Siege über Höchstadt und Füssen

Peitinger Treffer zum richtigen Zeitpunkt

EC Peiting Höchstadter EC Oberliga Eishockey
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Phasenweise unter Dauerbeschuss stand der Höchstadter Kasten. Hier scheitert Nardo Nagtzaam an HEC-Goalie Benjamin Dirksen.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Peiting – Es bleibt dabei, aus Spielen gegen Teams, die in der Tabelle hinter dem EC Peiting liegen, geht dieser siegreich hervor: Nach dem 6:4 beim EV Füssen gelang daheim ein 3:2 gegen den Höchstadter EC. Der entscheidende Treffer fiel dabei erst 4,9 Sekunden vor der Sirene. 

„Das ist natürlich glücklich“, gestand Peitings Trainer Anton Saal angesichts des späten Siegtors, wobei sein Team über 60 Minuten ein deutliches Chancenplus verbuchte und als durchaus verdienter Sieger vom Eis ging. „Wir spielen uns viele Chancen raus, nur müssen wir im Abschluss konsequenter werden“, mahnte der Coach.

Sein Team dominierte die Anfangsphase vor noch rund 120 Zuschauern klar. HEC-­Goalie Benjamin Dirksen schien aber unüberwindbar, dazu hatte Fabian Weyrich Pech mit einem Pfostentreffer. Die Gäste kamen dagegen bei ihrer ersten Möglichkeit gleich zu einem Tor durch Nikita Shatskiy (7.). Danach verpassten Florian Stauder (11.) bei einem Solo sowie Nardo Nagtzaam (15.) und Lukas Gohlke (15.), der ebenfalls den Pfosten traf, den Ausgleich. Erst kurz vor Drittelende ließ der Druck der Hausherren etwas nach, so dass Höchstadt auch noch zwei Chancen verzeichnete.

In den Mittelabschnitt kamen die Mittelfranken wacher zurück. Aus spitzem Winkel erhöhte Jannik Herm (24.) auf 0:2. Danach drängten die Peitinger wieder vergeblich. Erst Gohlke (33.), der einen Schuss von Christoph Frankenberg abfälschte, überwand Dirksen. Wenige Sekunden später ließ Thomas Heger die Ausgleichschance liegen.

Auf der Gegenseite kamen aber auch die Gäste zu Möglichkeiten. Die beste vergab Jari Neugebauer, der bei einem Penalty (35.) die Scheibe vertändelte. Im Anschluss konnte sich Florian Hechenrieder im ECP-Kasten auszeichnen, als er die Großchance von Dimitrij Litesov (35.) entschärfte.

Im Gegenzug dann der Ausgleich, als Marco Habermann (36.) einen Stauder-Schuss ins Tor lenkte. In der Folge erspielten sich beide Teams weitere hochkarätige Möglichkeiten, scheiterten aber an den beiden starken Torleute.

Als schließlich alles schon mit einer Verlängerung rechnete, schlugen die Peitinger nochmal zu: Nach einem Bullygewinn landete die Scheibe bei Weyrich, dessen Schuss vorbei an mehreren Mit- und Gegenspielern den Weg ins Tor fand.

Derby ohne Zuschauer

Zwei Tage zuvor gastierte der ECP in Füssen. Das Derby musste erstmals in dieser Saison ohne Zuschauer stattfinden, weil der Landkreis Ostallgäu kurz davor die Tausendermarke in der Inzidenz überschritten hatte. Den besseren Start erwischten die Allgäuer, für die Marco Deubler (11.) traf. Einen Schockmoment gab es dann anfangs des zweiten Drittel, als Justus Meyl nach einem fairen Check Habermanns benommen zu Boden ging und mit einer Trage vom Eis gebracht werden musste.

Der EVF zeigte sich jedoch weiter angriffslustig und verzeichnete zwei Chancen, ehe Heger (24.) auf Zuspiel von Nagtzaam das 1:1 erzielte. Danach ging es Schlag auf Schlag. Deubler (25.), Heger (28.) zum Ausgleich und dann erneut Deubler (29.) mit seinem dritten Treffer stellten auf 3:2.

Aber auch dieser Rückstand warf die Gäste nicht aus der Bahn. ECP-Kapitän Andreas Feuerecker (39.) zog gleich und noch in derselben Minute staubte Markus Czogallik (39.) zur erstmaligen Peitinger Führung ab.

Auch zu Beginn des Schlussdrittel war Czogallik (42.) zur Stelle, als EVF-Goalie Moritz Borst eine Scheibe nicht festhalten konnte. Das 5:3 war aber noch nicht die Entscheidung. In einer zunehmend härter werdenden Partie hielten die Füssener dagegen, aufschließen konnten sie aber nicht mehr. „Mit unserem Spiel bin ich nicht zufrieden“, grummelte Saal hinterher. „Wir haben aber zur richtigen Zeit die Tore geschossen.“

Seine Mannschaft tritt am Freitag (20 Uhr) beim Deggendorfer SC an.

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