten, was nach Stand der Dinge auch gut möglich ist. Mit dem Abschied der Bulls schrumpft die Oberliga Süd inklusive des EC Peiting aber auf elf Clubs.

„Jede Mannschaft weniger ist schlecht für die Liga“, betont Pana Christakakis, Geschäftsführer des SC Riessersee. Die Hoffnung der Oberligisten geht in Richtung Bayernliga. Die drei möglichen Nachrücker-Kandidaten aus Miesbach, Passau und Landsberg stehen einem Aufstieg aber eher kritisch gegenüber. Sie befürchten, sich finanziell zu übernehmen. Sorgen, die durch die Corona-Krise noch größer geworden sind, weil das Sponsorenaufkommen angesichts der wirtschaftlichen Lage mit großen Fragezeichen versehen ist.

Eine weitere Variante, wie die Oberliga Süd auf zwölf Teams kommen könnte, brachte der Manager eines österreichischen Klubs ins Spiel: Michael Lampert dachte laut nach, ob sich seine VEU Feldkirch, analog zu den Tilburg Trappers in der Oberliga Nord, nicht für einen Platz bewerben sollte.

„Das sind alles Gerüchte. Es ist momentan so, dass wir nur elf Mannschaften sind“, meint Thomas Zeck, Vorstand des EC Peiting. „Die Bayernliga plant mit 18 Mannschaften. Derzeit wird verhandelt, welche Teams noch Interesse hätten, Oberliga zu spielen, aber das ist momentan eher ein Lesen in der Glaskugel, weil man einfach die Entwicklungen der nächsten Wochen abwarten muss.“ Diese Ungewissheit macht auch die Sponsorengewinnung komplizierter, wie Zeck einräumt.

„Wir hoffen natürlich, dass uns unsere Partner weiter treu bleiben und wir einen soliden Haushalt aufstellen können. Wir werden weiter versuchen, mit unserer Arbeit zu überzeugen, auch wenn jetzt gerade natürlich nicht viel passieren kann.“ Es sei absehbar, dass alle Clubs weniger Budget zur Verfügung haben werden. „Manche trifft es mehr, manche weniger. Es bleibt einfach zu hoffen, dass alle vernünftig agieren, gut planen für die nächste Spielzeit und beispielsweise den Bogen bei Spielergehältern nicht überspannen.“ Ein Negativbeispiel dafür ist eben Sonthofen, das sich von der Oberliga-Karte verabschieden musste.hal

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