Heimerfolg für Weilheimer Herren – Damen gegen Landsberg chancenlos

Durststrecke beendet

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Nicht nur in der Abwehr machte Korbinian Wimmer (rechts) einen guten Job. In der Offensive war er auf Außen von Memmingen kaum zu bremsen.

Weilheim – Die Durststrecke von vier sieglosen Spielen in Folge bei den Weilheimer Handball-Herren ist vorbei.

Im Kellerduell gegen den TV Memmingen setzte sich die Mannschaft von Trainer Niko Jovanovic klar mit 33:21 (16:8) durch. „Der Sieg war auch ganz wichtig“, zeigte sich Jovanovic danach erleichtert. „Obwohl Memmingen deutlich mehr unter Druck stand, waren sie weniger nervös als wir“, meinte Jovanovic zum zähen Beginn der Weilheimer und einem schnellen 1:4-Rückstand (7.). Nach dem zweiten Treffer der Hausherren durch Max Osthöver, der in der Abwehr herausragte, platzte bei den Weilheimern aber der Knoten. In Windeseile ließen sie fünf weitere Tore durch fünf verschiedene Schützen folgen. Die anschließende Auszeit der Memminger konnte die TSV-Herren auch nur kurzzeitig ausbremsen. Trotz einiger Fehlversuche bauten die Gastgeber ihre Führung aus, nicht zuletzt weil Spieler wie Youngster Korbinian Wimmer sicher trafen.

Der Vorsprung der Hausherren wuchs so bis zum Wechsel auf acht Tore an. Nach der Pause hielten die Weilheimer das Tempo und die Trefferquote hoch. Mitte der zweiten Hälfte nahmen sie den Fuß dann etwas vom Gas. In zehn Minuten gelang ihnen nur noch ein Treffer, weil die Abschlussgenauigkeit nachließ. Die Abwehr machte aber weiterhin einen guten Job. Die Allgäuer kamen dadurch nicht wirklich näher. In der Schlussphase zogen die TSV-Herren in der Offensive nochmal die Zügel an. Die Belohnung dafür war der höchste Saisonsieg und die Wiedergutmachung für die Hinspielniederlage.

Nichts zu melden hatten dagegen die Weilheimer Damen zuhause gegen den TSV Landsberg. Nach zwei Siegen gegen Mindelheim und zuletzt in Peißenberg im Derby, kamen die Schützlinge von Trainer Michael Sander gegen den Kontrahenten vom Lech deutlich mit 13:24 (7:10) unter die Räder. „Gegen die 6-0 Abwehr der Landsberger Damen sind wir einfach nicht durchgekommen“, erklärte Sander. Die Gäste erwischten auch den besseren Start, so dass die Weilheimerinnen schnell mit vier Toren hinten lagen. Beim 6:7 (24.) waren die Gastgeberinnen aber wieder dran. Jedoch nur für kurze Zeit, da sich Landsberg trotz zwischenzeitlicher Unterzahl bis zur Pause erneut mit drei Treffern absetzte.

Anfang der zweiten Halbzeit verloren die Weilheimer Damen zunehmend den Faden. In der Offensive leisteten sie sich zahlreiche Ballverluste und sie rannten sich immer wieder in der Abwehr fest. „Keine traute sich mal aus dem Rückraum zu werfen und dann haben wir die Bälle teilweise einfach weggeworfen“, bedauerte Teamsprecherin Sarah Mannefeld. Landsberg kam so immer wieder zu einfachen Treffern aus der ersten und zweiten Welle. Zudem agierten die Gäste im Angriff wesentlich druckvoller und konsequenter wie die Weilheimerinnen. Der Rückstand der Sander-Truppe wuchs so stetig an. Spätestens beim 9:20 (52.), kurz davor sah Karen Albust nach drei Strafzeiten die rote Karte (51.), war die Partie gelaufen und das Heimdebakel für die Weilheimer Damen perfekt. „Unser ganzes Spiel war heute schlecht“, wollte Mannefeld hinterher auch nichts schönreden.

Die zweite Herrentruppe feierte dagegen ein Erfolgserlebnis. Sie setzten sich gegen die HSG Isar-Loisach 2 mit 34:28 durch. Auf die erste Herrenmannschaft wartet nun am heutigen Samstag um 17 Uhr in der Jahnhalle gegen Schlusslicht HCD Gröbenzell-Olching ein weiteres Kellerduell. Die TSV-Damen sind zuvor krasser Außenseiter im Heimspiel gegen den Zweiten, den HSG Würm-Mitte 2. Beginn ist um 15 Uhr.

Von Roland Halmel

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