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Miners und Mammuts warten auf die Siegesserie

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Von: Roland Halmel, Rasso Schorer

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Degenstein Peißenberg Miners Eishockey Bayernliga
Die Peißenberger, hier Nachwuchsmann Denis Degenstein, wehrten sich gegen Spitzenreiter Klostersee beachtlich. In der Tabelle stehen aber weiterhin null Punkte. © Halmel

Peißenberg/Schongau – Wie würden die Peißenberger den überraschenden Rücktritt von Coach Christian Kratzmeir in der Vorwoche verkraften? Das war die spannende Frage am Wochenende vor dem Gastspiel beim ERSC Amberg und der Heimpartie gegen den EHC Klostersee. Gegen den Tabellenführer zeigte die Mannschaft des neuen Trainergespanns Sepp Staltmayr und Stefan Ihsen eine gute Leistung, unterlag aber mit 2:4. Zwei Tage zuvor waren die Miners in der Oberpfalz mit 1:8 komplett unter die Räder gekommen. Nicht näher an die Playoffs gerückt ist derweil die EA Schongau. Auf die 5:6-Heimniederlage in Over­time am Freitag gegen Kempten folgte am Sonntag eine 4:7-Pleite in Waldkraiburg.

„Klostersee ist eine Spitzenmannschaft und dafür reicht es halt momentan gerade nicht ganz“, sah Staltmayr die gebeutelten Miners gar nicht so weit vom EHC entfernt. Der Favorit startete sehr verhalten in die Partie, so dass die von der Niederlagenserie eigentlich verunsicherten Peißenberger gut mithielten und durch Dominik Pawliczek sogar die beste Chance zur Führung verzeichneten (6.).

Ab Mitte des Eröffnungsdurchgangs erhöhten die Gäste vor 255 Zuschauern das Tempo. Prompt gelang ihnen das Führungstor durch Simon Roeder (11.). Bis auf eine weitere Möglichkeit des EHC ließ die Peißenberger Abwehr aber nichts Gefährliches bis zur ersten Pause zu.

Im Mittelabschnitt blieb die Partie ausgeglichen. Pech für die Hausherren, als zwei Spieler im eigenen Drittel zusammenkrachten. Florian Engel (29.) hatte so freie Bahn, um auf 0:2 zu stellen. Im Anschluss überstanden die Miners eine doppelte Unterzahl unbeschadet. Kurz vor der zweiten Sirene klingelte es aber doch noch, als Oldie Bobby Wren (40.) zum 0:3 einnetzte.

Das Überzahltor von Pawliczek (42.) zu Beginn des Schlussdurchgangs weckte bei den Peißenbergern noch mal Hoffnung. Auch den Rückschlag durch das 1:4 von Wren (46.) kurz vor Ablauf einer Strafzeit steckten sie gut weg. Pawliczek (51.) ließ eine Konterchance noch aus, Sekunden später machte Sinan Ondörtoglu (51.) das 2:4. In der Schlussphase bemühten sich die Peißenberger jedoch vergeblich um den Anschlusstreffer.

Klatsche für Peißenberg Miners in Amberg

In Amberg gerieten die ersatzgeschwächten Gäste schnell ins Hintertreffen. Michael Kirchberger (2.) nutzte einen Alleingang zum 1:0. Bei einem Break in Peißenberger Überzahl ließ Brett Mennear (7.) das 2:0 folgen.

Wenig später saß Pawliczek auf der Strafbank. Die Unterzahl überstanden die Gäste unbeschadet, unmittelbar nachdem der Tscheche wieder auf dem Eis war, traf Kevin Schmitt (11.) jedoch zum 3:0. „So schnell so deutlich zurückzuliegen, machte es für uns natürlich schwierig“, bekannte Ihsen.

Sein Team fand dennoch Ende des ersten Durchgangs langsam besser ins Spiel und verzeichnete im zweiten Durchgang mehr Spielanteile und auch gute Offensivaktionen, die jedoch allesamt nichts einbrachten. Stattdessen stocherte Marco Pronath (32.) bei einem Powerplay des ERSC die Scheibe zum 4:0 ins Gehäuse. „Bis dahin hatten wir uns schon noch was ausgerechnet“, erklärte Ihsen. Als Kirchberger (43.) zu Beginn des Schlussdurchgangs auf 5:0 erhöhte, war die Partie endgültig gelaufen.

Ein weiteren Treffer von Kirchberger (52.) sowie zwei Überzahltore der Hausherren durch Felix Köbele (54.) und den vierfachen Torschützen Kirchberger (57.) ließen die Führung der Amberger auf 8:0 anwachsen. In der Schlussminute gelang Moritz Birk­ner (60.) in doppelter Überzahl immerhin noch der Ehrentreffer. „Und den hat sich die Mannschaft auch verdient“, resümierte Ihsen. Am Freitag geht es für die Peißenberger in Schongau weiter.

EA Schongau gegen Kempten und Waldkraiburg nicht konstant genug

Bevor die Mammuts ihrerseits den Blick aufs Derby richten können, empfangen sie am morgigen Mittwoch noch den EHC Waldkraiburg (20 Uhr) – und damit jenen Gegner, dem sie erst am Sonntag 4:7 unterlagen.

Dabei drohte die Partie lange, einen noch unerfreulicheren Verlauf zu nehmen. Nach einem Tor von Nico Vogl bei angezeigter Strafe (5.) sowie Treffern Florian Brenningers (9.) und Leon Deckers in Überzahl (12.) stand es schon früh 0:3 aus Schongauer Sicht.

Auf Leonhard Zinks Anschluss (16.) folgten im zweiten Drittel drei weitere Löwen-Treffer: Christian Neuert im Powerplay (29.), Sebastian Stanik (32.) und Jan Loboda (37.) stellten auf 1:6 zugunsten der Gastgeber. Dass sich die Partie nicht zu einer echten Packung auswuchs, lag am wieder besseren Schlussdurchgang der Mammuts. Zwar erhöhte Vogl (42.) noch, doch dann gestalteten Milos Vavrusa (44.), Matthias Müller im Power­play (49.) und kurz vor Schluss Florian Seelmann (60.) bei doppelter Überzahl das Resultat etwas freundlicher – Punkte waren aber freilich keine mehr drin.

Immerhin einen Zähler hatten die Mammuts am Freitag den Sharks aus Kempten abgerungen. Doch in der Rückschau überwiegt das Bedauern darüber, aus einer 3:0-Führung nicht mehr gemacht zu haben.

Diese hatten Marius Klein (3.), Jason Lavallee per starkem Solo (10.) und Kevin Steiner (19.) vor 430 Zuschauern bereits vor der ersten Pause herausgeschossen, doch zurück auf dem Eis schmolz der Vorsprung dahin.

Das Heranschnuppern der Sharks durch je ein Tor Lars Grözingers (25.) und Brendan Harrogates (28.) wehrten eine Auszeit und Müllers 4:2 (31.) noch ab, im Schlussdurchgang kam es aber ganz dick: Anton Zimmer brauchte bei seinem Doppelschlag (47.) gerade einmal eine gute halbe Minute für den Ausgleich, durch Nikolas Oppenberger (53.) gingen die Sharks erstmals in Führung.

Seelmann (58.) war es zu verdanken, dass die EAS bei der Schlusssirene trotz einer Fülle an Chancen zumindest nicht mit ganz leeren Händen dastand. Ausgerechnet Ex-Mammut Mauro Seider belohnte die Kemptener Aufholjagd dann aber mit dem 5:6 in Overtime.

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