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Grandioser Europacup-Erfolg für Peitings Stocksportler

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Von: Roland Halmel

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Martin Baumgartner und sein Team spielten groß auf. © Halmel

Peiting – Auf dem „Like-Ice“-Belag, auf dem sie im Sommer ihre Partien bestreiten, haben Peitings Stocksportler unzweifelhaft einen Heimvorteil. Dass sie den Umgang mit dem Eisstock auch auf anderen Untergrund beherrschen, zeigten die TSV-Herren beim Europacup der Vereinsmannschaften aus acht Ländern. Alexander Vöst, Christopher Schwaiger, Mathias Adler, Thomas und Martin Baumgartner wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und landeten unter 17 starken Mannschaften, die trotz schwierigen Umstände den Weg in die Eishalle der Marktgemeinde gefunden hatten, auf dem zweiten Platz. 

Als grandiosen Erfolg ordnete Weltverbandschef Christian Lindner das Peitinger Abschneiden ein. „Der Europa Cup hat bei uns den Stellenwert wie die Champions League im Fußball.“ Schluss war erst im Finale, das der ESV Rottendorf/Seiwald aus Österreich mit 9:27 gewann.

Dass die Peitinger das Endspiel überhaupt erreichten, lag im Halbfinale lange Zeit in weiter Ferne. Gegen den EC Gerabach kam das TSV-Quartett schwer ins Spiel. Die Niederbayern spielten in der Anfangsphase sehr sauber, leisteten sich keine Fehler, so dass der Rückstand der Gastgeber wuchs. Beim 8:18 schienen die Felle in der auf zwölf Kehren angesetzten Partie bereits davonzuschwimmen. „Wir stellten die Taktik um und spielten etwas defensiver“, erklärte Peitings Vöst. Das zeigte Wirkung. Letztlich hatte sein Team mit 34:31 die Nase vorn. Gerabach hielt sich im Anschluss im kleinen Finale gegen den EC Saßbach/D mit einem 30:6 Erfolg schadlos.

Für die Peitinger hatte das zweitägige Turnier mit Mannschaften aus Österreich, Italien, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Litauen, Finnland und Tschechien vielversprechend begonnen. Aus Gruppe A mit neun Mannschaften gingen sie mit 13:3 Punkten gleichauf mit Gerabach als Erster hervor. Als Gruppenerste waren sie für die Auslosung der K.O.-Runde gesetzt, um direkte Duelle mit dem anderen Gruppensieger Saßbach zu vermeiden.

Im Achtelfinale schalteten die Peitinger die Südtiroler vom ASV Seiseralpe mit 32:16 aus. Sehr eng ging es danach im Viertelfinale zu, bei dem sich das TSV-Quartett vom ESV HLS Jimmy Wien 23:23 trennte. Aufgrund der besseren Platzierung in der Vorrunde, das Team aus der Österreichischen Hauptstadt war Vierter in der Peitinger Gruppe, zogen die Gastgeber ins spannende Halbfinale ein, das sie letztlich für sich entschieden. Den Turniersieg der Lokal­matadoren verhinderte dann aber Rottendorf. Alexander Vöst erkannte an: „Rottendorf hat unglaublich konstant gespielt.“

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