Einbruch nach der Pause

Heimniederlage für Weilheimer Basketballer

Andy Thumser
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Andy Thumser versucht gegen Augsburg einen schnellen Angriff der Weilheimer einzuleiten.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Weilheim/Murnau - Die Weilheimer Basketballer hängen weiter im Tabellenkeller der 2. Regionalliga fest. Gegen den TV Augsburg kassierten die TSV-Korbjäger in eigener Halle mit 65:77 (44:39) die fünfte Saisonniederlage.

„Das Spiel war typisch Weilheim. Guter Anfang, schlechtes Ende“, kommentierte TSV-Coach Darryl Millwood die Heimpleite gegen einen guten, aber keineswegs unschlagbaren Gegner. „In der Liga gibt es keine leichten Gegner. Bei uns muss alles passen, wenn wir gewinnen wollen“, bekannte Millwood, wobei es gegen Augsburg einige Baustellen gab.

Zunächst sah es für die Hausherren noch sehr gut aus. Quer durch die Mannschaft wurden im ersten Viertel die Chancen auch aus der Distanz genutzt. Die Abwehr stand solide, was zu einer 24:19-Führung nach zehn Minuten führte. Im zweiten Durchgang änderte sich nicht viel. Andy Thumser & Co. trafen und verteidigten den Fünf-Punkte-Vorsprung bis zur Pause.

Aus der kamen die Weilheimer dann aber mit verstelltem Visier auf das Spielfeld zurück. Reihenweise gingen die Würfe daneben. „Augsburg hat intensiver verteidigt, da war es schwer ungestört zum Abschluss zu kommen“, meinte Millwood. Leidtragender war vor allem Thumser, der von den Gästen an der Grenze zum Erlaubten bearbeitet wurde. „Die Schiris waren gut, aber darauf hätten sie ein bisschen mehr achten müssen“, monierte der TSV-Coach. Bis zur Mitte des dritten Durchgangs gelangen den Weilheimern so nur magere zwei Punkte. Augsburg traf besser und zog auf 49:46 (24.) vorbei.

Danach fingen sich die Hausherren wieder, sodass sie die Partie bis zum 57:57 (32.) ausgeglichen gestalteten. Eine 10:0-Serie der Gäste innerhalb von zwei Minuten brachte die TSV-Korbjäger dann aber auf die Verliererstraße.

In der Schlussphase rannten sie damit einem deutlichen Rückstand hinterher, der bis zur Sirene auch nicht kleiner wurde, da sie von der Freiwurflinie bis auf wenige Ausnahmen nur Fahrkarten warfen.

„Wir haben dann am Sonntag gleich ein Sondertraining eingelegt, um an den Schwächen zu arbeiten“, hofft Millwood auf Besserung am heutigen Samstag beim ASV Dachau. Dann wird auch wieder Alex Thumser mitmischen, dessen Fehlen gegen Augsburg deutlich zu merken war.

Murnau

Nichts für schwache Nerven war der Auftritt der Basketballer des ESV Staffelsee beim FC Bayern München 4. Mit einem unglaublichen Treffer aus zehn Metern in letzter Sekunde sorgte Jonas Dotzer für den 68:67 (32:28)-Heimsieg der Murnauer. „Dass der reingeht, damit habe ich nicht gerechnet“, wunderte sich Dotzer, der nach eigenen Angaben gar nicht wusste, dass sein Team zwei Punkte zurücklag und sein Versuch die Niederlage noch verhindern könnte.

Die ESV-Herren, bei denen Sebastian Rapp den verhinderten Coach Goran Culum vertrat, begannen gut. Nach dem ersten Viertel lagen die Hausherren mit 19:14 in Front. Bis zum Seitenwechsel blieb dieser Vorsprung fast unverändert. Nach der Pause bauten die Eisenbahner aber ab. Die kampfstarken Münchener zogen so im dritten Viertel vorbei.

Im letzten Durchgang wuchs der Rückstand des ESV auf bis zu zehn Punkte an. Die Murnauer starteten dann aber eine Aufholjagd trotz einiger Fehlpässe. Begünstigt wurde sie durch verworfene Freiwürfe der Gäste. Als schließlich Dotzer in der letzten Sekunde noch an den Ball kam und traf, war die Partie zugunsten der Hausherren gewendet.

Das nächste Spiel bestreiten die ESV-Herren am heutigen Samstag um 20 Uhr bei Slama Jama Gröbenzell.

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