Verstärkung für die Offensive

Marc Besl wechselt vom EV Füssen zum EC Peiting

Besl EV Füssen EC Peiting
+
Marc Besl sammelte in 115 Oberligaspielen für den EV Füssen 90 Punkte.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
    schließen

Peiting – Spieler von den Nachbarvereinen zu verpflichten ist in Eishockeykreisen nichts ungewöhnliches. Gleich die beiden torgefährlichsten Stürmer zu holen ist aber nicht an der Tagesordnung. Der EC Peiting schaffte das, was beim betroffenen Club, dem EV Füssen, vermutlich wenig Begeisterung auslöst: Von dort kommt nicht nur Sam Payeur, den der ECP schon vor ein paar Wochen als Zugang vermeldete, sondern auch noch Marc Besl. 

„Wir sind froh und glücklich, dass sich Marc für uns entschieden hat“, strahlte ECP-Coach Anton Saal, nachdem sein Wunschspieler zugesagt hatte. „Er ist schnell, technisch gut, kann Überzahl spielen, er ist ein kompletter Oberliga-Stürmer“, zählt Saal die Vorzüge des 23-Jährigen, der aus der Nachwuchsschmiede des EVF stammt, auf.

Besl, der in Füssen neben Payeur wohnt und somit eine Fahrgemeinschaft mit ihm bilden kann, ging den kompletten Weg der Allgäuer nach dem Oberliga-Rückzug von der Bezirksliga, über die Landes- und Bayernliga zurück in die Oberliga mit. In 115 Oberligaspielen kam er auf 37 Tore, 53 Vorlagen und somit 90 Punkte.

„Marc ist bei uns als Top-Sechs-Stürmer eingeplant, er wird uns bestimmt weiterhelfen“, hält Saal große Stücke auf den Neuzugang, der genau in das Anforderungsprofil der Peitinger fällt, die einen Umbruch mit vielen jüngeren Spielern einläuten wollen.

Bei der Vertragsunterschrift: Die Neuen Sam Payeur (links) und Marc Besl (Mitte) mit Teammanager Ty Morris, Geschäftsführer Peter Gast und Trainer Anton Saal (v. links).

Beinahe Dibelka-Rückkehr

Ein Stürmer, der mit 39 Jahren nicht in diese Kategorie gezählt hätte, erteilte dem ECP indessen eine Absage: Die Peitinger standen bereits kurz vor dem Vertragsa­bschluss mit Lubor Dibelka, ehe sich der Deutsch-Tscheche entschied, vom DEL2-Absteiger Bad Tölz doch zum SC Riessersee zu wechseln. „Bei dem finanziellen Angebot des SCR konnten wir nicht mithalten“, erklärte Saal.

Kommentare