Über 450 Meldungen bei der siebten Auflage

12-Stunden Mountainbike EM in Dießen

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Anselm Holthaus verteidigte in Dießen seinen Titel im Einzel aus dem Vorjahr.

Dießen – Nichts auszusetzen gab es am Wetter bei der 12-Stunden Europameisterschaft der Mountainbiker in Dießen. Bis auf ein paar Schauer zur Mittagszeit blieb der angesagte Regen aus.

„Es waren ideale Bedingungen“, war mehrfach von den Startern aus vier Nationen zu hören. Ein Land war dabei deutlich größer vertreten als in den sechs Auflagen davor. Fast zwei Dutzend Italiener steuerten ihren Teil dazu bei, dass über 450 Meldungen für die siebte EM am Ammersee eingingen. „So viele hatten wir noch nie, jetzt sind wir aber auch am Limit“, meinte Helmut Bischeltsrieder, der Chef des veranstaltenden MC Dießen, der mit rund 80 Helfern für einen reibungslosen Ablauf der Marathonveranstaltung sorgte. Das Küchenteam verarbeitete unter anderem 950 Semmeln, 120 Kilo Melonen, 80 Kilo Bananen und 40 Kilo Äpfel für die hungrigen Teilnehmer, die für ein riesiges Fahrerlager sorgten. Wohnmobile und Pavillons reihten sich dort dicht gedrängt aneinander. Die Ausdauerradler mussten in Dießen einen anspruchsvollen 7,2 Kilometer langen Rundkurs mit rund 120 Höhenmetern absolvieren. Die meisten Umrundungen in der Herren-Hauptklasse (unter 40 Jahre) schaffte wie im Vorjahr Anselm Holthaus (Cosmo Kurier). Der Berliner, der lange Zeit auf Platz zwei hinter dem dreifachen EM-Sieger Kai Saaler (KS Endurance) lag, brachte es auf 39 Runden. „Der Regenschauer hat mir Kraft gegeben, danach ist der Knoten geplatzt“, berichtete Holthaus, der Saaler (38 Runden) am Ende auf Rang zwei verwies. Platz drei ging an Erik Hühnlein (Sport Treff 2.0) mit 37 Runden, der auch die Masters II gewann. Bei den Frauen siegte Paulina Wörz (RC Kempten), die auch bei ihrer zweiten Teilnahme in Dießen triumphierte. Wie im Vorjahr brachte sie es auf 36 Runden. Ihre Teamkollegin Birgitt Hühnlein war bei den über 40-Jährigen (Masters 1) die Nummer eins. Die schnellste Rennrunde bei den Frauen verzeichnete Vanessa Schmidt, die 16:44 Minuten benötigte. Schmidt sicherte sich mit ihrem Partner Marian Kopfer (Specialised), zudem den Titel im Zweier-Mixed mit starken 40 Runden. Die Bestmarke bei den Männern holte sich Christian Rizotto in 14:35 Minuten. Damit hatte er große Anteil daran, dass seine Mannschaft „Italy“ den ersten Platz im Vierer der Herren mit 46 Runden einfuhr. Schnellster Damen-Vierer war das „Persis-Ladies“ Team (38 Runden). Bei den Herren-Duos hatten Tobias Kurz und Jan Kaliciak (Sport-

reff 2.0) mit 42 Runden die Nasen vorne. Eine Runde mehr verzeichnete der Mixed-Vierer von Inncycling Bike Team1, die damit ihre Klasse gewannen. Die Sechser-Konkurrenz ging ebenfalls an das italienische „Squadra Skatenateam“ (45 Runden). Die SC Gröbenzell Mädels holten sich bei den Sechser-Damen Teams Platz eins.

Eine Premiere gab es bei der Vereins- und Firmenmeisterschaft. Hier holte sich erstmals ein Viererteam, das „Wochendoaler Stüberl“, mit Manfred Losert, Frank Karczewski, Alexander Dürr und Hermann Ernst den Titel. Sie brachten es unter den 14 Mannschaften auf 37 Runden. Riesige Freude herrschte bei der Siegerehrung auch bei der Rexrodt von Fircks-Stiftung zugunsten von krebskranken Müttern und ihren Kindern. Die bekam einen Scheck über 8 000 Euro überreicht, die bei dem Rennen für den guten Zweck zusammenkamen.

Nicht so erfreulich verlief die EM für zwei schwer gestürzte Teilnehmer, die sich Halswirbel- und Hüftverletzungen zuzogen. „Wir wünschen den Beiden alles Gute und dass sie wieder voll genesen“, meinte Bischeltsrieder bei der Siegerehrung unter dem großen Applaus der Starter.

Von Roland Halmel

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