Handball Damen: Peißenberger und Oberhausener verlieren, Murnau fühlt sich betrogen

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Lucia Ferchl (links) und die Peißenberger Damen mussten sich gegen Eichenau geschlagen geben.

Peißenberg - In der Heimpartie gegen den Eichenauer SV mussten die ersatzgeschwächten Peißenbergerinnen eine 28:33 (17:17)-Niederlage hinnehmen, mit der sie weiterhin im Keller der Bezirksoberliga festsitzen. Für die Handballerinnen aus Oberhausen lief es nicht viel besser. Auch sie kassierten bei der jüngsten Partie eine Niederlage.

„Das Spiel haben wir in der Abwehr verloren“, urteilte Trainer Christian Führer. In den ersten Minuten gestalteten die Peißenbergerinnen die flotte Partie ausgeglichen. Nach dem 4:4 (6.) bekamen die Gäste langsam Oberwasser. „Wir hatten Probleme mit dem Kreisläufer, den bekamen wir nicht in den Griff“, räumte Führer ein, nachdem sich die ESV-Damen mit vier Toren absetzten. Rückkehrerin Eva Baumhauer brachte die Peißenberger Frauen in der Folge aber wieder auf Schlagdistanz heran. Beim 14:14 (27.) durch einen Doppelschlag von Steffi Führmann war die Partie erneut offen.

Nach der Pause blieb die Partie umkämpft. Eichenau legte mehrfach vor. Peißenberg glich bis zum 23:23 (44.) immer wieder aus. Danach häuften sich bei den Gastgeberinnen aber die Ballverluste. Das bestraften die ESV-Damen, die sich im Abschluss als überaus konsequent erwiesen, mit fünf Toren in Folge. Diesem Rückstand rannten die TSV-Frauen, denen in der Schlussphase langsam die Kraft ausging, bis zur Sirene vergeblich hinterher. Die Peißenbergerinnen sind jetzt am heutigen Samstag um 18.30 Uhr zuhause gegen den Zweiten aus Weßling gefordert.

Oberhausen

Einen harten Kampf lieferten die Oberhausener Handball-Damen dem SC Weßling. Letztlich musste sich der Aufsteiger dem Tabellenzweiten aber mit 22:25 (11:9) geschlagen geben. „Wir haben aber gezeigt, dass wir sehr wohl gegen Gegner aus dem oberen Drittel bestehen können“, war BSC-Teamsprecherin Alexandra Vincenzi mit der Leistung der dezimierten Truppe, die neben ihrer besten Torschützin Susi Feldl auch noch auf drei weitere Stammkräfte verzichten musste, durchaus zufrieden.

In der ersten Hälfte ging es munter hin und her. Die Führung wechselte mehrfach. Zunächst lagen die BSC-Damen mit zwei und danach die Gäste mit drei Toren in Front. Mit einem starken Schlussspurt vor der Pause, bei der Elisabeth Vincenzi mit drei Treffern innerhalb von zwei Minuten herausragte, zogen die Gastgeberinnen aber wieder vorbei. „Leider konnten wir den Schwung aus der ersten Hälfte nach der Pause nicht mehr so auf die Platte bringen“, gestand die BSC-Teamsprecherin, nachdem sich die Fehler und Schwächen in der Abwehr häuften und dadurch die Führung schnell verloren ging.

Bis zum 15:15 (41.) lagen beide Teams noch gleich auf. „Dann war irgendwie komplett der Wurm drin“, meinte Vincenzi zu den vielen leichtfertig vergebenen Bällen und den zunehmenden Problemen im Abschluss. Weßling bekam so immer mehr Oberwasser. Die Gäste setzten sich Tor um Tor ab, bis beim 17:24 (53.) die Vorentscheidung gefallen war. Die Oberhausenerinnen mobilisierten in den letzten Minuten zwar nochmals alle Reserven, näher als zwei Tore kamen sie an die SCW-Damen aber nicht mehr heran. Bereits am heutigen Samstagabend um 20 Uhr geht es für die BSC-Frauen mit einem Heimspiel gegen den TSV Mindelheim weiter.

Murnau

Möglicherweise ein Nachspiel hat der Auftritt der Murnauer Handball-Damen bei der HSG Isar-Loisach. Das 21:21 (10:9), das am Ende auf dem Spielbericht notiert wurde, hat vielleicht keinen Bestand. Hintergrund ist der Protest, den die TSV-Frauen gegen das Resultat einlegten, weil sie sich um den Sieg gebracht fühlen. Auslöser war ein technischer Defekt der Anzeigentafel. Die Murnauerinnen lagen zu dem Zeitpunkt mit 16:14 in Front. Barbara Schlögel erzielte einen weiteren Treffer, der vom Kampfgericht nachdem die Anzeigetafel wieder funktionierte, aber nicht angezeigt wurde. Weil die Schiedsrichter, im Gegensatz zur üblichen Gepflogenheit selbst das Ergebnis mit zu notieren, nicht mitschrieben, blieb es bei dem Zwei-Tore Vorsprung der Murnauer Damen, die in den letzten Minuten ständig in Front lagen, dann aber noch 14 Sekunden vor der Sirene den Ausgleichstreffer hinnehmen mussten.

„So etwas habe ich noch nie erlebt“, ärgerte sich TSV-Trainerin Krisztina Csajkovits danach über das Schiedsrichtergespann und die Gastgeber. Mit der Leistung ihres Teams war sie dagegen einverstanden. „Gerade in der Abwehr haben wir eine echt tolle Begegnung abgeliefert“, urteilte Csajkovits, die jetzt auf einen Sieg am grünen Tisch hofft. Im Raum steht aber auch eine eventuelle Neuansetzung der Partie. Sicher ist indes, dass die Murnauerinnen am morgigen Sonntag um 14 Uhr beim TSV Landsberg im Einsatz sind. Bereits heute Abend um 19.30 Uhr spielen die Murnauer Herren das Derby beim TSV Partenkirchen.

Von Roland Halmel

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