Frage der Konzentration

Schongaus Handballerinnen stehen vor Pflichtaufgabe

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Tanja Rösner (links) steuerte zwei Siebenmetertreffer zum Schongauer Sieg bei.

Schongau – Die Serie von knappen Siegen geht für Schongaus Handball-Damen weiter. Bei der SG Kempten-Kottern reichte wie in der Woche davor gegen Immenstadt ein einziges Tor Vorsprung. Mit dem 25:24-Auswärtserfolg (13:12) übernahmen die Lechstädterinnen für einen Tag die Tabellenspitze, ehe sie wieder auf Platz zwei rutschten. Verbessert zeigten sich indes die Männer; die erhoffte heilsame Wirkung aus der ersten Saisonniederlage in der Vorwoche bei Mindelheim 2 trat ein. Im Heimspiel gegen den TSV Pfronten lieferte der Tabellenführer der Bezirksklasse West eine konzentrierte Leistung ab, die mit einem klaren 27:14 (14:7) belohnt wurde.

„Bei uns lief leider nicht alles rund“, hätte sich Schongaus Teamsprecherin Nina Mayr eine weitere nervenaufreibende Partie gerne erspart. Schon die Anfangsphase zeigte aber, dass es gegen den Tabellensechsten kein Selbstläufer werden würde. „Wir begannen sehr nervös mit vielen technischen Fehlern.“

Fünf Minuten dauerte es, ehe die TSV-Damen erstmals trafen. Erst nach dem 2:5 (8.) ging ein Ruck durchs Gastteam. „Danach gelangen uns einige Ballgewinne und einige schön herausgespielte Tore“, schildert Mayr eine stärkere Phase, die die Führung brachte, die auch bis zum Seitenwechsel hielt.

Nach der Pause setzte sich die umkämpfte und ausgeglichene Partie fort, die von einer Flut von Strafwürfen begleitet wurde – am Ende gab es auch beiden Seiten neun. Die Gäste machten sich indessen mit Fang- und Passfehlern weiterhin das Leben schwer. Dennoch verteidigten sie mit einer kurzen Ausnahme eine knappe Führung. Auch eine doppelte Unterzahl überstand Schongau nahezu schadlos.

Eine Strafzeit gegen die Gastgeberinnen wussten die TSV-Damen dagegen geschickt zu nutzen: Mit einem Doppelschlag zogen sie auf 25:21 (59.) davon. Ganz entschieden war die Partie damit aber nicht. In den verbleibenden 119 Sekunden agierte der TSV zu hektisch, wodurch mehrere Bälle verloren gingen. Die Allgäuerinnen kamen noch auf ein Tor heran. Der Anschluss fiel aber zu spät, um den Schongauerinnen den hart erkämpften Sieg noch streitig zu machen. „Bemerkenswert war einmal mehr die Ausgeglichenheit bei den Toren“, urteilte Mayr, nachdem sich bis auf eine Spielerin alle in die Torschützenliste eintrugen.

Am morgigen Sonntag (16 Uhr, Lechsporthalle) erwartet die TSV-Damen daheim gegen die SG Biessenhofen-Marktoberdorf 2 eine Pflichtaufgabe.

Klare Angelegenheit

Nicht lange darunter gelitten, dass ihr Nimbus der Unbesiegbarkeit seit der Vorwoche dahin ist, haben die TSV-Herren. Gegen Pfronten machten sie mit einer konzentrierten Leistung deutlich, dass beide Teams in der Tabelle zurecht zahlreiche Punkte trennen.

„Am Anfang taten wir uns noch etwas schwer, aber letztlich war es eine überzeugende Vorstellung“, urteilte TSV-Präsident Ralf Konstantin, der Coach David Schmoldt, der berufsbedingt erst in der Halbzeit zum Team stieß, vertrat. „Die Abwehrleistung war in Ordnung, aber im Angriff schlichen sich nach wie vor einige Fehler zu viel ein“, ergänzte Schmoldt.

Gegen die sehr defensiven Allgäuer kamen die Schongauer erst nach dem 6:5 (14.) in Fahrt. Bis zum Wechsel ließen die Hausherren nur noch zwei Gegentreffer zu, so dass der Vorsprung auf sieben Tore anwuchs. Nach der Pause wechselten die Lechstädter fleißig durch.

Dennoch wurde der Abstand kontinuierlich ausgebaut. Gute Noten beim am Ende hochverdienten Sieg erarbeitete sich in der zweiten Hälfte Keeper Alex Landes mit einigen starken Paraden, der an die gute Leistung von Keeper David Neumaier vor dem Wechsel nahtlos anknüpfte.

„Die nächsten Gegner werden ein anderes Kaliber sein“, wollte Schmoldt das Resultat gegen den Vorletzten danach nicht überbewerten. An diesem Wochenende hat sein Team spiel­frei.

hal

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