Neues Einteilungsmodell

Fußballnachwuchs im Kreis Zugspitz tritt in Meldeligen an

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Der Fußball-Nachwuchs im Kreis Zugspitze tritt in der kommenden Saison in sogenannten Meldeligen an.

Landkreis – Die Beteiligung der Vereine an den Entscheidungen im Fußball wird in diesem Jahr weiterhin großgeschrieben. Nach der Online-Abstimmung über die Saisonfortsetzung bei den Erwachsenen gab es jetzt auch eine Abstimmung, wie es im Nachwuchs im Kreis Zugspitz weiter gehen soll. Eine Petition für den Abbruch der Saison, die ein Verein initiiert hatte, hat indes die Marke von 10.000 Stimmen deutlich verfehlt.

Die Frage, die der Bayerische Fußball-Verband (BFV) stellte, lautete: „Soll es im Jugendbereich ab der kommenden Saison eine sogenannte Meldeliga geben?“ Das Ergebnis war eindeutig. „Von den Vereinen, die sich zur Abstimmung gemeldet haben, waren 91 Prozent für den Vorschlag“, erklärte Martin Kölbl, der Jugendleiter im Kreis Zugspitz. Bei einer Beteiligung von rund zwei Drittel aller Vereine war ein großes Interesse an der Abstimmung festzustellen.

„Meldeliga“ bedeutet, dass die Vereine nun in den untersten Nachwuchsligen (Kreisliga, Kreisklasse, Gruppe – sowie bei den D-Junioren die A-Klasse) selbst die Möglichkeit haben, zu sagen, in welcher Liga die Mannschaften in der kommenden Saison antreten. „Wir werden dabei aber die Bewerbung der Vereine prüfen und schauen, was sie in den vergangenen zwei Jahren geleistet haben“, sagt Kölbl.

Die Gründe für dieses Modell liegen für ihn auf der Hand. „Bisher konnte ein guter Jahrgang eines Vereins, wenn er in die nächsthöhere Altersklasse aufgestiegen ist, seinen sportlichen Aufstieg nicht mitnehmen“, sagt der Jugendleiter. „Sie befinden sich dann nicht in der Liga, die sie sich erspielt haben.“ Das soll durch das Modell der Meldeliga verhindert werden.

Die Clubs hätten dadurch mehr Verantwortung. Mit dem Modell gebe es bereits positive Erfahrungen. „Im Kreis Donau/Isar haben sie das schon seit drei Jahren und dort hat es sich bewährt“, erklärt Kölbl.

Petition verfehlt Ziel

Am 1. Juli endete indes die Stimmensammlung der Petition des FC Stein, die den Abbruch der Fußball-Saison in Bayern forderte. Dabei verpassten die Initiatoren ihr Ziel von 10.000 Stimmen letztlich klar. Genau 8.946 Unterstützer votierten für die Online-Petition. Im Landkreis Weilheim-Schongau gab es nur 60 Unterstützer. „Klar registriert man diese Petition. Allerdings gab es eine Entscheidung des Bayerischen Fußball-Verbands, der eine klare Mehrheit der Vereine in einer Abstimmung zugestimmt hat, und die steht“, erklärte Kreisspielleiter Heinz Eckl.

hal

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