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Heiße Duelle beim Schongau Triathlon 2022

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Von: Roland Halmel

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Schongau Triathlon 2022 Heinloth
Nikolaus Heinloth vom Post SV Weilheim sicherte sich dank einer starken Laufleistung in der olympischen Distanz den dritten Platz. © Halmel

Schongau – Die befürchtete Hitzeschlacht blieb aus. Bei besten Bedingungen gingen knapp 300 Ausdauersportler beim „Leeze Saturday Night Schongau Triathlon“ an den Start. Die Athleten aus der Region holten dabei einige gute Platzierungen. Das Regionalliga Herrenteam der Gastgeber landete auf Rang fünf. 

Über „Riesenglück mit dem Wetter“, freute sich Wolfgang Ahrens, Chef des veranstaltenden Tri-Teams. Im Gegensatz zum Vorjahr, als Gewitter und Regen erst für Verschiebungen und dann für einen Rennabbruch sorgten, traten die Ausdauersportler bei der zehnten Auflage bei Sonnenschein und gut 20 Grad ihren Bewerb an.

Wunsch: Mehr Starter und Zuschauer

Etwas mehr Starter und Besucher hätte sich Ahrens aber gewünscht. „Bei den Teilnehmern war Corona noch zu merken, aber warum nicht mehr Leute in der Stadt sind, wissen wir auch nicht.“ Dabei bekamen die Zuschauer absolute Top-Leistungen zu sehen. Bei den Bayerischen Meisterschaften und dem Regionalliga-Bewerb lieferte sich ein Männertrio bis zum Schluss ein heißes Duell. Am Ende hatte Stefan Betz (TG Schweinfurt) in 1:47:28 Stunden wie schon vor ein paar Wochen bei den Sprintmeisterschaften die Nase vorne. Knapp dahinter landeten Tim Frisch (La Cabrera Rothsee, 1:47,39) und Lukas Stengel (Arriba Göppersdorf, 1:47,45). Lukas Krämer vom Tri-Team Schongau kam in 1:51:46 Stunden als Sechster ins Ziel. „Damit bin ich ganz zufrieden“, urteilte er, der sich als starker Radfahrer eine etwas besser harmonierende Gruppe gewünscht hätte. So konnte die Spitzengruppe, zu der auch sein Teamkollege Simon Langwieser gehörte, vor der Laufrunde ihren Vorsprung vergrößern. „Und beim Laufen brauche ich immer ein, zwei Runden, um rein zu kommen“, ergänzte Krämer nach der olympischen Distanz über 1.500 Meter Schwimmen, 37,5 Kilometer auf dem Rad und zehn Kilometer Laufen. Auf der abschließenden Laufrunde konnte Langwieser seine gute Position nach der Radstrecke nicht halten. So zogen einige Konkurrenten vorbei auf der 2,5 Kilometer langen Runde durch die Schongauer Altstadt, die viermal zu durchlaufen war. Am Ende wurde er in 1:54:14 Zwölfter. Das Herrenteam der Schongauer, zu dem auch noch Lukas Jetzt, Max Filip und Jakob Landes gehörten, landete unter den 14 Regionalligateams auf Rang fünf. Den Sieg holte sich wie schon beim letzten Schongau Triathlon die enorm laufstarke Mannschaft des RSC Kempten.

Nina Koller Klasse für sich

Eine Klasse für sich war bei den Damen Nina Koller. Die ehemalige Regionalliga-Starterin für die Frauen des Tri-Teams sicherte sich mit über fünf Minuten Vorsprung den Bayerischen Titel. „Ich habe die Flucht nach vorne angetreten“, meinte die Athletin des TSV Bad Reichenhall, die in 2:05,19 Stunden Theresa Wild (La Cabrera Rothsee) und Kristina Seidel (Mali Crew) auf die Plätze verwies. Vor diesem Bewerb war Koller auch noch in der Sprintstaffel als Schwimmerin erfolgreich. Mit Andreas Saal und Norbert Löw holte sie auch dort, allerdings bei nur drei Staffeln, Platz eins.

Mehr los war beim Einzelrennen über die olympische Distanz mit 89 Starten. Den Sieg sicherte sich souverän Veit Hönle (racextract racing team) in 1:51,49 Stunden. „Ich habe meine Linie durchziehen können“, meinte er nach seinem Start-Ziel-Sieg. Nachdem er bereits mit großem Vorsprung aus dem 20,8 Grad warmen Lech stieg, kam ihm sein schärfster Verfolger Tim Rieder auf der etwas geänderten und auch im Vergleich zu früher kürzeren Radstrecke deutlich näher. Vor der Laufstrecke war er auf wenige Sekunden dran. Hönle war in der Altstadt aber nicht mehr zu bremsen, so dass er als Erster über die Ziellinie am Ballenhaus lief. „Die Stimmung war toll“, urteilte der Sieger, der erstmals in Schongau am Start war. Rieder (Post SV Tübingen) wurde Zweiter in 1:54,52 vor Nikolaus Heinloth (Post SV Weilheim, 1:58,13). „Beim Schwimmen lief es nicht so gut, aber das Laufen auf der sehr selektiven Strecke hat gepasst“, strahlte Heinloth.

Bei den Damen über die gleiche Distanz hatte einmal mehr Seriensiegerin Sigrid Mutscheller (SG Niederwangen) die Nase in 2:04,56 Minuten vorne. Anna Bader vom Tri-Team wurde in 2:23,01 Stunden Fünfte. Beim Sprint über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Rad und fünf Kilometer Laufen siegte bei den Herren Dennis Melloh (Kölner Triathlon Team) in 1:08,29 Stunden. Dominic Wimmer (Post SV Weilheim) wurde Siebter. Den Damensprint entschied Kimberly Giesenberg (Tri-Sport Lübeck) in 1:23,37 Stunden für sich.

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