Auswärts gut, zuhause zu bequem

Knappe Niederlagen in Deggendorf und gegen Lindau für den EC Peiting

Weyrich EC Peiting EV Lindau Eishockey Oberliga
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Mit einem schönen Zuspiel leitete Fabian Weyrich das 2:2 durch Nardo Nagtzaam gegen Lindau ein. Das Spiel nahm mit einer 3:4-Niederlage nach Verlängerung aber kein gutes Ende.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Peiting – Zum zweiten Mal in dieser Saison ist der EC Peiting an einem Wochenende ohne Sieg geblieben. Nach der knappen 1:2-Niederlage beim Deggendorfer SC reichte es für die Mannschaft von Trainer Anton Saal auch nicht gegen den EV Lindau. Im ersten Geisterspiel der laufenden Spielzeit setzte es nach Verlängerung ein 3:4, dabei war der ECP nur 43 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit sogar noch in Führung gegangen. 

„Die Niederlage gegen Lindau war verdient“, fand Saal deutliche Worte. „Wir waren 60 Minuten nicht bereit und zu bequem. Wir haben oft nur zugeschaut.“ Schon der Anfang konnte nicht nach seinem Geschmack gewesen sein: Die Peitinger starteten schläfrig in die Partie, mit einem haltbaren Rückhandschuss traf Michal Bezouska bereits nach 44 Sekunden zum 0:1.

Die Antwort der Hausherren folgte dann aber prompt. Nachdem Nardo Nagtzaams Versuch in Unterzahl das Außengestänge touchierte, glich Eetu-Ville Arkiomaa (7.) in Überzahl aus. Danach ging es hin und her, bis Bezouska (16.) mit einem Flachschuss auf 1:2 stellte.

Aber auch diesen Rückschlag steckte der ECP gut weg. Auf Zuspiel von Fabian Weyrich markierte Nagtzaam (18.) den neuerlichen Gleichstand.

Im Mittelabschnitt verzeichneten die Gäste einige gute Möglichkeiten. Andreas Magg im Peitinger Kasten hielt sein Team mit starken Reflexen nun aber im Spiel. Auf der Gegenseite verpasste Nagtzaam (29.) bei einem Solo die erste ECP-Führung.

Im Schlussdrittel lag auf beiden Seiten mehrfach das Führungstor in der Luft. Ein Treffer fiel aber erst in der letzten Minute, als sich ECP-Youngster Maxi Söll (60.) durch die halbe Lindauer Abwehr tankte und 43 Sekunden vor Ablauf der 60 Minuten zum 3:2 einnetzte.

Diese Führung brachten die Hausherren aber nicht über die Zeit, da Andreas Farny 28 Sekunden vor der Sirene ausglich. In der Verlängerung ließen beide Mannschaften Möglichkeiten zum Sieg aus, bis Jere Laaksonen (64.) mit dem Ende einer Strafe gegen Peiting zum 3:4 einschoss.

Enges Spiel in Deggendorf

Vor gut 600 Zuschauern lieferte der ECP in Deggendorf eine umkämpfte Partie. Die Gäste schafften es immer wieder, den Spielaufbau des DSC zu verhindern und sich Chancen zu erspielen. Marco Habermann, Lukas Gohlke, Andreas Feuer­ecker und Manuel Bartsch verpassten aber den Führungstreffer. Letztlich blieb der erste Durchgang torlos.

Gleich zu Beginn des zweiten Drittels durften die Peitinger aber jubeln. Bei der ersten Strafzeit gegen sie selbst eroberten sie die Scheibe, den Break verwertete Nagtzaam (24.) eiskalt zum 1:0. Kurz vor Ende des Mittelabschnitts erzielte Liam Blackburn (39.) im zweiten Nachsetzen jedoch das 1:1.

Im Schlussdurchgang blieben die Gäste bei ihrer taktischen Marschroute, gut zu verteidigen und auf Konter zu lauern. Bei einem hätte es fast geklappt, Habermanns Versuch (49.) blieb aber kurz vor der Torlinie liegen. Stattdessen schoss Blackburn (56.) die Hausherren in der Schlussphase mit einem Abstaubertor erstmals in Front. Die Peitinger versuchten in den letzten Minuten alles, die Niederlage zu verhindern. Sie nahmen Goalie Florian Hechenrieder vom Eis, aber auch diese Maßnahme brachte nichts mehr ein.

„Ich kann meiner Mannschaft aber keinen Vorwurf machen. Sie war von Anfang an bereit und hat sich auch an den Matchplan gehalten“, bilanzierte Saal, auf dessen Truppe am Freitag (20 Uhr) erneut ein schweres Auswärtsspiel beim Tabellenführer, den Blue Devils Weiden, wartet.

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