Verständnis für Verband

Vorzeitiges Saisonende im Handball: Vereine begrüßen Entschluss

Handball Weilheim-Schongau Saisonabbruch
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Frühestens im Herbst wird es wieder Punktspiele der Handballer im Landkreis geben. Ob und wie viele Zuschauer eingelassen werden, auch das ist fraglich.

Landkreis – Der Bayerische Handball-Verband (BHV) entschied in der letzten Woche, die Spielzeit 20/21 vorzeitig abzubrechen. Dieser Schritt ist bei den Handball-Teams im Landkreis durchgängig auf Zustimmung getroffen. 

„Ich finde es aus sportlicher Sicht natürlich sehr schade und aus Sicht eines Vereins recht schwierig“, schildert Alexandra Vincenzi von den Handballern des BSC Oberhausen ihre Sicht auf die Vorgehensweise des BHV. „Allerdings ist es die einzig richtige Entscheidung, da bislang ja auch nicht absehbar ist, wann überhaupt wieder Hallensport betrieben werden kann.“ Auch beim TSV Schongau kann man den Beschluss nachvollziehen.

Keine Überraschung

„Das überrascht mich nicht, es war nur eine Frage der Zeit“, erklärte David Schmoldt, Trainer der TSV-Herren. Ein etwas schnelleres Handeln hätten sich Peißenbergs Trainer Martin Trautmann und Weilheims Damencoach Michael Sander gewünscht.

»Wurde langsam Zeit«

„Naja, es wurde langsam Zeit, alle anderen Verbände waren schneller als der BHV“, meint Sander, der gleichzeitig zweiter Abteilungsleiter der Weilheimer Handballer ist. In dieser Funktion sieht er auch die Probleme, die wohl auf alle Vereine in der Region zukommen werden. „Die größte Herausforderung wird es sein, die Mitglieder bei Stange zu halten und darauf hinzuarbeiten, dass sie dann, wenn es wieder möglich ist, auch alle wieder kommen“, sagt Sander.

Auch Pierre Engelhardt, der Chef der Peißenberger Handballer, sieht seine Abteilung einigen Schwierigkeiten gegenüber: „Wir werden in den ersten Wochen nach dem Re-Start ausschließlich an der Verletzungsprävention arbeiten müssen,“ meint er in Hinblick auf die lange Pause, die die Peißenberger ähnlich wie die anderen Vereine mit Online-Training zu überbrücken versuchten.

„Das gemeinsame Trainieren in der Halle, das Spielen und einfach das Zusammensein geht uns brutal ab,“ bekannte Lukas Schwendele von den Weilheimer Herren, wobei er auch die Abbruch-Entscheidung voll unterstützt. „Jetzt noch mit irgendwelchen Spielen anzufangen wäre total falsch. Das Verletzungsrisiko wäre viel zu hoch.“

Völlig offen

Wie es bei den Handballern in Sachen Hallenöffnungen, Trainingsstart und dergleichen konkret weitergeht, ist indessen noch völlig offen. „Wir warten ab, wie sich die Situation weiterentwickelt, und hoffen, dass wir nach den Osterferien mit dem Training im Freien wieder starten können“, erklärt Peißenbergs Trautmann.

Roland Halmel

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