Verband beendet Saison

Handball: Keine Ab- aber Aufsteiger – Peißenbergerinnen verzichten

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Umkämpfte Derbys zwischen Peißenberg (weiße Trikots) und Oberhausen wird es in der kommenden Saison nicht geben.

Region – Nach der Einstellung des Handball-Spielbetriebs Mitte März verordnete der Bayerische Handballverband (BHV) seinen Vereinen erst einmal eine Pause. Aus der gibt es nun aber keine Rückkehr. In dieser Woche verkündete der BHV, dass die Saison beendet wird. Auf welcher Grundlage die Wertung erfolgt, ist noch nicht endgültig entschieden.

Das Verfahren werde derzeit in enger Absprache mit den Landesverbänden und dem Deutschen Handballbund (DHB) diskutiert, heißt es in der Verbandsmitteilung. Einige Eckdaten stehen aber bereits fest. Absteigen muss keiner, lediglich ein freiwilliger Abstieg in die nächst niedrigere Spielklasse ist möglich. Aufsteiger wird es indessen schon geben. Zudem legte der Verband einen Zeitplan für die kommenden Wochen vor. Zunächst soll durch einen Beschluss des DHB-Bundesrates per Umlaufverfahren Rechtssicherheit geschaffen werden. Danach stimmt sich das erweiterte BHV-Präsidium ab. Die Abschlusstabellen der Saison sollen bis zum 30. April bekannt gegeben werden. Bis spätestens 17. Mai wird festgelegt, ob die Jugendqualifikation 2020/2021 stattfinden wird oder nicht. 

Die Quali-Termine im April und Mai sind indessen bereits abgesagt. Sicher ist zudem, dass der Amateurpokal der Männer, der zum großen Teil vor dem Saisonstart im Herbst gespielt wird, entfällt. „Wir sind mit der Entscheidung mehr als zufrieden und stehen voll hinter dem Verband“, sagt Alexandra Vincenzi von den Handballern des BSC Oberhausen. „Für uns bedeutet das ganz sicher ein weiteres Jahr Bezirksoberliga, was uns sehr freut“, ergänzt Vincenzi, die aber noch viele Fragezeichen vor allem für die Vorbereitung auf die neue Spielzeit sieht. Ebenfalls Zustimmung gibt es aus Weilheim. „Was der Verband plant, klingt fair. Von uns hatte in den letzten fünf Wochen keiner einen Ball in der Hand, da geht das Spielverständnis völlig verloren“, kann Michael Sander, der stellvertretende Abteilungsleiter der Weilheimer Handballer und Trainer des Damenteams, die Entscheidung nachvollziehen. „Was die Jugendqualis angeht, müssen wir halt noch abwarten“, ergänzt Sander. 

Auch Pierre Engelhardt, der Peißenberger Handball-Chef, begrüßt das Vorgehen des Verbands. „Für unser Damenteam hat es aber keine Auswirkung, denn wir haben uns entschieden freiwillig in die Bezirksliga abzusteigen“, sagt Engelhardt, nachdem sich die Peißenberger Damen, die als Vorletzter der Bezirksoberliga auf einem Abstiegsplatz stehen, gegen die Möglichkeit des Klassenerhalts ausgesprochen haben. „Die Trainingsbeteiligung war einfach zu schlecht und es gab einige, die nicht jedes Wochenende ein Spiel machen wollten“, hofft Engelhardt, dass es eine Liga tiefer mit einem nicht so eng getakteten Terminplan weitergeht. „Sonst droht eventuell das Gleiche wie mit der Herrenmannschaft“, befürchtet der Peißenberger Handball-Chef, dass den Damen ansonsten vielleicht das gleiche Schicksal wie dem Männerteam droht, das sich mangels Interesse vor zwei Jahren auflöste.

Von Roland Halmel

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