Jeweils zwei Spiele, volle Punktzahl

Makelloser Auftakt für Peißenberg Miners und Schongauer Mammuts

Krabbat Peißenberg Bayernliga Eishockey
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Dominic Krabbat traf gegen Amberg doppelt für die Miners und machte auch in Dorfen alles klar. Zuvor hatte Goalie Korbinian Sertl die Peißenberger in beiden Partien stark im Spiel gehalten.
  • Roland Halmel
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Peißenberg/Schongau – Einen makellosen Start in die neue Bayernliga-Saison haben sowohl die Miners als auch die Mammuts hingelegt. Nach dem 4:2 beim ESC Dorfen behielten die Peißenberger mit einem 5:2-Heimsieg auch gegen den ERSC Amberg die Punkte. Dem Schongauer 3:2 am Sonntag daheim über Geretsried war am Freitag ein 3:1-Erfolg in Buchloe vorausgegangen.

Im Ostallgäu nutzten die Mammuts gleich die erste Überzahl der Saison: Nach Vorarbeit von Roman Tomanek traf Matthias Müller (8.). Doch auch die Gastgeber waren im Powerplay erfolgreich – in der 14. Minute durch John Boger. Es sollte das einzige Tor der Pirates bleiben.Durch Jakub Muzik, der rechtzeitig zum Saisonauftakt wieder fit war, legte die EAS vor (30.) und fortan ließen die beiden starken Torhüter Johannes Wiedemann und Daniel Blankenburg nichts mehr zu. Nach einer Auszeit ersetzten die Buchloer ihren Schlussmann durch einen zusätzlichen Feldspieler, aber Florian Höfler kam an die Scheibe und traf 42 Sekunden vor dem Ende ins leere Tor.

Am Sonntag gegen ersatzgeschwächte Geretsrieder, unter anderem fällt Ondrej Horvath noch acht bis zehn Wochen aus, kamen die Mammuts vor rund 170 Zuschauern nicht richtig ins Rollen, obwohl Simon Maucher in Unterzahl zum 1:0 traf (5.). Erst in der 34. Minute erhöhte Müller. Sicherheit gab das aber nicht. Nach einem Gestocher verkürzten die Gäste (40.), in der 47. Minute glichen sie sogar aus. Den Lucky Punch setze allerdings Marius Klein zwei Minuten vor dem Ende – 3:2. „Kein schönes Spiel“, waren sich hernach beide Trainer einig. Während Geretsrieds Rudi Sternkopf die entscheidenden Fehler zu viel bei seiner Mannschaft erkannte, erklärte Rainer Höfler seine EAS zum glücklichen Sieger.

Starker Miners-Goalie

„Mit den sechs Punkten bin ich sehr zufrieden“, bilanzierte Peißenbergs Coach Christian Kratzmeir, der beim Zeugnis für seine Truppe am Auftaktwochenende aber auch durchaus kritische Anmerkungen festhielt. „Gegen Amberg sind wir im Laufe des zweiten Drittels immer langsamer geworden“, monierte er das nachlassende Tempo, das sich fast noch als fatal erwiesen hätte. Dank eines überragenden Korbinian Sertl im Kasten, der einige hochkarätige Chancen des ERSC zunichtemachte, brachten die Peißenberger den Dreier aber ins Ziel.

Den besseren Start erwischten zunächst die Amberger. Ryan Murphy (6.) schoss die Gäste schnell in Front. Die Antwort der Miners ließ aber nicht lange auf sich warten. Mit einem Doppelschlag von Valentin Hörndl (8.) und Niko Fissekis (9.) zogen die Hausherren innerhalb von 53 Sekunden vorbei. Unmittelbar vor der ersten Drittelpause erhöhte Dominic Krabbat (20.) vor knapp 370 Zuschauern in Unterzahl auf 3:1. „Danach hat Amberg zusehends den Faden verloren“, erkannte Kratzmeir.

Sein Team dominierte den Mittelabschnitt. Mehr als ein Tor durch Martin Andrä (29.) sprang aber nicht heraus und mit diesem Treffer schienen sich die Peißenberger zufrieden zu geben, da sie deutlich den Fuß vom Gas nahmen. Der ERSC kam deshalb zum Ende des zweiten Durchgangs zu guten Chancen.

Im letzten Drittel ging es so weiter. Die Miners versuchten den Vorsprung zu verwalten, was nicht gelang – Michael Kirchberger (49.) netzte zum 4:2 ein. Im Anschluss lag mehrfach der Anschlusstreffer in der Luft. Mit Glück, Geschick und Sertl verteidigten die Peißenberger aber die Zwei-Tore Führung, bis Krabbat (60.) mit seinem Überzahltor in der Schlussminute endgültig alles klar machte.

Am Freitag, bei der deutlich verjüngten Mannschaft aus Dorfen, waren die Peißenberger durch Tomas Vrba (5.) ebenfalls in Rückstand geraten. Max Brauer (15.) glich aber noch im ersten Drittel aus.

Der gut aufgelegte Sertl hielt die Gäste zu Beginn des zweiten Drittels mit seinen Paraden im Spiel, bis Krabbat (32.) das 2:1 erzielte. Erneut Vrba (34.) markierte wenig später den Gleichstand. Per Abstauber brachte Maxi Malzatzki (38.) die Miners noch vor der zweiten Sirene erneut in Front.

Im Schlussdurchgang ging es dann richtig zur Sache: Max Willberger wurde hart gecheckt und blieb benommen liegen. Der junge TSV-Angreifer musste danach eine Nacht im Krankenhaus verbringen. Seine Teamkollegen steckten das aber relativ schnell weg. Manuel Singer gelang das 4:2 (52.) und das reichte den Peißenbergern, die durch Tomas Rousek auch noch einen Penalty (56.) vergaben, um die Punkte aus Dorfen mitzunehmen.

Am Freitag (20 Uhr) sind die Miners nun beim selbst erklärten Titelanwärter in Miesbach zu Gast. Die Mammuts gastieren zeitgleich in Erding.

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