Handball: Peißenbergerinnen setzen sich durch – Durststrecke der Weilheimerinnen dauert an

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Die Peißenberger Abwehr (weiße Trikots) bekam die Oberhausener Damen nach der Pause immer besser in den Griff.

Peißenberg - Die Peißenberger Handball-Damen können Derby. Nach dem Erfolg gegen den TSV Weilheim gewann die Mannschaft aus der Marktgemeinde auch das zweite Landkreisduell in dieser Saison gegen den BSC Oberhausen.

Im letzten Spiel des Jahres feierten die Schützlinge vom Trainergespann Christian Führer und Martin Trautmann einen 30:23 (14:13)-Heimerfolg. „Unser Abwehrkonzept mit einer vorgezogenen Störer ist aufgegangen und dazu war auch der Heimvorteil mitentscheidend“, urteilte Führer nach dem erst zweiten Saisonsieg, mit dem sich sein Team vom Abstiegsplatz auf Rang neun verbesserte. „Schade, die Mannschaft hat leider nicht das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten und was sie kann, vielleicht lag das auch an der Derbysituation“, meinte das BSC-Trainerduo Andrea Daisenberger und Karin Feistl danach enttäuscht.

Vor über 200 Zuschauern in der sehr gut gefüllten Glück-Auf-Halle lieferten sich beide Teams in der ersten Hälfte einen offenen Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln. Zunächst legten die Peißenbergerinnen vor. Nach dem 4:4 (8.) wurden die Gäste stärker. Aber auch ihre zwischenzeitliche Zwei-Tore-Führung hatte nur kurze Zeit Bestand, da Julia Brauer die TSV-Damen mit vier Treffern in Folge wieder in Front warf. Nach dem Seitenwechsel wogte die umkämpfte Partie weiter hin und her. Bei den BSC-Damen bewies Elisabeth Vincenzi bei Strafwürfen Nervenstärke. Innerhalb von drei Minuten versenkte sie drei Versuche sicher. Bis zum 18:18 (38.) lagen beide Teams gleichauf. Danach bekamen die Peißenbergerinnen langsam Oberwasser. Die Führung beflügelte die TSV-Frauen, während Oberhausen zunehmend verkrampfte. Bei den Gästen schlichen sich Ungenauigkeiten in den Abschlüssen ein und auch die Abwehr stand nicht mehr so stabil. Mit vier Treffern in Folge zum 28:22 (56.) sorgten die Gastgeberinnen so für eine Vorentscheidung. Die anschließende Auszeit der Oberhausener Damen konnte die Niederlage dann auch nicht mehr verhindern.

Weilheim

Die Durststrecke der Weilheimer Handball-Damen geht weiter. Die ersatzgeschwächte Truppe aus der Kreisstadt kassierte beim TSV Ottobeuren mit 18:22 (11:11) die fünfte Niederlage in Folge. „Ausschlaggebend für das Resultat war unsere dünne Personaldecke, die schlechte Siebenmeterquote mit fünf Fehlwürfen und dann auch noch zwei Verletzungen,“ erklärte Co-Trainer Alex Wimmer, der den verhinderten Coach Michael Sander vertrat.

Die Weilheimer Damen, die aufgrund von einigen Ausfällen vor allem im Rückraum zu Umstellungen gezwungen waren, gestalteten die erste Hälfte des Kellerduells völlig ausgeglichen. Nach mehreren Führungswechseln gingen die Teams mit einem Unentschieden in die Kabine. Aus der kamen die Gäste verschlafen auf das Spielfeld zurück. Die Folge waren einfache Ballverluste, die von Ottobeuren mit Gegenstoßtreffern bestraft wurden. Erst nach einer Auszeit (42.) lief es bei den Weilheimerinnen wieder besser. Trotz der zwei verworfenen Strafwürfe, die zu den zwei aus der ersten Hälfte hinzukamen, halbierten die Gäste beim 15:17 (48.) den zwischenzeitlichen Vier-Tore Rückstand. Danach verletzten sich kurz hintereinander Sabrina Pudil und Luca-Sophie Padberg. Dadurch schrumpften die Wechselmöglichkeiten der Weilheimerinnen. Ottobeuren bekam wieder Oberwasser und mit vier Treffern in Serie sorgten sie für die Entscheidung.

Von Roland Halmel

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