Weilheimer Herren schießen Gilching mit 43:25 ab – TSV-Damen müssen sich Weßling beugen

Kantersieg nach Trainerwechsel

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Wie ein Fels in der Brandung ließ Josef Rohmer den Gilchinger Angreifern keinen Platz.

Weilheim – Eine starke Leistung zeigten die Weilheimer Handball-Herren im Heimspiel gegen den TSV Gilching.

Die Belohnung dafür war ein 43:25 (19:7)-Kantersieg gegen den Tabellenfünften. „Die Abwehr war bombenmäßig gestanden und hat genau das gespielt, was wir uns vorgenommen haben, die Torleute waren super und nach vorne haben wir schnell und sauber mit wenig technischen Fehlern und Fehlwürfen gespielt“, urteilte Markus Haugg, der den verhinderten Trainer Carsten Rösler vertrat, der unter der Woche Coach Niko Jovanovic ablöste. Gegen die kriselnden Gilchinger, die in der Hinrunde noch an der Tabellenspitze lagen und nach inzwischen sechs Niederlagen in Folge ins Niemandsland abrutschen, legten die Hausherren einen Start nach Maß hin. Den wurfgewaltigen Rückraum der Gäste legten die Weilheimer erfolgreich an die Leine. Auf der Gegenseite trafen vor allem Nico Beinlich und Philipp Bauer, so dass die Gastgeber Mitte der ersten Hälfte bereits mit sieben Toren in Front lagen. Auf diesen Vorsprung ruhten sich die Weilheimer im Anschluss nicht aus. Bis zum Wechsel deklassierten sie die Gilchinger, die nur auf magere sieben Treffer kamen, weiter, da sie sich auch von einer zwischenzeitlichen doppelten Manndeckung nicht ausbremsen ließen. Nach der Pause gaben die Hausherren weiterhin Gas. Mit Treffern im Minutentakt vergrößerten sie kontinuierlich ihren Vorsprung. Beim 28:12 (41.) zeichnete sich für die desolaten Gilchinger ein Debakel ab. Danach ließen es die Weilheimer in der Defensive etwas ruhiger angehen. Die Gäste kamen so öfter zum erfolgreichen Abschluss. Auf der Gegenseite trafen aber auch Max Osthöver und Co nach Belieben, bis der höchste Saisonsieg perfekt war.

Nur knapp an einer Überraschung schrammten die Weilheimer Damen vorbei. Gegen den Tabellendritten, dem SC Weßling, zog die Truppe von Trainer Michael Sander nur knapp mit 22:24 (10:11) den Kürzeren. „Schade, da wäre mehr drin gewesen“, ärgerte sich Sander nach der verpassten Überraschung. „In den entscheidenden Phasen fehlte es uns an der Courage und der Überzeugung, den Ball zu versenken“, machte Sander eine Ursache aus. Beide Teams gingen von Beginn an ein hohes Tempo. Bis zum 5:5 (16.) konnte sich keiner absetzen. Schwache und ungenaue Abschlüsse brachten die Gastgeberinnen dann mit drei Toren ins Hintertreffen. Nach einer Auszeit gelang es den TSV-Damen im Schlussspurt vor der Pause aber wieder gleich zu ziehen. Praktisch mit dem Pausenpfiff gerieten sie jedoch erneut in Rückstand. Beim 13:13 (37.) zogen die Weilheimer Damen erneut gleich. Die Möglichkeiten im Anschluss zur Führung ließen sie jedoch aus. Stattdessen setzte sich Weßling wieder mit vier Toren ab. Auch bedingt durch eine Strafzeit und eine rote Karte (52.) gegen Veronika Melypataki in der Schlussphase schafften es die Weilheimerinnen in den letzten Minuten nicht mehr, diesen Rückstand komplett aufzuholen.

Die zweite Herrenmannschaft musste sich dem TSV Gilching II klar mit 18:30 beugen. Auf die erste Männer-Garnitur wartet nun am heutigen Samstag um 20 Uhr das Gastspiel beim abstiegsbedrohten TSV Sonthofen. Die Damen sind davor hingegen am Nachmittag um 14 Uhr beim Schlusslicht TSV Ottobeuren II gefordert.

Von Roland Halmel

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