Landesverband sagt Wintersaison ab

Kein Stocksport auf bayerischer Ebene

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Die höchsten Spielklassen sehen einer Wintersaison entgegen – doch auf den Ebenen darunter entfällt diese.

Peiting – Nach den Weitschützen hat nun die Fach­sparte Eisstocksport des Bayerischen Eissport-Verbands (BEV) vor Corona kapituliert. Sowohl dem Vorstand als auch der miteinbezogenen technischen Kommission Bayern ist die Entscheidung schwergefallen. Doch durch die andauernde Pandemie sah sich der Verband gezwungen, nach der Sommersaison 2020 auch den Winterspielbetrieb 2020/21 für alle Ligen im gesamten BEV-Bereich (BEV, Bezirke und Kreise) ausfallen zu lassen. Der Deutsche Eisstock-Verband (DESV) will anders verfahren.

Diese Entscheidung betrifft sämtliche Ligen ab der 2. Bundesliga bis zur untersten Kreisliga sowie alle Pokalwettbewerbe. Grund waren zahlreiche Unwägbarkeiten, auch rund um die Gewährleistung eines fairen Spielbetriebs in den einzelnen Ligen.

Probleme gab es zudem bei einigen Vereinen, die keine oder nur eingeschränkte Möglichkeiten zur Vorbereitung gehabt hätten. In einigen Eishallen hätte es darüber hinaus Schwierigkeiten mit der Anzahl der in der Halle erlaubten Personen gegeben.

Die Absage stieß bei den Eisstock-Fans nicht nur auf Zustimmung. In den sozialen Netzwerken gab es zum Teil heftige Diskussionen.

Indessen will der DESV die in seiner Zuständigkeit liegenden Wettbewerbe unbedingt durchführen. „Mit Bedauern haben wir die Absage des Spielbetriebs auf BEV-Ebene für den Winter zur Kenntnis genommen. Die Planungen sind in Zeiten von Corona durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen, dem örtlichen Infektionsgeschehen und den Vorgaben der jeweiligen Eisstadien mit unterschiedlichen Anforderungen an Hygiene- und Schutzkonzepte schwieriger als gewohnt. Der DESV ist jedoch der Meinung, dass wir zum Erhalt unseres sportlichen Wettkampfbetriebes und der öffentlichen Wahrnehmung und Außendarstellung, sowie zur Förderung des Spitzensports die höchsten Spielklassen, die Bundesligen der Damen und Herren, sowie die Deutschen Meisterschaften durchführen müssen“, erklärte DESV-Präsident Christian Lindner vom TSV Peiting.

Der DESV werde daher die Planungen für die Saison 2020/2021 unverändert weiterverfolgen und an den bereits terminierten Veranstaltungen festhalten. „Inwieweit aufgrund der jeweils örtlichen Situation und Vorgaben in den Eisstadien Änderungen an den Austragungsorten erforderlich werden, bleibt abzuwarten und wird die nächsten Wochen geklärt“, ergänzte Lindner.

hal

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