Volle Hände, leere Hände

Maximale Erfolgsquote für Peißenberg Miners – EA Schongau unterliegt doppelt

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Korbinian Sertl (links) und die Miners nach dem Sieg über Schweinfurt.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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  • Rasso Schorer
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Peißenberg/Schongau – Von der einwöchigen Corona-Pause haben sich die Peißenberg Miners nicht ausbremsen lassen. Mit der vollen Punkteausbeute durch einen 6:3-Auswärtssieg beim ESC Buchloe und ein knappes 2:1 zuhause gegen den ERV Schweinfurt belegt die Truppe von Coach Christian Kratzmeir den zweiten Platz in der Bayernliga. Gänzlich anders sieht es bei der EA Schongau aus: Die Mammuts unterlagen am Freitag mit 2:6 in Waldkraiburg, am Sonntag setzte es zuhause gegen Königsbrunn ein 3:4 nach komplett vergeigtem Start. 

Richtig zufrieden wirkte Peißenbergs Coach Kratzmeir nach dem Heimsieg gegen die Schweinfurter, die kurzfristig für die corona-bedingt ausgefallenen Kemptener einsprangen, nicht. „Wir waren nicht bereit den Kampf anzunehmen, deshalb war es ein glücklicher Sieg“, so der Trainer, der auf Torjäger Dominic Krabbat verzichten musste, der nach dem Aufwärmen zu seiner hochschwangeren Frau ins Krankenhaus eilte.

Beide Mannschaften kamen in der gutklassigen Bayernligapartie zu zahlreichen Möglichkeiten. Die zwei starken Torleute ließen sich aber nicht überwinden. „Der Goalie war die Lebensversicherung, er hat brutal gehalten“, sandte Schweinfurts Coach Andreas Kleider ein Lob an Korbinian Sertl. Erst kurz vor Ende des Mittelabschnitts brach Sinan Ondörtoglu (38.) den Torebann, als er Sertls Pendant Benedict Roßberg vor 308 Zuschauern überwand und die Hausherren bei ihrer vierten Überzahlgelegenheit in Führung schoss.

Im Schlussdurchgang verzeichneten die Miners weitere Power­plays, die aber zum Teil ganz schwach gespielt wurden, so dass kein weiteres Tor gelang. Auf der Gegenseite hielt Sertl sämtliche hochkarätigen Chancen der Gäste, bis der quirlige Niko Fissekis (49.) auf 2:0 erhöhte.

Die Schweinfurter stemmten sich danach vehement gegen die drohende Niederlage, mehr als das Anschlusstor von Christian Masel (58.), als die Mighty Dogs ihren Goalie vom Eis genommen hatten, gelang dem ERV aber nicht mehr.

Zuvor in Buchloe traten die Miners deutlich besser auf. „Wir waren bereit, haben einfach gespielt und im richtigen Moment Gas gegeben“, fasste Kratzmeir zusammen. Gegen die ersatzgeschwächten Piraten übernahmen die Gäste vom ersten Bully weg die Initiative. Die Belohnung dafür war ein Doppelschlag von Fissekis (11.) in Überzahl und Simon Sendl, der nur 46 Sekunden später auf 2:0 stellte. Unmittelbar vor der ersten Pause staubte dann auch noch Moritz Birkner (20.) zum 3:0 ab.

Zu Beginn des Mittelabschnitts kam Buchloe durch Alexander Krafczyk (21.) etwas heran. Die Miners antworteten aber umgehend mit dem 4:1 durch Krabbat (23.). Sertl verhinderte im Anschluss neu aufkommende Spannung, da er zwei Alleingänge der Hausherren parierte. Erst in doppelter Unterzahl musste er sich Andreas Schorer (37.) geschlagen geben. Aber auch das steckten die Gäste gut weg. Max Malzatzki (39.) erhöhte in Unterzahl auf 5:2.

Im Schlussdrittel keimte bei den Buchloern nach dem 5:3 durch Wolf (45.) nochmal Hoffnung auf. Die Gäste überstanden im Anschluss aber eine vierminütige Unterzahl, als sich Tomas Rousek eine große Strafe einhandelte, ohne Probleme. Kaum wieder komplett, machte Ondörtoglu (54.) das halbe Dutzend voll und den Auswärtssieg perfekt. Am Freitag (20 Uhr) steht für die Peißenberger gleich das Rückspiel in Schweinfurt auf dem Programm.

Pleiten für die Mammuts

Der EHC Waldkraiburg kommt immer besser in die Spur, die EA Schongau droht diese etwas zu verlieren. Beim Aufeinandertreffen am Freitag brachte Jason Lavallee die Mammuts zunächst noch in Führung (16.) und sorgte kurz vor der zweiten Pause auch nochmal für den Anschluss, nachdem Florian Brenninger (16.), Christian Neuert (25.) und Michal Popelka (36.) in Führung geschossen hatten. Doch nachdem Jan Loboda (39.) auf 4:2 stellte und bis weit ins letzte Drittel hinein keine weiteren Tore mehr fielen, wurde es eng für die EAS. Trainer Rainer Höfler holte Torwart Daniel Blankenburg vom Eis, doch Popelka entschied die Partie mit einem Schuss ins leere Tor (57.), ehe Sebastian Stanik (60.) nochmal nachlegte.

Ein erstes Schongauer Drittel zum Vergessen erlebten die 162 Zuschauer am Sonntag. Jakub Bitomsky (5., 19.) und Anton Rauh (16.) schickten die EAS, bei der wie zwei Tage zuvor Jakub Muzik neben Lavallee die zweite Kontingentstelle einnahm, mit einem 0:3 in die erste Pause.

Auf Lavallees 1:3 (28.) folgte lange kein Treffer mehr. Erst im letzten Drittel tat sich in Überzahl wieder etwas, als Alexander Strehler (54.) für den EHC und Florian Höfler (58.) für die EAS trafen. Nach Matthias Müllers Anschluss (60.) waren noch 31 Sekunden auf der Uhr, am Ende standen die Schongauer aber mit leeren Händen da.

Am Freitag (20 Uhr) steht das Gastspiel bei Spitzenreiter Klostersee an.

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