Bayerisches Silber

Katharina Vogl vom TSV Peißenberg ist Bayerische Weitsprung-Vizemeisterin

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Eine starke Leistung zur rechten Zeit hat Katharina Vogl zum bayerischen Vizemeistertitel der Frauen springen lassen.

Peißenberg – Zum idealen Zeitpunkt ist Leichtathletin Kathi Vogl vom TSV Peißenberg ihr bester Sprung gelungen. Der Applaus der Zuschauer war schon vor der Messung zu hören. Mit 5,69 Metern ebnete die 20-jährige Hohenpeißenbergerin den Weg zum bayerischen Vizemeistertitel.

Die Rollen schienen klar verteilt bei den Bayerischen Meisterschaften im Weitsprung in Augsburg: Tina Pröger vom TSV Zirndorf war mit 6,27 Metern gemeldet – ihre Verfolgerinnen stellten sich darauf ein, die Plätze dahinter unter sich auszumachen. Doch so einseitig verlief der Wettkampftag doch nicht.

Nach zwei Runden lag Pröger mit 5,81 Metern nur zwölf Zentimeter vor Vogl. Dabei war der erste Versuch der Hohenpeißenbergerin vielleicht sogar ihr stärkster. Doch weil sie minimal übertreten hatte, blieb es bei 5,69 Metern nach zwei Durchgängen – die aber einer starken Ansage an die Konkurrenz gleichkamen.

Diese musste nun risikobehafteter ans Werk, sodass die rote Fahne der Kampfrichterin insgesamt 22 ungültige Sprünge für die ersten Sechs des Klassements anzeigte. Nur 14 gültige Versuche hatten Bayerns beste Weitspringerinnen aufzuweisen. Auch Vogl trug dazu weiter bei, konnte aber dank ihres starken Einstiegs gelassen mit den Fehlversuchen umgehen.

Erst in Durchgang fünf und sechs sorgten Isabel Mayer und Jacqueline Sterk (beide SWC Regensburg) mit 5,62 und 5,61 Metern noch einmal für Spannung. Über Platz drei und vier kamen die beiden Oberpfälzerinnen aber nicht mehr hinaus. Gold holte Pröger mit 5,98 Metern, direkt dahinter folgte schon Vogl. „Heute hat Kathi im richtigen Moment ihre besten Sprünge gezeigt und sich gegen starke Konkurrenz die Medaille verdient“, freute sich Trainerin Sabine Osenberg über das erste Silber ihres Schützlings bei einer Bayerischen Meisterschaft der Frauen. Mit der Einstellung ihrer persönlichen Weitsprung-Bestmarke habe Vogl gezeigt, dass sie sich im Augsburger Stadion besonders wohlfühle. „Hier stellte sie ihre Bestzeiten über 100 und 200 Meter auf, hier holte sie mit der Staffel der Startgemeinschaft Ammer-Isar-Loisach vor zwei Jahren Gold in der U20.“

Schon am Vortag hatte sich die Fahrt nach Augsburg gelohnt. Als Zweite des vierten Vorlaufs über 100 Meter qualifizierte sich Vogl in 12,39 Sekunden pro­blemlos für den Zwischenlauf, verzichtete aber auf weitere Starts. „Ein Zwicken im Oberschenkel“, erklärte Osenberg. „Der Weitsprung war diesmal wichtiger, da haben wir uns mehr Chancen ausgerechnet, und die Saison geht mit den U23-Meisterschaften noch weiter.“

Den Peißenberger U20-Vereinsrekord über 400 Meter hatte indes Maike Hermann zwei Wochen zuvor beim Abendsportfest im Augsburger Rosenaustadion um eine halbe Sekunde verbessert. Auf Bahn 1 war die 17-jährige Weilheimerin das Rennen mutig angegangen. „Bei 320 Metern wurde es schon hart“, berichtete sie. Bei 67,85 Sekunden blieb die Uhr stehen, das bedeutete Rang fünf in ihrem Zeitlauf.

Senioren bei DM

Zur Deutschen Meisterschaft der Senioren in Leinefelde-Worbis ging es für Martin Hermann am vergangenen Wochenende. Im Finale der Kategorie M55 über 800 Meter kam er in 2:27,07 Minuten als Zwölfter ins Ziel. Über 1.500 Meter wurde der 58-jährige Weilheimer in 4:55,86 Minuten Final-Achter. Vereinskamerad Josef Streicher holte in 17:57,08 Minuten Platz vier über die 5.000 Meter der Senioren M50.

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