1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Weilheim-Schongau

Oberhausen und Weilheim sammeln Punkte

Erstellt:

Kommentare

null
Die Weilheimer Abwehr, hier Moritz Krause (rotes Trikot, links), hatte die Herrschinger gut im Griff. © Roland Halmel

Oberhausen - Nichts für schwache Nerven war der Auftritt der Oberhausener Handball-Damen beim SC Unterpfaffenhofen-Germering. Beim Tabellenvierten gelang den BSC-Frauen in einer spannenden Partie ein überaus wichtiger 23:22 (9:11)-Sieg, mit dem sie sich Luft im Abstiegskampf verschafften.

Die Oberhausenerinnen starteten überaus holprig in die Partie. Zu viele ausgelassene Chancen und zu viele Tore aus Gegenstößen ließen die Gäste mit Ausnahme der 1:0-Führung ständig einem Rückstand hinterherliefen. Auf mehr als zwei Tore konnten sich die Gastgeberinnen aber nicht absetzen.

Die Halbzeitansprache vom BSC-Trainerteam Andrea Daisenberger und Karin Feistl fiel entsprechend deutlich aus – und sie zeigte Wirkung. Im Angriff agierten die Gäste druckvoller und präziser. Die Abwehr stand kompakt und ließ wenig zu. Selbst in Unterzahl, gleich nach dem Wechsel, blieben die BSC-Damen ohne Gegentor. Stattdessen gelang sogar ein Doppelschlag zur 14:12-Führung (37.), nachdem sie drei Minuten davor ausgeglichen hatten.

Der kleine Vorsprung hatte jedoch nur kurze Zeit Bestand. Die BSC-Damen legten zwar ständig vor, die Gastgeberinnen zogen in einem offenen Schlagabtausch aber immer wieder gleich. In der Schlussphase musste Oberhausen noch eine rote Karte gegen Theresa Nutzinger und eine weitere Zeitstrafe wegstecken. Die nervenstarke Susi Feldl verwandelte in dieser Phase drei Strafwürfe sicher.

23 Sekunden vor der Sirene markierte schließlich Christine Lautenbacher mit ihrem einzigen Torferfolg den glücklichen BSC-Siegtreffer. Am heutigen Samstag um 18 Uhr dürfte es für die Oberhausenerinnen schwer werden zu punkten, da sie den bisher ungeschlagenen Tabellenführer HSG Würm-Mitte II erwarten.

Murnau

Langsam aber sicher werden die Chancen auf den Klassenerhalt bei den Handballerinnen des TSV Murnau immer kleiner. Nach der 17:24 (9:11)-Niederlage beim SC Weßling hat die Truppe von Trainerin Krisztina Csajkovits jetzt schon sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Bei nur noch vier ausstehenden Spielen dürfte es sehr schwer werden den Abstieg zu verhindern. „Von jetzt an müsste schon alles absolut optimal für uns laufen und davon kann man nicht ausgehen“, schätzt Csajkovits die Lage realistisch ein.

In der ersten Hälfte dominierte ihr Team gegen den Tabellenzweiten über weite Strecken das Geschehen. Zwischendurch lagen die Murnauerinnen mit vier Toren in Front. Bis zum Seitenwechsel kamen die SCW-Damen aber wieder auf zwei Treffer heran.

Nach der Pause ging es bei den TSV-Frauen dann bergab. Weßling glich schnell aus und wenig später lag Murnau mit 13:17 (47.) hinten. An diesem Abstand änderte sich bis drei Minuten vor der Sirene nichts. In der Schlussphase blieben die Gastgeberinnen ohne Torerfolg, so dass die Niederlage noch recht deutlich ausfiel.

Nichts zu jubeln hatten auch die Murnauer Herren, die beim TSV Ottobeuren II mit 18:24 (9:12) unter die Räder kamen. „Das war gar keine so schlechte Leistung“, konstatierte Trainer Max Dück, nachdem seine Mannen gegen die stark besetzten Allgäuer, die Unterstützung aus der ersten Garnitur hatten, den Kürzeren zog.

Den Start verschlief seine Truppe jedoch komplett. Erst nach dem 1:7 (12.) wachten die Gäste auf. Danach haderten die Murnauer immer wieder mit dem Abschluss. Dennoch erkämpften sie sich kurz nach dem Wechsel den 12:12 (33.)-Ausgleich. Danach folgte jedoch wieder ein offensiver Durchhänger. Ottobeuren zog so wieder mit vier Toren davon und diesem Rückstand rannten die Murnauer bis zum Schluss vergeblich hinterher.

Trotzdem bleibt die Dück-Truppe, die am heutigen Samstag ab 15.15 Uhr bei der HSG Dietmannsried/Altusried II gastiert, an der Tabellenspitze, da Verfolger Eichenau II ebenfalls verlor. Die Murnauer Damen sind am morgigen Sonntag um 16 Uhr beim TSV Mindelheim gefordert.

Weilheim

Auch bei der zweiten Pflichtaufgabe gegen ein Kellerkind innerhalb von drei Tagen ließen die Weilheimer Handball-Herren nichts anbrennen. Nach dem Auswärtserfolg beim Zehnten in Landsberg setzte sich die Truppe von Trainer Gerhard Becker Zuhause gegen Schlusslicht TSV Herrsching II klar mit 27:15 (16:9) durch. „Unterm Strich können wir sehr zufrieden sein, jeder Feldspieler hat sich in die Torschützenliste eingetragen“, bilanziert Weilheims-Teamsprecher Lukas Schwendele. „Wir haben das in der zweiten Hälfte souverän runtergespielt.“

Wobei die junge Herrschinger-Reserve, die diesmal ohne große Unterstützung aus der ersten Garnitur auskommen musste, den Gastgebern auch nie richtig gefährlich werden konnten. „Gegen so einen Gegner muss man auch deutlich gewinnen“, stellt Weilheims spielender Co-Trainer Felix Becker klar. Die Hausherren starteten konzentriert in die Begegnung. Dank einer stabilen Deckung und einer guten Chancenverwertung erarbeiteten sie sich bis zur Mitte der ersten Hälfte einen Sechs-Tore-Vorsprung. Obwohl mit Spielmacher Nico Beinlich und Rückraumschützen Max Osthöver zwei wichtige Spieler bei den Weilheimern fehlten, kontrollierten sie in der Folge das Geschehen.

Mit Gegenstoßtoren und Treffern von Schwendele oder Moritz Becker aus der zweiten Reihe hielten sie die Gäste auf Abstand, auch wenn die Abwehr nicht mehr ganz so kompakt stand. Herrschings Zweite agierte danach oft zu überhastet. Die Hausherren spielten ihre Angriffe dagegen geduldig zu Ende. Kurz nach der Pause war der Tabellenzweite dem Schlusslicht so bereits mit zehn Toren enteilt. „Danach wechselten wir fleißig durch“, erklärt Schwendele. Beim Abschluss leisteten sich die Weilheimer ein paar Ungenauigkeiten. „Das eine oder andere Tor mehr wäre drin gewesen“, meint Schwendele. Der klare Sieg, der schon frühzeitig feststand, geriet aber dennoch nicht in Gefahr. An diesem Wochenende sind die TSV-Herren spielfrei. Die Weilheimer Damen müssen dagegen am morgigen Sonntag um 18 Uhr beim Tabellenfünften, der HSG Isar-Loisach, ran.

Von Roland Halmel

Auch interessant

Kommentare