Peißenbergerinnen und BSC-Damen entscheiden Spiele für sich – Knappe Niederlage für Murnauer Herren

Zwei Krimis mit Happy-End

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Grund zum Jubeln hatten die Oberhausener Damen nach dem Sieg in Neugablonz, mit dem sie einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft machten.

Peißenberg - Einen richtigen Krimi boten die Peißenberger Handball-Damen ihren Fans im letzten Heimspiel der Saison.

Gegen den TSV Mindelheim zitterte sich der Aufsteiger aus der Marktgemeinde zu einem 23:22 (14:11) Sieg. „Wir konnten in dem sehr emotionalen Spiel einen kleinen Vorsprung ins Ziel retten“, erklärte Peißenbergs-Teamsprecherin Victoria Trautmann. Matchwinnerin bei den Gastgeberinnen war neben Julia Brauer, die 16-mal traf, Torfrau Selina Straß, die eine starke Partie ablieferte und unter anderem fünf Strafwürfe abwehrte. Die Peißenbergerinnen, bei denen Lucia Heger nach ihrer Babypause ihr Comeback feierte, fanden gegen den Tabellenzehnten zunächst gut ins Spiel. Beim 8:5 (16.) lagen sie erstmals mit drei Toren in Front. In der Folge bauten sie die Führung auf fünf Treffer aus.

Nach dem Wechsel häuften sich bei den Gastgeberinnen jedoch die Nachlässigkeiten, zudem haderten sie mit einigen Schiedsrichterentscheidungen. Das nutzten die Mindelheimer Damen, um sich heranzukämpfen. Beim 19:19 (45.) war die Partie wieder offen. In der zunehmend hektischer werdenden Partie kassierte Nicole Kessler wenig später eine rote Karte (46.). Dennoch legten die Peißenberger Damen in der Folge immer wieder vor. Bis zum 22:22 (58.) zogen die Gäste jedoch stets gleich. Den Führungstreffer von Steffi Führmann 70 Sekunden vor der Sirene konnten die Allgäuer Frauen aber nicht mehr egalisieren. Am heutigen Samstag, 19.30 Uhr, bestreiten die TSV-Frauen ihr letztes Saisonspiel bei der HSG Würm-Mitte 2.

Oberhausen

Die Oberhausener Handball-Damen haben die Meisterschaft wieder in der eigenen Hand. Durch einen 19:17 (8:9)-Sieg beim Spitzenreiter SG Kaufbeuren/Neugablonz übernahmen die BSC-Frauen den ersten Platz. Mit einem Heimerfolg zum Abschluss am heutigen Samstag, 15.30 Uhr, gegen den TSV Pfronten können die Schützlinge von Trainerin Karin Feistl den Titel perfekt machen. Für die gab es nach der Partie in Neugablonz Lob. „Der Druck im Vorfeld war groß, Karin hat es aber geschafft, das Team hervorragend auf das Spitzenspiel einzustellen und mit den passenden Worten etwas den Druck zu nehmen“, meinte Teamsprecherin Alexandra Vincenzi, die zudem Torfrau Michaele Scheffel und Christine Lautenbacher, die in der Abwehr glänzte, besonders herausstellte.

Lautstark unterstützt von 40 mitgereisten Fans fanden die BSC-Damen dank einer stabilen Defensive gut ins Spiel. In der umkämpften ersten Hälfte lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln. In der Schlussminute vor der Pause leisteten sich die Gäste aber Nachlässigkeiten, die von der SG mit einem Doppelschlag bestraft wurde, der die Allgäuerinnen wieder nach vorne brachte. Den besseren Start in die zweite Hälfte legten dann erneut die BSC-Damen hin. Nach dem schnellen Ausgleich zogen sie langsam davon. Den Gastgeberinnen begannen dagegen die Hände zu zittern, da sie drei Siebenmeter in Folge vergaben. Elisabeth Vincenzi versenkte zwei Strafwürfe hintereinander und bescherte ihrem Team damit eine 16:11-Führung (48.). Die SG gab sich noch nicht geschlagen. In der hektischen Schlussphase kämpften sie sich noch mal auf zwei Tore heran. 145 Sekunden vor der Sirene sorgte schließlich Lautenbacher mit dem 19:16 für die Entscheidung.

Murnau

Nichts zu holen war für die Murnauer Handball-Herren beim SV Pullach. Beim Zweiten unterlag die Mannschaft von Coach Maximilian Dück mit 33:37 (15:21). „Offensiv zeigten wir schönen Handball, aber defensiv haperte es etwas“, konstatierte Dück. Sein Team legte einen ordentlichen Start hin. Mitte der ersten Hälfte lagen sie mit drei Toren hinten.

Dann setzte es einige umstrittene Strafen, was Pullach prompt nutzte, um sich bis auf 20:12 (29.) abzusetzen. Nach der Pause starteten die Murnauer eine Aufholjagd, die sie letztlich bis auf vier Treffer an den Favoriten heranbrachten.

Die TSV-Damen kehrten dagegen aus Pullach mit einem 22:18 Erfolg nach Hause. Damit ist der Truppe von Trainerin Krisztina Csajkovits Platz zwei nicht mehr zu nehmen, der möglicherweise zum Aufstieg reicht, da Spitzenreiter SC Weßling 2 nicht nach oben darf, da in der Bezirksoberliga die erste Weßlinger Mannschaft spielt. „Das Spiel hätten beide Mannschaften gewinnen können“, so Csjakovits nach der über weite Strecken ausgeglichenen Partie, in der ihr Team den längeren Atem bewies. Nach dem 18:17 (53.) sorgten die Murnauerinnen mit einer 4-1 Serie für die Entscheidung zu ihren Gunsten. Im bedeutungslosen letzten Saisonspiel erwarten die TSV-Frauen am morgigen Sonntag, 16 Uhr, die Damen aus Gilching. Am Samstag, 18 Uhr, müssen die Murnauer Herren zuhause gegen den TV Waltenhofen ran. Mit einem Sieg haben sie im Fernduell gegen den Abstiegskonkurrenten Kempten/Kottern 2 die Nase vorne.

Von Roland Halmel 

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