Organisationsaufwand und Preisgeld

Innovationsidee bei den Weilheimer Leichtathleten

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TSV-Leichtathletikchef Michael Horstmann, hier beim Standweitsprung, mischte sich auch selbst bei der Abnahme des Sportabzeichens unter die Teilnehmer.

Weilheim – Langsam kehrt bei den Weilheimer Leichtathleten wieder eine gewisse Normalität im Training ein.

Vor ein paar Wochen, nach den ersten Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen, war es in Kleingruppen zu maximal vier Sportlern plus einem Trainer noch eine ordentliche Herausforderung. „Da mussten sich die zehn Trainer besonders sorgfältig vorbereiten“, berichtet TSV-Leichtathletikchef Michael Horstmann. Seit Mitte Juni dürfen nun 19 Leichtathleten gemeinsam trainieren, was bei den Weilheimern ab der U16 praktiziert wird. „Bei den Jüngeren trainieren wir derzeit in Achter-Gruppen“, erklärt Horstmann, in dessen Abteilung im Schnitt wöchentlich rund 60 Kinder und Jugendliche betreut werden. „Organisatorisch geht alles nur mit Voranmeldung“, meint Horstmann zum erhöhten Aufwand, den die Sparte, aber auch die Eltern betreiben müssen.

Nach der Anmeldung bekommen die Kinder entweder einen Trainingsplatz oder einen Platz auf der Warteliste zugewiesen. Letztere werden dann in der darauffolgenden Woche bevorzugt behandelt. „Damit jeder dran kommt“, so Horstmann. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Trainingsgruppen wöchentlich neu zusammengestellt werden müssen. „Die bekommen dann einen vom TSV-Hauptverein ausgeschriebenen Stadionbereich zugeordnet, um Durchmischungen oder ungewollte Gruppenbildungen zu verhindern“, erklärt der Leichtathletik-Chef. Genauso läuft es auch bei der Sportabzeichenabnahme, die jeden Freitag um 17 Uhr stattfindet. Voranmeldung, Gruppeneinteilung und die Verteilung der Gruppen im Sportstadion gehören dort auch zum Standard. „Da aktuell nur sechs der elf lizensierten Prüfer verfügbar sind, haben wir uns eine maximale Gruppengröße von sechs Teilnehmern selbst auferlegt, um das Abstandsgebot umsetzen zu können, den Spaß bei der Sportabzeichenabnahme zu erhalten und lange Wartezeiten zu vermeiden“, sagt Horstmann.

Das Interesse an der Abnahme, das so mancher für seine Bewerbung, für die Krankenkasse oder für das Studium benötigt, ist nach wie vor groß. Beim letzten Termin durften die TSV-Leichtathleten gleich 27 Teilnehmer, darunter 14 Kinder im Stadion begrüßen.

Das Engagement der Abteilung wurde jetzt auch speziell gewürdigt. Horstmann bewarb sich mit dem Konzept „STAHLhart – Herausforderung im TSV Weilheim“ beim Innovationsbewerb der Sparkassen-Finanzgruppe. „Mit dieser Idee, alle Disziplinen in Gold abzulegen, wollen wir die Seriengold-Absolventen dazu verführen, sich mit den Disziplinen zu beschäftigen, die sie bisher gemieden haben“, zitiert Horstmann aus dem Bewerbungsschreiben, das bei der Stiftung offensichtlich gut ankam. „Wir wurden in der Rubrik ‚Innovation‘ ausgezeichnet, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 1 000 Euro“, freute sich Horstmann, dass die Mühen auch sichtbare Früchte tragen. Dieses Preisgeld soll nun für die Anschaffung der lang ersehnten Zeitmessanlage verwendet werden. „Die dafür eigentlich gedachten, aber entfallenen Aulauf-Einnahmen werden nun durch diesen Gewinn ein wenig kompensiert“, sagt Horstmann, der schon gespannt ist, ob es ein Sportler oder eine Sportlerin in diesem Jahr zur „Stahl-Medaille“ schafft.

Von Roland Halmel

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