Signale vom Verband

Schongaus Handballer vor Doppelaufstieg

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Torsten Schweiger erzielte in der abgelaufenen Saison in zwölf Spielen 30 Tore für die Schongauer Handballer.

Schongau – Nicht im sportlichen Vergleich, sondern in Telefonkonferenzen fallen derzeit viele Entscheidungen im Sport. So auch im Handball. Sowohl für Schongaus Herren als auch die Damen stehen die Zeichen auf Aufstieg.

Ein Sieg aus drei Spielen hätte den Schongauer Handballmännern gereicht, um die Meisterschaft in der Bezirksklasse zu holen. Der offizielle Titelgewinn und die Feier blieben ihnen jedoch versagt, da der Corona-Virus den Spielbetrieb vorzeitig beendete. „Schade, wir hätten natürlich gerne fertig gespielt“, sagt Torsten Schweiger, einer der Routiniers im Team.

Den Titel hätte den Schongauern nur noch Mindelheim 2 streitig machen können. Selbst im unwahrscheinlichen Falle, dass die Allgäuer alle restlichen Partien gewonnen hätten und die Schongauer leer ausgegangen wären, hätten die Lechstädter dennoch die Rückkehr in die Bezirksliga geschafft. Denn dort spielt Mindelheims Erste, sodass die Reserve kein Aufstiegsrecht hat. „Aber das hätte eine faden Beigeschmack“, hätte Schweiger die sportliche Entscheidung lieber auf Parkett gesucht.

Inzwischen zeichnet sich aber ab, dass der Aufstieg in trockenen Tüchern ist. Nach den Osterfeiertagen verkündete der BHV (Bayerische Handball-Verband) in einem Rundschreiben, das die Saison mit dem letzten Stand gewertet wird und die Mannschaften auf den Aufstiegsrängen aufsteigen können. Das Ganze muss aber noch vom DHB-Bundesrat abgesegnet werden. Als Spitzenreiter der Bezirksliga dürften dann auch Schongaus Damen den Gang in die nächsthöhere Etage antreten.

Dessen allem ungeachtet zeigt sich Schweiger mit der letzten Spielzeit sehr zufrieden. „Es war eine geile Saison, die Mannschaft ist brutal zusammengewachsen und einige haben sich wahnsinnig weiterentwickelt“, sagt der Kreisläufer, der erst einmal eine Pause einlegte, um die eine oder andere kleinere Blessur auszukurieren.

In der Zwischenzeit hält er sich aber wieder mit Laufen fit. „Und ich fahr jeden Tag mit dem Radl zur Arbeit“, erklärt Schweiger, der sich mit seinen Teamkollegen und Trainer David Schmoldt regelmäßig über die sozialen Medien austauscht. „Der Coach hat uns auch angehalten etwas für die Fitness zu tun“, meint der 36-Jährige, der aber das gemeinsame Training klar bevorzugt. „Handball ist nun mal ein Mannschaftssport“.

Als Marketingbeauftragter der Abteilung hat Schweiger auch schon die Sponsoren und die kommende Saison im Blick. „Die Firmen haben jetzt wichtigeres im Sinn, als mit uns über finanzielle Unterstützung zu reden“, hat er Verständnis dafür, dass das Thema derzeit stockt. Gleichwohl macht er sich Gedanken, wie es bei den Handballern weitergeht, die unter anderem am Ende der Sommerferien traditionell ihr Heimturnier für Damen- und Herrenteams austragen. 

hal

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