Platz 27 beim 24-Stunden-Rennen in Spa

Huglfinger Allied Team dreht Auto auf links

Allied-Porsche
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Der Allied-Porsche beim 24 Stunden Rennen in Spa
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Huglfing – Mehrere Fahrzeuge hat das Allied Racing Team in diesem Jahr in der GT4-Rennserie im Einsatz. Darüber hinaus ist der Huglfinger Rennstall um Teamchef Jan Kasperlik erstmals auch in der noch anspruchsvolleren GT3-Serie um die GT World Challenge Europe unterwegs. Bei letzterem lief es zuletzt aber nicht so wie erhofft.

Während die Allied-GT4-Autos mit ihren Crews Erfolge einheimsten, gab es mit dem Porsche 911, mit dem in der GT3 gefahren wird, Probleme. Nur beim Auftaktrennen in Monza waren die Huglfinger am Start. Allerdings endete dort das Rennen schon frühzeitig beim Pre-Qualifying mit einem Unfall, der sich als fatal erweisen sollte. Die Allied-Ingenieure taten sich schwer die Ursache zu ermitteln, was Kasperlik zur Verzweiflung brachte, da im Anschluss weder in Magny-Court, am Circuit Paul Ricard, in Zandvoort oder Misano gefahren werden konnte. Vor gut einem Monat hatte der Teamchef schließlich die Nase voll. „Es gab einen Rundumschlag. Ich habe die Chefetage der Renningenieure entlassen“, berichtete Kasperlik. Stattdessen kümmerte er sich selbst darum, die Probleme zu beheben. „Wir haben das Auto auf links gedreht.“ Das Team nahm sich quasi jede Schraube vor, um das Fahrzeug wieder renntauglich zu bekommen. „Eigentlich wollte ich das nächste Rennen in Spa absagen, aber dann haben wir die Fehlerquelle gefunden und entschieden zu fahren“, erklärte Kasperlik. Wobei er im Gegensatz zum Auftakt in Monza bei dem 24-Stunden-Rennen in Spa nicht mehr selbst im Cockpit sitzen wollte. „Ich hatte nicht die Zeit mich ordentlich vorzubereiten, ich konnte nicht mal einmal die Woche Sport machen.“ Also entschied sich Kasperlik seinen Platz im Auto zu räumen.

Ein Viererteam um Bastian Buus sollte stattdessen beim Marathon in Belgien an den Start gehen. Wobei sich schnell herausstellte, dass die drei anderen Fahrer – Lars Kern, Julien Apotheloz und Arno Santamato – allesamt große Schwierigkeiten hatten, das Fahrzeug zu beherrschen. „Buus war der einzige, der das scharfe Set-up fahren konnte“, erklärte Kasperlik. Kern und Apotheloz schafften es letztlich unter Anleitung von Buus „sich in das Auto reinzufuchsen“, so Kasperlik. Santamato kam jedoch nicht zurecht und stieg beim Rennen auch frühzeitig aus. „Seine verbleibende Zeit haben wir aufgeteilt“, sagte der Teamchef, der mit dem Auftritt seiner Crew in Spa absolut zufrieden war. „Lars und Basti waren bei den Rundenzeiten auf Augenhöhe mit der Spitze“, lobte Kasperlik. Zwei Durchfahrtstrafen wegen Überfahren der Rennbegrenzung warfen das Allied Team beim Rennen mit 58 Fahrzeugen, am Start war unter anderem auch der ehemalige Formel-Eins Pilot Timo Glock, etwas zurück.

Bei wechselnden Wetterbedingungen, in der letzten Rennstunde regnete es extrem stark, landete das Huglfinger Rennteam schließlich auf Platz 27. „Wir hatten kurz vor Schluss noch einen Auffahrunfall und waren froh überhaupt zu Ende fahren zu können“, berichtete Kasperlik, der mit dem Wochenende in Spa unterm Strich sehr zufrieden ist. „Die ganze Mannschaft hat einen tadellosen Job gemacht“, urteilte der Teamchef nach den sehr harten letzten drei Monaten erleichtert.

Beim nächsten GT3-Einsatz, einem Sprint-Rennen auf dem englischen Brands Hatch Circuit an diesem Wochenende, sieht Kasperlik seine Truppe gerüstet. „Da werden wir gleich zwei Autos am Start haben“, freut sich der Teamchef auf den Auftritt in Großbritannien.

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