Bittere Derbypleite

Weilheimer Damen verspielen Sieben-Tore Führung gegen Peißenberg

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Über weite Strecken hatten die Weilheimerinnen die Gäste aus Peißenberg (weiße Trikots) gut im Griff. Nach 40 Minuten folgte der große Einbruch beim Team aus der Kreisstadt.

Weilheim – Nichts zu holen gab es für die stark ersatzgeschwächten Weilheimer Handball-Herren im ersten Saisonspiel gegen die SG Kempten-Kottern.

Ohne Andreas Rohmer, Lukas Schwendele und Max Osthöver unterlagen sie dem Landesligaabsteiger mit 25:31 (8:14). „Mit solch massiven Personalproblemen wird es gegen einen solch cleveren Gegner schwer“, meinte Weilheims neuer Coach Niko Jovanovic. Gegen die hoch motivierten Allgäuer, denen anzumerken war, dass sie sich für die letzte Niederlage im Dachsbau vor drei Jahren unbedingt revanchieren wollten, gestaltete sein Team die Anfangsminuten noch ausgeglichen. Nach dem 2:2 (8.) häuften sich aber die Probleme und Fehler. Dadurch gerieten sie mit sieben Toren in Rückstand. Der Abstand der Gäste wuchs in der zweiten Hälfte weiter an, da die Gäste immer wieder von Außen trafen. Beim 12:20 (40.) schien die Partie bereits gelaufen. Die Weilheimer bewiesen aber Moral. Nicht zuletzt weil die SG den Fuß vom Gas nahm halbierten sie den Rückstand. In der Schlussphase versuchten die TSV-Herren mit einer Offensiven Deckung noch näher zu kommen. Die abgeklärte Kemptener ließen sich die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen.

Fast wie die Sieger sahen dagegen die Weilheimer Damen beim Derby gegen den TSV Peißenberg aus. Die Gastgeberinnen gaben noch einen Sieben-Tore Vorsprung aus der Hand, um am Ende mit 19:22 (12:8) als Verlierer vom Platz zu gehen. „Die Niederlage tut sehr weh“, bekannte Weilheims Teamsprecherin Sarah Mannefeld. „Eigentlich war es schon aussichtslos, aber nach der Auszeit trat die Mannschaft wie verwandelt auf“, freute sich dagegen Peißenbergs Coach Christian Führer über den unerwarteten Erfolg. Den besseren Start vor der großen Kulisse beim ersten Derby seit Jahrzehnten in der Jahnhalle erwischten die Gastgeberinnen. Die Peißenberger Damen taten sich gegen die körperlich überlegenen Kontrahentinnen schwer. Die Weilheimerinnen lagen ständig in Front. Beim 10:5 (22.) war das Polster bereits beträchtlich. An der Überlegenheit der Gastgeberinnen änderte sich bis zum 16:9 (36.) nichts. Eine Auszeit weckte die Gäste dann aber aus ihrer Lethargie. Angeführt von Julia Brauer, die aus dem Rückraum reihenweise traf und am Ende elf Treffer schaffte, starteten die Peißenbergerinnen eine Aufholjagd, die ihnen beim 18:18 (51.) den Ausgleich bescherte. In den Schlussminuten schafften es die verunsicherten Weilheimer Damen nicht mehr, den Hebel umzulegen. Dadurch entschied der konditionsstarke Aufsteiger die Partie für sich. Am morgigen Sonntag, 14 Uhr, besteht für die Weilheimerinnen beim TSV Landsberg die Chance, zur Wiedergutmachung. Bereits heute am Samstag, 16 Uhr, in der Glück-Auf-Halle, empfangen die Peißenberger Frauen den Eichenauer SV.

Von Roland Halmel

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