Steile Anstiege, enge Stellen

Motorradtrail: Ältester Starter mit 74 Jahren wird Klassenfünfter

Ein Teilnehmer springt über ein Hindernis.
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Die Hindernisse wie hier der Baumstamm stellten die Teilnehmenden beim Trial in Peißenberg zum Teil vor Probleme.
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Peißenberg – Sportliche Aktivitäten waren im Vorjahr pandemiebedingt extrem eingeschränkt. Auch Motorsport fand praktisch nicht statt. Die Trialfahrer mussten auf ihren traditionelle Alpenpokal verzichten. Heuer legten die Zweiradspezialisten aber wieder los. 

Insgesamt zwölf Stationen standen beim Alpenpokal auf dem Programm, darunter auch die Peißenberger Berghalde, auf dem der drittletzte Bewerb der Serie stattfand. Gut 80 Fahrer aus ganz Bayern und dem angrenzenden Österreich durfte Rennleiter Klaus Angermeier dazu begrüßen. „Das Wetter und die Bedingungen waren optimal“, urteilte Angermeier, der mit seinen 30 Helfern im Vorfeld einiges zu tun hatte, um den reibungslosen Ablauf des Rennens zu gewährleisten. „Die Sektionen waren zum Teil sehr stark zugewachsen, da gab es viel Arbeit, um sie befahrbar zu machen“, hinterließ die zweijährige Pause laut Angermeier einige Spuren auf dem Gelände.

Letztlich standen für die Teilnehmenden wieder sieben anspruchsvolle Prüfungen zur Verfügung, die die Trial-Fahrer innerhalb von zwei Stunden dreimal durchfahren mussten. Für alle Starter, darunter auch einige Frauen, galt es dabei möglichst ohne Bodenberührung der Füße durch die Engstellen, steilen Anstiege oder über die Hindernisse aus großen Steinen, Bahnschwellen, Baumstämme und Wurzeln zu kommen. Ansonsten setzte es Strafpunkte.

Besonders eng ging es in der Klasse 5 zu, die mit 27 Teilnehmenden am stärksten besetzt war. Dort gab es ein Stechen um die Plätze drei bis sechs zwischen vier punktgleichen Fahrern. Einer davon war Sepp Lippacher (MSC Engelberg), der mit 74 Jahren älteste Teilnehmer. „Wir kennen uns seit 30 Jahren“, freute sich Angermeier über den am Ende fünften Platz des Trial-Seniors. Den Sieg in dieser Klasse sicherte sich Lippachers Teamkollege Nino Stadler mit einem Fehlerpunkt.

Der einzige Peißenberger Starter Christian Hubner, der mangels Trainingsmöglichkeiten in der Marktgemeinde für den MC Augsburg fährt, landete in dieser Klasse auf Position 20. In der Klasse 1, die in den Sektionen die schwierigsten Aufgaben zu absolvieren hatte, gab es mit Sven Schäfer (TuS Fürstenfeldbruck) nur einen Starter.

Mehr war in der Klasse 2 mit acht Fahren los. Dort hatte Loris Lauber (AMC Biberach) die Nase vorne. Die Klasse 3 (zehn Starter) gewann Markus Kipp (MSG Sulzberg). In der Klasse 4 (21 Starter) landete Josef Lehn (RGA Kempten) ganz oben auf dem Podest. Sein Teamkollege Lukas Rauh holte sich den Sieg in der Klasse 6. Max Bauer (MSC Röhrnbach) und Jacek Swider (MC Augsburg) siegten in den Klassen 7 und 8.

„Wir hatten corona-bedingt etwas weniger Starter als zuletzt, trotzdem war die Veranstaltung ein voller Erfolg“, bilanzierte Angermeier nach dem Abschluss des Motorradtrails zufrieden.

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