Zum Klassenerhalt gezittert

SC Forst bleibt trotz nachlassender Kaderqualität in der Landesliga

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Sebastian Grundner gehörte neben Anton Rauh und Manuel Weninger, zu den torgefährlichsten Forster Stürmern in der abgelaufenen Saison.

Forst – Mit dem Abstiegskampf in der Landesliga ist der SC Forst schon seit Jahren vertraut. Auch in der abgelaufenen Spielzeit mussten die Nature Boyz bis zum letzten Spiel beim TSV Farchant, das hauchdünn mit 6:5 gewonnen wurde, zittern bis der Klassenerhalt unter Dach und Fach war.

„Das war ein richtig hartes Spiel, da hat uns Farchant wirklich nichts geschenkt“, zeigte sich SCF-Eishockeychef Lorenz Barfüßer nach dem spannenden Match erleichtert. Die Mannschaft habe danach gefeiert, als hätten sie den Aufstieg geschafft. „Der Abschluss war okay, die Saison weniger“, bilanzierte der SCF-Eishockeychef.

Die Forster starteten schon mit schwierigen Umständen in die Spielzeit, weil erfahrene Kräfte wie Martin Burger oder Daniel Ebentheuer aufhörten und es als Ersatz fast ausschließlich junge und unerfahrene Spieler gab. „Die Qualität im Kader war nicht so da“, räumte Barfüßer ein.

Als weiteres Problem gesellte sich schnell die Ausfallquote dazu. „Wir hatten extremes Verletzungspech“, meinte Barfüßer, nachdem das SCF-Lazarett die ganze Saison über gut gefüllt war. „Ich hatte meist nur acht bis neun Leute im Training, da ist es schwer taktische Geschichten einzuüben“, erklärte Coach Stefan Roth nach seiner Premiere als Trainer im Erwachsenenbereich. „Ich habe einiges gelernt, wobei mir es die Mannschaft aber auch leicht machte“, lobte Roth die gute Zusammenarbeit und den Teamgeist bei den Nature Boyz.

Nach diesem Lehrjahr wird der 39-Jährige den SC Forst aber schon wieder verlassen. Roth wechselt im Anschluss zum Ligakonkurrenten ESV Burgau. „Dort gibt es andere Möglichkeiten. Das Ziel der Burgauer ist das Erreichen der Meisterrunde“, nennt Roth

sportliche Gründe für seinen Wechsel.

„Wir brauchen jetzt als erstes einen Trainer“, sieht Barfüßer die Hauptaufgabe für die nächsten Wochen. „Wenigstens haben wir in Sachen Ligazugehörigkeit Planungssicherheit“, ist er erleichtert, dass bei den Forstern im Gegensatz zu vielen anderen Clubs, die die Saison nicht zu Ende spielen konnten, klar ist, dass sie wieder in der Landesliga antreten werden. „Dieses abrupte Saison-Aus bei allen macht es natürlich nicht einfach bei der Spielersuche, da plötzlich jeder Verein mit der Kaderzusammenstellung beginnt und wir am Ende der Nahrungskette stehen“, erwartet Barfüßer durchaus Schwierigkeiten geeignetes Personal zu finden. „Die Stimmung im Team war aber immer gut, deshalb bin ich zuversichtlich, dass es eine bessere Saison geben wird“, meint Barfüßer abschließend.

Von Roland Halmel

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